(regional) kleiner See oder Tümpel, der durch das Fluten einer tiefen Auskolkung aufgrund eines Deichbruchs (während einer Sturmflut) entstanden ist
„Bracks, bei Deichbruch entstandene Teiche, stehen im Mittelpunkt einer 40 Kilometer langen, ökologischen Stadtrundfahrt durch Vierlanden, die der ADFC am morgigen Sonntag veranstaltet.“ Stadtflucht. In: taz.die tageszeitung. 12. Juli 2003, ISSN 0931-9085, Seite 28 (Ausgabe Hamburg) .
„Aufgrund des hohen Grundwasserspiegels würde sich die Fläche mit Wasser füllen und ein künstliches Brack entstehen. Günther Jelonnek ist der Initiator dieses Projekts und meint: ‚Mit der Elbtalaue, dem künstlichen Brack und dem Rudower See hätte die Stadt einen richtigen Wasserkomplex.[…]‘“ Archäologen reden ein Wörtchen mit. In: Schweriner Volkszeitung. 12. Februar 2005, Seite 18 .
„Das brachte auch den örtlichen Angelverein auf die Palme, da die Mitglieder bei der Ausweisung des Schutzgebiets an der Elbe eisern um das Brack gekämpft hatten.“ Wogen am Sannes Brack wieder geglättet: Ärger wegen Sandablagerung in Angelgewässer beigelegt. Kompromiss gefunden. In: Märkische Allgemeine. 2. Februar 2007 .
„An den Bruchstellen wurden von der Gewalt des Wassers und des Eises tiefe Kuhlen, sogenannte Bracks, ausgespült, die bis zu zehn Meter und mehr tief waren.“ Hagenow: Vor 150 Jahren brach der Deich. In: Schweriner Volkszeitung. 2. März 2005, Seite 19 .
„Bei der katastrophalen Sturmflut im Jahre 1962 wurde das parkähnliche Gelände mit am stärksten überflutet. Kleine Seen und Teiche, so genannte ‚Bracks‘, blieben als Hinterlassenschaft zurück.“ In 80 Gärten um die Welt. In: General-Anzeiger. 6. Januar 2006, Seite 09 .
(regional) Tümpel, der sich aus Brackwasser gebildet hat
„Alfons Lehmann von der Planungsbehörde und Hans Elbing lassen sich die nächsten Bauschritte erläutern, fragen nach, hören auch, dass gestern neun Schlammpeitzger (stark gefährdeter Süßwasserfisch) innerhalb eines Bracks umgesiedelt wurden und man behutsam eine Krebsschere (seltene Wasserpflanzenart) umgesetzt hat.“ Hagenow: Hochwasserschutz an der Elbe fast komplett. In: Schweriner Volkszeitung. 13. August 2008, Seite 19 .
„[…] führte die Spur als Schnürspur über ein zugefrorenes Brack[…]“ Das Tier. Die internationale Illustrierte für Tier, Mensch und Natur. Heft 10, Bern/Stuttgart 1971, Seite 57. Zitiert nach Wissenschaftlicher Rat der Dudenredaktion (Herausgeber): Duden, Das große Wörterbuch der deutschen Sprache. In zehn Bänden. 3., völlig neu bearbeitete und erweiterte Auflage. 2. Band Bedi–Eink, Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 1999, ISBN 3-411-04753-4, DNB 96540790X , Stichwort »Brack«, Seite 649 und Wissenschaftlicher Rat und die Mitarbeiter der Dudenredaktion (Herausgeber): Duden, Das große Wörterbuch der deutschen Sprache. In sechs Bänden. 1. Auflage. 1. Band A–Ci, Dudenverlag, Mannheim/Wien/Zürich 1976, ISBN 3-411-01355-9, DNB 770507301 , Stichwort »Brack«, Seite 423.
(regional) ein durch Begradigung des Flusses abgetrennter Arm mit stehendem Wasser
„Andrea Schmidt vom Umweltzentrum Elbe in Bleckede verweist auf ausgedehnte Vordeichflächen, die regelmäßig überschwemmen, Bracks, Altarme und Flutrinnen.“ Eva Firzlaff: 1.000 Kilometer am Ufer entlang. In: taz.die tageszeitung. 12. Oktober 2002, ISSN 0931-9085, Seite 20 (Ausgabe Berlin) .
„Allein 150 Vogelarten fühlen sich in diesem Mix aus Grünland, alten Flussarmen, Bracks, Deichen und Dünen heimisch.“ Museum, Kirche, Schloss. In: Leipziger-Volkszeitung. 15. November 2003, Seite 2 .
en kolk lake (leiner See oder Tümpel, der durch das Fluten einer tiefen Auskolkung entstanden ist) · nl wiel (leiner See oder Tümpel, der durch das Fluten einer tiefen Auskolkung entstanden ist) · nds Brack (leiner See oder Tümpel, der durch das Fluten einer tiefen Auskolkung entstanden ist)
Das seit dem 14. Jahrhundert bezeugte Wort wurde aus dem Niederdeutschen entlehnt und ist zunächst als Wort des norddeutschen Handels belegt (vergleiche niederdeutsches brack ^(→ nds) ‚minderwertig, schlecht‘, bracken ^(→ nds) ‚aussondern, prüfen‘ und Bracker ^(→ nds) ‚Warenprüfer‘). Bei dem Wort handelt es sich um eine Lautvariante zu Wrack.
Meanings
(Kaufmannssprache, North German, jargon, regional) Produkt, Werkstoff, Werkstück, Ware, das/die fehlerhaft und minderwertig ist und deshalb aussortiert wird
Das Wort ist aus dem gleichbedeutend afrikaansem brak ^(→ af) entlehnt, das ‚basterhond‘ bedeutet und eine abwertende Bezeichnung für den Hund ist. Dieses geht wiederum auf das niederländische brak ^(→ nl) ‚jachthond‘ zurück, das im Mittelniederländischen ‚hond‘, ‚jachthond‘ und ‚speurhond‘ bedeutete und sich etymologisch vergleichen lässt mit deutschem Bracke ‚Spürhund‘.
„Jong[,] wenn diese Bracks immer die ganze Nacht kläffen, das macht mich so spüls!!“ Nach Joe Pütz: Das grosse Dickschenärie. Dickschenärie I & II Kommbeind Riekonndischend Gemoddifeid und Gesuhpt. 1. Auflage. Peters Antiques, Swakopmund 2001, ISBN 978-9-991-65046-3 , Stichwort »schpülls«, Seite 124 (Beispielsatz).
Der Originalsatz lautet: „Jong wenn diese Bracks (Hunde) immer die ganze Nacht kläffen, das macht mich so SCHPÜLLS!!“
„Wenn der bleddie Brack noch einmal die fokken Beester rumjagt, goi ich den mit ’ner Klippe vrek.“ Nach Joe Pütz: Das grosse Dickschenärie. Dickschenärie I & II Kommbeind Riekonndischend Gemoddifeid und Gesuhpt. 1. Auflage. Peters Antiques, Swakopmund 2001, ISBN 978-9-991-65046-3 , Stichwort »Brack«, Seite 31.
Der Originalsatz lautet: „Wenn der bleddie Brack (verfluchte Köter) noch einmal die fokken Behster rumjagt, choi (werfe) ich den mit ner Klippe (Stein) freck (tot).“
„Ob der bleddy Brack das schafft, is ’ne andere Frage.“ Getier im Gedränge. In: Allgemeine Zeitung Online (Windhoek, Namibia). 21. Oktober 2004, ISSN 1560-9421 (URL, abgerufen am 21. Juli 2015) .
„Der ganze Boden ist ebenfalls voll Brack, so daß man wie auf gefrorenem Schnee geht.“ August Remmets, H.-J. Rust, Alwin Kemna: Briefe aus Südwestafrika. Erlebnisberichte und Gedanken aus der Kalahari, im Einsatz beim Bahnbau und zum Diamantenfund, Eindrücke von der Heimfahrt über Süd- und Ostafrika. Namibia Wissenschaftliche Gesellschaft, Windhoek [1996], ISBN 99916-40-00-2, Seite 90 (Zitiert nach Google Books) .
„Ihre Wurzeln stecken im Brackboden oder wie hier am Südstrand direkt im Ufersand, mit Meerwasser getränkt. Die nehmen die bitter-salzige Feuchtigkeit auf und schwitzen Brack aus.“ Knirschend und salzig am Südstrand. In: Allgemeine Zeitung Online (Windhoek, Namibia). 6. Mai 2010, ISSN 1560-9421 (URL, abgerufen am 21. Juli 2015) .
„Die Brasilianer, so sagt mir Meister Liebenberg aus dem Küstenort, benutzen das resistente Prosopisholz in nasser Meeresnähe, weil es Brack und Witterung standhalte.“ Unter lila Kuppeln und Hitzewölkchen in den Sommer. In: Allgemeine Zeitung Online (Windhoek, Namibia). 16. Oktober 2014, ISSN 1560-9421 (URL, abgerufen am 21. Juli 2015) .