Husche de · NOUN · etymology 1
Pronunciation
- audio
- rhymes ʊʃə
- [ˈhʊʃə]
Etymology
[1] Es handelt sich um eine seit dem 15. Jahrhundert bezeugte Ableitung zur onomatopoetischen, interjektiven Partikel husch. [2] Diese im Oberdeutschen aufgekommene Bedeutung ist ab 1500 bezeugt. [4] Ab dem Ersten Weltkrieg ist diese Bedeutung bezeugt.
Meanings
-
(North German, colloquial, ostmitteldeutsch) kurzer, schauerartiger Regen- oder Schneefall
Nach der Husche sahen sie einen Regenbogen am Himmel.
„Auch am Samstagabend gab es nur eine kleine Husche.“
Detlef Anders: Vier Tage im Pferdefieber. In: Mitteldeutsche Zeitung. 21. August 2017, Seite 9 .„Für ihn ist es ne Affenhitze, aber nach der Demse gibt es ne Husche.“
Volker Blech: Der Wetterbericht. In: Berliner Morgenpost. 22. Juli 2003, Seite 9 .„Es bilden sich im Tagesverlauf Schauer, die örtlich auch kräftige Huschen bringen können.“
Schauer mit wenigen Sonnenstrahlen. In: Lausitzer Rundschau. 12. Juni 2009, Seite 12 (Ausgabe Calau) .„Der Wind blies eine Huſche Schnee eiskalt zum Fenſter herein, als Einhart in ſein Atelier trat, wo hinter einem Wandſchirm ſein Bett ſtand.“
Carl Hauptmann: Einhart, der Lächler. Roman. Erſter Band, Marquardt & Co. Verlag, Berlin 1907, Seite 239 (Zitiert nach Internet Archive) .„Die Lehrer klumpten auf dem Korridor zusammen, weil gerade eine Husche über das Dorf strich.“
Walter Kempowski: Heile Welt. Roman. 1. Auflage. Albrecht Knaus, München 1998, ISBN 3-8135-0051-9, Seite 373 (Zitiert nach Google Books) .„Vor allem heute kann es noch kurze Huschen geben, bevor sie am Sonntag seltener werden.“
Nicht mehr ganz so heiß Wetterprognose: Tiefausläufer bringen einge Schauer mit. In: Märkische Allgemeine. 16. Juni 2007, Seite 4 (Ausgabe Königs Wusterhausen) .„Die Pfingstnässe war da vielerorts nicht viel mehr als eine willkommene Husche.“
Nasse Pfingsten und fettes Fest. In: Schweriner Volkszeitung. 17. Mai 2016, Seite 7 (Ausgabe Hagenow) .„Hafenbetriebsleiter Bernd Zimmermann schüttelt aber den Kopf: So eine Husche »hat noch keine spürbaren Auswirkungen auf den Wasserstand.«“
Eine Husche reicht nicht. In: Sächsische Zeitung. 8. Oktober 2003, Seite 13 .„Immer wieder kam mal eine Husche runter.“
Frank Kalla: Meine Woche: Nichts währt für die Ewigkeit. In: Ostthüringer Zeitung. 2. Juni 2012, Seite 15 .„Doch auf einen strahlend sonnigen Mittwoch folgte gestern früh erst mal eine dicke Husche Winter: So gegen fünf Uhr hatte es angefangen zu schneien.“
Weißer Spuk am Morgen. Massive Schneefälle sorgten gestern für Probleme im Berufs- und Schülerverkehr. In: Thüringer Allgemeine. 18. Februar 2000 .„Immer wieder lugte die liebe Sonne durch die Wolken. Und die kleinen Huschen zwischendurch nutzten dann die Spaziergänger zum Shoppen in den Einkaufs-Tempeln.“
Biker, Blumen und viel „Biel“. In: Berliner Kurier. Nummer 69, 11. März 2001, ISSN 1437-3475, Seite 12 .„Das ist schwer in diesem wechselhaften Sommer. Nicht, dass große Niederschläge vom Himmel gekommen wären. Mal ein Niesel da, mal eine Husche dort.“
Sigrid Werner: Nur kleine Körner nach Durststrecke. In: Nordkurier. 10. August 2016, Seite 17 (Regionalausgabe Prenzlauer Zeitung) .„Schon am Nachm[ittag]. bekommen wir starke Staubwolken mit einer Husche Regen; außer den wenigen Tropfen am Gebel Barkal fast seit 8 Monaten der erste wieder.“
Georg Gustav Erbkam; in der Transkription von Elke Freier, unter Mitarbeit von Stefan Grunert, herausgegeben von der Arbeitsgruppe Altägyptisches Wörterbuch der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften (Herausgeber): Tagebuch meiner egyptischen Reise. 1. Auflage. [Teil 2] Aufenthalt im Fayum; Reise durch Egypten nach Nubien und zurück bis Philae. vom 24sten Mai 1843 bis 23sten September 1844., [sine editio], [Ägypten] [1843–44], Seite [174] (Zitiert nach Deutsches Textarchiv) .„[…]; ſie [= Spargelstangen] ſtecken ja drin un ob ſie nu heute rauskommen oder morgen, is ja ganz egal. Eine düchtige Huſche, ſo wie die vor Pfingſten, und Du ſollſt mal ſehn.“
Theodor Fontane: Irrungen, Wirrungen. Roman. 1. Auflage. Verlag von F. W. Steffens, Leipzig [1888], Seite 16 (Zitiert nach Deutsches Textarchiv) .„Während am Sonnabend die eine oder andere Husche für kurze Schauer am Strand unterhalb von Leuchtturm und Teepott sorgte, herrschte am Sonntag eitel Sonnenschein.“
Der Pokal geht nach Hamburg. In: Norddeutsche Neueste Nachrichten. 27. Mai 2015, Seite 18 .
- ((Ostpreußen, Westpreußen), historical, mitteldeutsch, oberdeutsch, regional) (im Husch = im Nu ausgeführter) Schlag mit der flachen Hand ins Gesicht
-
((Ostpreußen, Westpreußen), historical, regional) Öffnung im unteren Teil des (hauptsächlich menschlichen) Gesichtes, hauptsächlich zur Nahrungsaufnahme und zur Lautbildung genutzt
„Weib, halt’ deine lose Husche,
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(soldatensprachlich) kurzzeitiger feindlicher Feuerüberfall
„Die ruſſiſche Artillerie ſtreute wohl dann und wann mit Schrapnells und Granaten unſre Gräben ab, ein Volltreffer ſchlug ſogar einmal meinen Unterſtand, als ich gerade die Tür aufmachte, zu einem Scherbenhaufen zuſammen, aber alles das ging immer raſch wie ein Mairegen, eine ‚Huſche‘, vorüber, der Franzoſe hatte dies Spiel viel beſſer verſtanden, und im ganzen nahmen wir ‚Iwan den Schrecklichen‘, wie der Ruſſe bei uns hieß, nicht ganz ernſt.“
Walter Flex: Der Wanderer zwiſchen beiden Welten. Ein Kriegserlebnis. C. H. Beck’ſche Verlagsbuchhandlung Oskar Beck, München 1917, Seite 28 (Zitiert nach Google Books) .
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((Rotlichtsprache), sondersprachlich) hysterischer Homosexueller mit femininem Gebaren
„Ebenfalls dort wurden mit geschickter Hand sämtliche blondierte Szene-Huschen als Statisten gecastet.“
Axel Schock, Manuela Kay: Out im Kino! Das lesbisch-schwule Filmlexikon. 1. Auflage. Querverlag, Berlin 2003, ISBN 3-89656-090-5, Seite 67 (Zitiert nach Google Books) .„Außerhalb von Ostberlin und Leipzig existierte praktisch kein öffentliches schwules Leben, und ostdeutsche Schwule waren weit davon entfernt, sich wie im Westen als «Mode-Huschen» oder «Kultur-Tunten» in Szene zu setzen.“
Joachim Bartholomae, Volker Weiß: Schwules Leben in der DDR. Eine Spurensuche. In: Rainer Marbach, Volker Weiß (Herausgeber): Konformitäten und Konfrontationen. Homosexuelle in der DDR. 1. Auflage. Männerschwarm Verlag, Hamburg 2017 (Edition Waldschlösschen/Band 14; Geschichte der Homosexuellen in Deutschland nach 1945/Band 4), ISBN 978-3-86300-182-7, Seite 15 (Zitiert nach Google Books) .„Die «Tunten, Tanten, Trinen, Huschen, Puschen» usw. stellten die unterste Kaste innerhalb der homosexuellen Minderheit dar.“
Hans-Georg Stümke, Rudi Finkler: Rosa Winkel, Rosa Listen. Homosexuelle und «Gesundes Volksempfinden» von Auschwitz bis heute. Originalausgabe, Rowohlt, Reinbek bei Hamburg 1981 (rororo ; 4827 : rororo aktuell), ISBN 3-499-14827-7, Seite 105 (Zitiert nach Google Books) .„Nicht die »Tunten, Tanten, Trinen, Huschen, Puschen«, sondern »gesunde, gerade Kerle, Jungens aus der Wandervogelbewegung, Offiziere oder Sportler« sollen das öffentliche Bild vom Homosexuellen prägen.“
Heinz-Dieter Schilling (Herausgeber): Schwule und Faschismus. Elefanten Press, Berlin (West) 1983, ISBN 3-88520-114-3, Seite 11 (Zitiert nach Google Books) .„Was aber eine Tunte, eine Husche, ein Drag (King wie Queen), eine Transe, eine Triene oder eine Tücke genau ist, ist regional und historisch verschieden, nicht zu definieren und soll natürlich für Außenstehende auch nur bedingt begreifbar sein.“
Jens Dobler; Verein zur Erforschung und Darstellung der Geschichte Kreuzbergs e. V. (Herausgeber): Von anderen Ufern. Geschichte der Berliner Lesben und Schwulen in Kreuzberg und Friedrichshain. Bruno Gmünder Verlag, Berlin 2003, Seite 14 (Zitiert nach Google Books) .
Forms
| Spelling | Features | Labels | Source |
|---|---|---|---|
| Hubsche | Gender=Fem | (Ostpreußen, Westpreußen), sense_index:3, variant | lexicographic |
| Husche | Case=Acc, Gender=Fem, Number=Sing | lexicographic | |
| Husche | Case=Gen, Gender=Fem, Number=Sing | lexicographic | |
| Husche | Case=Nom, Gender=Fem, Number=Sing | lexicographic | |
| Husche | Case=Dat, Gender=Fem, Number=Sing | lexicographic | |
| Huscher | Gender=Fem | nordostdeutsch, ostmitteldeutsch, sense_index:1, variant | lexicographic |
| Huschen | Case=Dat, Gender=Fem, Number=Plur | lexicographic | |
| Huschen | Case=Nom, Gender=Fem, Number=Plur | lexicographic | |
| Huschen | Case=Acc, Gender=Fem, Number=Plur | lexicographic | |
| Huschen | Case=Gen, Gender=Fem, Number=Plur | lexicographic | |
| Husch | Gender=Fem | (Ostpreußen, Westpreußen), sense_index:1, variant | lexicographic |
Coordinates
Guss · Dusche · Gutsch · Sturzregen · Wolkenbruch · Regenguss · Nassauer · Platzregen
Hypernyms
Schauer · Mann · Feuerüberfall · Körperteil · Person · Mensch · Homosexueller · Körperöffnung · Schlag · Niederschlag
Synonyms
Os · Flasche · Hudel · Fotze · Backenstreich · salopp · Pappen · Triel · Knallschote · Fotze · Plappermäulchen · bildungssprachlich · Rand · Wangenstreich · Mund · mitteldeutsch · Flappe · Schnabel · Schelle · Sabbel · Dachtel · Fauze · Schneeschauer · Schlund · Futterluke · Rüssel · Ohrfeige · Klatsche · Gusche · Watsche · Gusch · Fresse · Backpfeife · Maulschelle · Tatschkerl · Regenschauer · Tätschen · Klappe · Maul · Schnute · Gehege der Zähne · Schnauze · Gosche · Gosch
Translations (49)
fr averse (kurzer, schauerartiger Regen- oder Schneefall) · fr soufflet (im Nu ausgeführter Schlag mit der flachen Hand ins Gesicht) · en yap (Öffnung im unteren Teil des Gesichtes, zur Nahrungsaufnahme und zur Lautbildung genutzt) · en mouth (Öffnung im unteren Teil des Gesichtes, zur Nahrungsaufnahme und zur Lautbildung genutzt) · fr mornifle (im Nu ausgeführter Schlag mit der flachen Hand ins Gesicht) · fr gueule (Öffnung im unteren Teil des Gesichtes, zur Nahrungsaufnahme und zur Lautbildung genutzt) · fr baffe (im Nu ausgeführter Schlag mit der flachen Hand ins Gesicht) · en shower (kurzer, schauerartiger Regen- oder Schneefall) · fr trappe (Öffnung im unteren Teil des Gesichtes, zur Nahrungsaufnahme und zur Lautbildung genutzt) · en mush (Öffnung im unteren Teil des Gesichtes, zur Nahrungsaufnahme und zur Lautbildung genutzt) · sv skur (kurzer, schauerartiger Regen- oder Schneefall) · en poof (sondersprachlich (Rotlichtsprache): hysterischer Homosexueller mit femininem Gebaren) · en poofter / poofta / pooftah (sondersprachlich (Rotlichtsprache): hysterischer Homosexueller mit femininem Gebaren) · fr fiotte (sondersprachlich (Rotlichtsprache): hysterischer Homosexueller mit femininem Gebaren) · en cakehole (Öffnung im unteren Teil des Gesichtes, zur Nahrungsaufnahme und zur Lautbildung genutzt) · en pimp slap (im Nu ausgeführter Schlag mit der flachen Hand ins Gesicht) · fr goulot (Öffnung im unteren Teil des Gesichtes, zur Nahrungsaufnahme und zur Lautbildung genutzt) · en CC boy (sondersprachlich (Rotlichtsprache): hysterischer Homosexueller mit femininem Gebaren) · en cuff on the ear (im Nu ausgeführter Schlag mit der flachen Hand ins Gesicht) · fr ondée (kurzer, schauerartiger Regen- oder Schneefall) · fr fif / fifi (sondersprachlich (Rotlichtsprache): hysterischer Homosexueller mit femininem Gebaren) · en gob (Öffnung im unteren Teil des Gesichtes, zur Nahrungsaufnahme und zur Lautbildung genutzt) · en box on the ear (im Nu ausgeführter Schlag mit der flachen Hand ins Gesicht) · fr taloche (im Nu ausgeführter Schlag mit der flachen Hand ins Gesicht) · fr giboulée (kurzer, schauerartiger Regen- oder Schneefall) · fr yeule (Öffnung im unteren Teil des Gesichtes, zur Nahrungsaufnahme und zur Lautbildung genutzt) · en maw (Öffnung im unteren Teil des Gesichtes, zur Nahrungsaufnahme und zur Lautbildung genutzt) · fr claque-merde (Öffnung im unteren Teil des Gesichtes, zur Nahrungsaufnahme und zur Lautbildung genutzt) · en piehole (Öffnung im unteren Teil des Gesichtes, zur Nahrungsaufnahme und zur Lautbildung genutzt) · en nancy boy (sondersprachlich (Rotlichtsprache): hysterischer Homosexueller mit femininem Gebaren) · en bazoo (Öffnung im unteren Teil des Gesichtes, zur Nahrungsaufnahme und zur Lautbildung genutzt) · en flamer (sondersprachlich (Rotlichtsprache): hysterischer Homosexueller mit femininem Gebaren) · en puss (Öffnung im unteren Teil des Gesichtes, zur Nahrungsaufnahme und zur Lautbildung genutzt) · fr gifle (im Nu ausgeführter Schlag mit der flachen Hand ins Gesicht) · en fairy (sondersprachlich (Rotlichtsprache): hysterischer Homosexueller mit femininem Gebaren) · fr tir de surprise (soldatensprachlich: kurzzeitiger feindlicher Feuerüberfall) · en kisser (Öffnung im unteren Teil des Gesichtes, zur Nahrungsaufnahme und zur Lautbildung genutzt) · en chops (Öffnung im unteren Teil des Gesichtes, zur Nahrungsaufnahme und zur Lautbildung genutzt) · en downpour (kurzer, schauerartiger Regen- oder Schneefall) · en surprise attack (soldatensprachlich: kurzzeitiger feindlicher Feuerüberfall) · fr marboulette (Öffnung im unteren Teil des Gesichtes, zur Nahrungsaufnahme und zur Lautbildung genutzt) · fr barboulette (Öffnung im unteren Teil des Gesichtes, zur Nahrungsaufnahme und zur Lautbildung genutzt) · fr attaque (brusquée) (soldatensprachlich: kurzzeitiger feindlicher Feuerüberfall) · fr clapet (Öffnung im unteren Teil des Gesichtes, zur Nahrungsaufnahme und zur Lautbildung genutzt) · en nancy (sondersprachlich (Rotlichtsprache): hysterischer Homosexueller mit femininem Gebaren) · fr margoulette (Öffnung im unteren Teil des Gesichtes, zur Nahrungsaufnahme und zur Lautbildung genutzt) · en surprise fire (soldatensprachlich: kurzzeitiger feindlicher Feuerüberfall) · en pansy (sondersprachlich (Rotlichtsprache): hysterischer Homosexueller mit femininem Gebaren) · en bitch slap (im Nu ausgeführter Schlag mit der flachen Hand ins Gesicht)