Der Familienname entstand aus einer niederdeutsch-friesischen Form des alten deutschen Rufnamens Agimar, der seinerseits aus den althochdeutschen Wörtern agi ^(→ goh) und māri ^(→ goh) gebildet wurde.
Meanings
deutscher Familienname
Die kleine Eimer ist vielleicht ein Frechdachs!
Die neuen Mieter, diese Eimers, sind nicht sehr hilfsbereit.
He, Eimer, komm mal her!
Der Eimer aus dem Nachbarhaus hat schon wieder auf dem Balkon gegrillt.
[1] Bei dem Wort handelt es sich um ein seit dem 8. Jahrhundert bezeugtes Lehnwort aus dem Lateinischen, dessen althochdeutsche Formen unter anderem eimbar ^(→ goh) m / n, eimbari ^(→ goh) n, eimbri ^(→ goh) n, eimbarī ^(→ goh) n, eimbarīn ^(→ goh) n, einber ^(→ goh) lauteten und im Mittelhochdeutschen unter anderem die Formen einber ^(→ gmh), eimber ^(→ gmh), eimer ^(→ gmh) ergaben. Das aus der althochdeutschen, für das 9. Jahrhundert bezeugten Ableitung ampri ^(→ goh) zu erschließende *ambar sowie altenglisch amber ^(→ ang), āmber ^(→ ang), ōmbor ^(→ ang) m / n(?) sind Entlehnungen aus dem lateinischen ampora ^(→ la), einer Nebenform von amphora ^(→ la) f ‚(Ton-)Gefäß mit zwei Henkeln‘, das seinerseits dem griechischen ἀμφορεύς (amphoreus^☆) ^(→ grc) entstammt, welches wiederum durch Haplologie aus ebenfalls belegtem ἀμφιφορεύς (amphiphoreus^☆) ^(→ grc) ‚Doppelträger (zweihenkliger konischer Krug)‘ entstanden ist (siehe »Ampel«). Offenbar wurde die Funktion dieses Gefäßes dann durch einen (Holz-)Kübel mit nur einem Henkel übernommen, worauf das Wort volksetymologisch umgedeutet wurde zu althochdeutschem eim-bar ^(→ goh) ‚Ein-Trage‘, das an das althochdeutsche Zahlwort ein ^(→ goh) ‚eins‘ und einer möglichen Ableitung zu dem Verb beran ^(→ goh) ‚tragen‘ (siehe »gebären«) angelehnt wurde. »Eimer« wurde damit zum Gegenwort zu »Zuber«.
[4] Die Bedeutungsübertragung besteht darin, dass die Kopfbedeckung an einen Eimer erinnert; sie ist seit 1950 bezeugt.
[5] Diese Bedeutung ist seit 1965 bezeugt und aus dem Bundesoldatendeutsch in die Umgangssprache eingegangen. Die Übertragung ist entweder durch die Gleichsetzung »Eimer« = »Schiff« = »Kahn« = »Schuh« oder durch die Gleichstzung »Stiefel« = »Trinkgefäß« = »Eimer« zustandegekommen.
[6, 7] Es handelt sich um übertreibende Vokabeln, denn »Eimer« war früher ein Fassmaß. Diese Bedeutungsübertragungen sind soldatensprachlich seit 1914 bezeugt.
[9] Das Wort in dieser Bedeutung ist seit 1900 bezeugt, wahrscheinlich ist sie jedoch älter.
[10] Das Wort steht gekürzt für »Müll-« oder »Abfalleimer«: der Betreffende ist nur zur Aufnahme von Abfall zu verwenden und is selbst nicht viel mehr. Die Bedeutung ist seit 1930 bezeugt.
[11] Die seit 1920 bezeugte Übertragung zielt darauf ab, dass das betreffende Mädchen in Gestalt einem »Eimer« ähnelt, das heißt es fehlen die ausgeprägten Körperformen.
[12] Hierbei handelt es sich um eine seit 1955 bezeugte Verkürzung der Wendung »reif für den Eimer«, nämlich den Abfalleimer. Die Bedeutung kam in der Halbwüchsigensprache auf und wurde in die Umgangssprache übernommen.
Meanings
hohes, rundes Gefäß, zumeist in Form eines Zylinders oder Kegelstumpfes, das mit einem beweglichen Henkel versehen ist und zur Aufbewahrung und/oder zum Transport, besonders von Flüssigkeiten, dient
„Den ganzen Abend kloppten sie die Beulen aus den Eimern, schmirgelten mit feinem Sand die braunen Rostflecken weg.“ Wolfgang Schuster: Im Konzentrationslager 1945 - 1950. Ein Zeitzeugenbericht. Books on Demand, Norderstedt 2001, ISBN 3-8311-1582-6, Seite 77 (Zitiert nach Google Books) .
„Die Kinder sitzen mit zwischen die Beine geklemmten Eimern auf den Stufen und trommeln erst langsam und leise, dann schnell und laut zu dem Liedvers: ‚Bim, bam, bommel, die Katze schlägt die Trommel; vier kleine Mäuschen tanzen in der Reih! Und die große Erde donnert dabei!‘[…] Die Kinder versuchen, die leeren Eimer umgedreht auf den Boden zu stellen und sich darauf zu stellen.[…] Die Kinder stützen sich mit ihren Händen auf den Eimern, legen ihr Gesicht auf das Wasser, stocken die Atmung und lösen dabei erst die eine, dann die andere Hand zum Schweben.[…] Die Kinder sitzen am Beckenrand auf ihren Eimern gehockt und lassen sich nach vorn ins Becken kippen (Arme in Vorhalte gestreckt, Daumen gefasst, Gesicht dicht über dem Wasser, den Oberkörper vorschieben, leichter Abstoß und gestreckt ausgleiten).“ Lilli Ahrendt: Schwimmen macht Schule. Meyer & Meyer Verlag, Aachen/Adelaide/Auckland/Budapest/Cape Town/Graz/Indianapolis/Maidenhead/New York/Olten (CH)/Singapore/Toronto 2008, ISBN 978-3-89899-414-9, Seite 122 (Zitiert nach Google Books) .
Im Original ist der Liedvers im ersten Satz kursiv gesetzt.
Gieß bitte mal das Wasser aus dem Eimer.
„In fünf kleinen Eimern befinden sich fünf Objekte.[…]Die beiden gehen dann zu den fünf Eimern und suchen den toma.[…]In der Bedingung ohne Suche geht die Versuchsleiterin sofort zum Eimer mit dem Toma und nimmt diesen heraus, wobei sie Begeisterung zeigt. In der Bedingung mit Suche nimmt sie erst aus zwei Eimern zwei Objekte, die sie ablehnt, und erst im dritten findet sie den Toma und zeigt Begeisterung.“ Gisela Szagun: Sprachentwicklung beim Kind. Vollständig überarbeitete Neuausgabe. Beltz, Weinheim und Basel 2006, ISBN 978-3-407-85896-2, Seite 148 (Zitiert nach Google Books) .
Im Original ist im ersten Satz das Wort »toma« kursiv gesetzt.
„Die Misere fing schon bei den Eimern an. Denn die Eimer für das Löschwasser, die Feuereimer, hatten Löcher. Nun sieht ein Eimer mit Loch zwar immer noch wie ein Eimer aus, aber recht als Eimer zu gebrauchen ist er nicht mehr.[…]Das war eine ziemliche Panne, und die Vertreter des Stadtrats mussten gestehen, dass die Bürger in der Eile zu schadhaften Eimern gegriffen hätten. Die Erklärung für die Löcher in den Eimern war dabei ganz einfach. Die Eimer würden nämlich gerne zum Schuhflicken benutzt, weil sie aus Leder waren.“ Robert Meier (Autor), Curd Lessig (Illustrator): IM ALTEN REICH. Geschichten aus der Zeit der Würzburger Fürstbischöfe. J.H. Röll Verlag, Dettelbach 2008, ISBN 978-3-89754-272-3, Seite 30 (Zitiert nach Google Books) .
Im Original ist das Wort »Feuereimer« kursiv gesetzt.
„Nachdem die Ladentür zugefallen war, nahm er das Blatt Papier, zerknüllte es und warf es in den Eimer unter der Theke.“ Nava Ebrahimi: Sechzehn Wörter. Roman. btb, München 2019, ISBN 978-3-442-71754-5 , Seite 132.
(outdated) Volumenmaß für Flüssigkeiten von unterschiedlicher Größe, das zumeist als Schankmaß vor allem für Wein verwendet wurde
„[…], so will ich euch bitten, mir das Häusgen drunten im Dorf zu räumen, das schon eine gute Weil leer steht, und da wollt ich mir ein Eimer zwanzig Wein einlegen, und wirthschaften in meinen alten Tagen.“ Friedrich Schiller: Die Räuber. Ein Schauspiel. Frankfurt und Leipzig 1781, Seite 151 (Zitiert nach Google Books) .
Das Volumenmaß Eimer unterlag regionalen Schwankungen.
eine der Vorrichtungen zum Schürfen (Schürfkübel), die sich an einem Eimerbagger befindet
„Kreischend und quietschend graben die Eimer des Baggers an der geführten Baggerkette die Massen ab, lautlos, fast gespenstisch wandert das Gigantenwerk auf gut verlagertem, starkem Gleis die Länge des Tagebaues auf und ab.“ Günter Bayerl: Peripherie als Schicksal und Chance. Studien zur neueren Geschichte der Niederlausitz. In: Die Niederlausitz am Anfang des 21. Jahrhunderts. Geschichte und Gegenwart. 1. Band, Waxmann, Münster 2011, ISBN 978-3-8309-2365-7, ISSN 2191-6497, Seite 474 (Zitiert nach Google Books) .
(übertragen, umgangssprachlich, zu [1]) Filzhut oder eine ähnliche Kopfbedeckung, der senkrecht über den Kopf gestülpt ist
(übertragen, umgangssprachlich, zu [1]) Stiefel
(übertragen, umgangssprachlich, zu [1]) Bierkrug, der einen Liter fasst
(übertragen, umgangssprachlich, zu [1]) kelchartiges Trinkgefäß mit Fuß (und Deckel); 0,5-Liter-Glas
(derogatory, übertragen, umgangssprachlich, zu [1]) (altes oder nicht zuverlässiges) Fahrzeug (Auto, Flugzeug, Schiff oder dergleichen)
„»Und auf See? Hattet ihr schlechtes Wetter? Rollt der Dampfer sehr?« Hier mischt sich Gerd ins Gespräch: »Der olle Eimer läuft doch nix, da rollt er auch nich! So was Gemütliches findest du nicht wieder! Eine lahme Ente, daß sag’ ich Dir!«“ Hans Gert Franzkeit: Westsee. Reisen »vor dem Mast« 1953. Books on Demand, Hamburg 2000, ISBN 3-89811-424-4, Seite 80 (Zitiert nach Google Books) .
(übertragen, umgangssprachlich, zu [1]) Aborttrichter; Abort
(Schimpfwort, übertragen, umgangssprachlich, zu [1]) dumme, einfältige (bisweilen auch sonderliche) Person
„Erst mal ’ne Oma haben, du Eimer!“ Bernd Schirmer: Brot und Salz. 15 Hörspiele aus den siebziger Jahren. 1. Auflage. Philipp Reclam jun. Leipzig, Leipzig 1982, Seite 360 (Zitiert nach Google Books) .
„Bis eben jene Evi ihn fragte: ‚Sachma, du Eimer, willze mich verarschen oder meinze dat jetz ernst?‘.“ Armin Opherden: Tipps gegen Liebeskummer. Aus praktischer Erfahrung. Books on Demand, Norderstedt 2011, ISBN 978-3-8423-4313-9, Seite 63 (Zitiert nach Google Books) .
„Nee, du Eimer, ich mein’ das Salz in der Werra.“ Benno Weiß: Plauen, Morgenbergstraße. Eine deutsch-deutsche Chronik. Books on Demand, Norderstedt 2005, ISBN 3-8334-2980-1, Seite 96 (Zitiert nach Google Books) .
(übertragen, umgangssprachlich, zu [1]) hässliches Mädchen
(übertragen, umgangssprachlich, zu [1]) Unternehmung oder dergleichen, die (unerwarteterweise) enttäuschend, negativ, schlecht ausgeht