Die Präposition geht über die mittelhochdeutschen Formen ob ^(→ gmh) und obe ^(→ gmh) auf das seit dem 8. Jahrhundert bezeugte althochdeutsche oba ^(→ goh) zurück, das als Adverb ‚oben, oberhalb‘ und als Präposition ‚über, oberhalb von‘ bedeutet. Diese Form geht wie altenglisches ufe- ^(→ ang) (zum Beispiel in ufeweard ^(→ ang) ‚Adjektiv: aufwärts gerichtet, ansteigend, höher; später; Substantiv: Oberteil, Außenseite‘), altnordisches of ^(→ non) ‚Präposition, Adverb: auf, über, durch, zwischen, wegen, gegen‘, gotisches 𐌿𐍆 (uf) ^(→ got) ‚Präposition: unter‘, altgriechisches ὑπό (hypo^☆) ^(→ grc) ‚Präposition: unter‘ und ὕπο (hypo^☆) ^(→ grc) ‚Adverb: unten‘ sowie lateinisches sub ^(→ la) ‚Präposition: unter‘ auf die (erschlossenen) indoeuropäischen Wurzelformen *upo, *up, *eup zurück, deren angenommene Bedeutung wohl ursprünglich ‚unten an etwas heran‘ lautete und sich später zu ‚(von unten) hinauf, über‘ entwickelte (siehe auch auf).
Meanings
(dative, genitive prepositional, kausal, rare, sowie, zumeist) begründet, veranlasst durch
„Ließ er sich zu einem Ausbruch hinreißen – egal, ob des Ärgers oder der Freude –, überfiel ihn danach meistens eine geradezu panische Schwermut.“ Martin Walser: Ein fliehendes Pferd. Novelle. 1.–25. Tausend, Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 1978, ISBN 3-518-04269-6, Seite 80 .
„Ob des erlittenen Schreckens nahm Frau Mondtraut Abstand davon, weiter hinaufzugehen.“ Herbert Franke (Herausgeber): Djin Ping Meh. Ein Sittenroman aus der Ming-Zeit. Schlehenblüten in goldener Vase. Band 2, Ullstein, Berlin/Frankfurt am Main 1987 (übersetzt von Otto und Artur Kibat), ISBN 3-549-06673-2, Seite 284 (Chinesische Originalausgabe 1755) .
„Ob solch unmönchischen Verhaltens zur Rede gestellt, antwortete er, dies sei der beste Weg, des Menschen Herz zu studieren.“ Bodo Uhse: Tagebuch aus China. Aufbau Verlag, Berlin 1956, Seite 123 .
«Sonder krümmte sich ob des stechenden Schmerzes in seiner Seite.» Felix Mettler: Der Keiler. Roman. 4. Auflage. Ammann Verlag, Zürich 1990, ISBN 3-250-10137-0, Seite 53 (Zitiert nach Google Books) .
„Auch Janko Ferk, ein gediegener Autobahnbenützer mitteleuropäischen Zuschnitts, war kaum zu beruhigen ob des geschlichenen Tempos, das er eine Woche lang in seinem Mietauto schon auszuhalten gehabt hatte.“ Reinhard P. Gruber: Einmal Amerika und zurück. [1993]. In: Maximilian Droschl (Herausgeber): Werke. Band 8, Literaturverlag Droschl, Graz/Wien 2005, ISBN 3-85420-695-X, Seite 13–14 (Zitiert nach Google Books) .
„Diese waren auch nötig, vor allem wegen der Ratlosigkeit, die sich ob des zukünftigen Namens bei allen einstellte.“ Jan Josef Liefers: Soundtrack meiner Kindheit. Rowohlt-Taschenbuch-Verlag, Reinbek bei Hamburg 2011, ISBN 978-3-499-62592-3, Seite 88 (Erstauflage 2009) .
(dative, regional) weiter oben (als das Vergleichsobjekt) befindlich
«Wie eine einzige Gewitterdecke hing alles ob den Häuptern.» Heinrich Federer: Berge und Menschen. Roman. G. Grote, Berlin 1913, Seite 443 (Zitiert nach Google Books; Erstausgabe 1911) .
«Und es schneit weiter; schneit und schneit, schneit den Schneepflug zu, welcher ob der Sägerei, in der Kurve vor der Brücke, übers Wegbord geraten ist; […] » Reto Hänny: Schnee-Fuge. In: Christoph Siegrist (Herausgeber): Schweizer Erzählungen. Deutschschweizer Prosa seit 1950. Band 1, Suhrkamp, Frankfurt am Main 1990, Seite 74 (Zitiert nach Google Books) .
„Vor bald dreissig Jahren entfloh Gübi Luck dem hektischen Leben als Ingenieur und Firmeninhaber. Seither wohnt er abgeschieden ob Chur. Sein grösster Reichtum: Zeit.“ Daniel Röthlisberger: «Ich liebe die Stille, die mich umgibt». 16. Dezember 2024, abgerufen am 17. Dezember 2024.
(outdated, temporal) drückt aus, dass ein Vorgang gleichzeitig zu einem anderen abläuft
„Jhr habt ja immer das liebe Gebet uͤber alle Haͤuſſer hinausgeworffen, habt mir ſo manche Poſtill und Bibelbuch an den Kopf gejagt, wenn ihr mich ob dem Beten ertapptet —“ [Friedrich Schiller]: Die Raͤuber. Ein Schauſpiel. 1. Auflage. [sine editio], Frankfurt und Leipzig 1781, Seite 199 (Zitiert nach Deutsches Textarchiv) .
ro deasupra (lokal; mit Dativ: weiter oben (als das Vergleichsobjekt) befindlich) · fr montée (lokal; mit Dativ: weiter oben (als das Vergleichsobjekt) befindlich) · en because of (kausal; Präposition mit Genitiv sowie zumeist selten mit Dativ: begründet, veranlasst durch) · ro deasupra (temporal; veraltet: drückt aus, dass ein Vorgang gleichzeitig zu einem anderen abläuft) · sv för … skull (kausal; Präposition mit Genitiv sowie zumeist selten mit Dativ: begründet, veranlasst durch) · sv på grund av (kausal; Präposition mit Genitiv sowie zumeist selten mit Dativ: begründet, veranlasst durch) · en above (lokal; mit Dativ: weiter oben (als das Vergleichsobjekt) befindlich) · fr à cause de (kausal; Präposition mit Genitiv sowie zumeist selten mit Dativ: begründet, veranlasst durch) · fr au-dessus (lokal; mit Dativ: weiter oben (als das Vergleichsobjekt) befindlich) · fr du fait de (kausal; Präposition mit Genitiv sowie zumeist selten mit Dativ: begründet, veranlasst durch) · en owing to (kausal; Präposition mit Genitiv sowie zumeist selten mit Dativ: begründet, veranlasst durch) · en on (lokal; mit Dativ: weiter oben (als das Vergleichsobjekt) befindlich) · en while (temporal; veraltet: drückt aus, dass ein Vorgang gleichzeitig zu einem anderen abläuft) · ro peste (lokal; mit Dativ: weiter oben (als das Vergleichsobjekt) befindlich) · en atop (lokal; mit Dativ: weiter oben (als das Vergleichsobjekt) befindlich) · ro peste (temporal; veraltet: drückt aus, dass ein Vorgang gleichzeitig zu einem anderen abläuft) · en upon (lokal; mit Dativ: weiter oben (als das Vergleichsobjekt) befindlich) · fr sur (lokal; mit Dativ: weiter oben (als das Vergleichsobjekt) befindlich) · en uphill (lokal; mit Dativ: weiter oben (als das Vergleichsobjekt) befindlich) · sv ovanför (lokal; mit Dativ: weiter oben (als das Vergleichsobjekt) befindlich) · ro din cauza (kausal; Präposition mit Genitiv sowie zumeist selten mit Dativ: begründet, veranlasst durch) · fr en amont de (lokal; mit Dativ: weiter oben (als das Vergleichsobjekt) befindlich) · en due to (kausal; Präposition mit Genitiv sowie zumeist selten mit Dativ: begründet, veranlasst durch) · fr dû à / due à (kausal; Präposition mit Genitiv sowie zumeist selten mit Dativ: begründet, veranlasst durch) · en on account of (kausal; Präposition mit Genitiv sowie zumeist selten mit Dativ: begründet, veranlasst durch) · en over (lokal; mit Dativ: weiter oben (als das Vergleichsobjekt) befindlich) · fr pour (kausal; Präposition mit Genitiv sowie zumeist selten mit Dativ: begründet, veranlasst durch) · fr de par (kausal; Präposition mit Genitiv sowie zumeist selten mit Dativ: begründet, veranlasst durch)
Die Konjunktion geht über die mittelhochdeutschen Formen ob ^(→ gmh), obe ^(→ gmh) und op ^(→ gmh) (frühmittelhochdeutsch auch ube ^(→ gmh)) ‚ob; wenn (auch)‘ auf die seit dem 8. Jahrhundert bezeugte althochdeutsche Form ibu ^(→ goh) sowie auf spätere (entweder durch Veränderung und Umstellung der Vokale oder auf einer anderen Grundform beruhenden) Varianten wie ibi ^(→ goh), ubi ^(→ goh), ube ^(→ goh) und oba ^(→ goh) zurück. All diese Formen lassen sich etymologisch vergleichen mit altsächsischem ef ^(→ osx) und of ^(→ osx), mittelniederdeutschem of ^(→ gml), ef ^(→ gml) sowie (durch Vermischung mit den mittelniederdeutschen Formen für oder) oft ^(→ gml) / ofte ^(→ gml) und eft ^(→ gml) / efte ^(→ gml) ‚ob; wenn‘, altniederfränkischem of ^(→ odt) ‚wenn‘, mittelniederländischem of ^(→ dum) und jof ^(→ dum) ‚ob; wenn (auch)‘, niederländischem of ^(→ nl) ‚ob; als‘, altfriesischem ief ^(→ ofs) / ef ^(→ ofs), gef ^(→ ofs), iof ^(→ ofs) / of ^(→ ofs) und ieft ^(→ ofs) ‚wenn‘, altenglischem gif ^(→ ang), englischem if ^(→ en) ‚ob; wenn (auch)‘, altnordischem ef ^(→ non) und if ^(→ non) ‚wenn‘ sowie gotischem 𐌹𐌱𐌰𐌹 (ibai) ^(→ got), 𐌹𐌱𐌰 (iba) ^(→ got) ‚ob denn, etwa, wohl, dass nicht‘.
Die im Germanischen bezeugten Verwendungen scheinen auf eine den Zustand der Ungewissheit kennzeichnenden Partikel schließen zu lassen, deren Herleitung jedoch unklar bleibt. Der Wortanfang lässt wahrscheinlich den (erschlossenen) indoeuropäischen Pronominalstamm *e-, *i- (mit ursprünglich demonstrativer Funktion; siehe er, es) erkennen, doch weisen die westgermanischen Formen mit j-, i- und g-Anlaut, die gotischem 𐌾𐌰𐌱𐌰𐌹 (jabai) ^(→ got) ‚wenn‘ entsprechen, auf Einflüsse des (erschlossenen) indoeuropäischen Relativstamms *i̯o-. Der zweite, mit einem Labial beginnende Wortteil könnte wie enklitisches gotisches 𐌱𐌰 (ba) ^(→ got) ‚wenn‘ zu awestischem 𐬠𐬁 (bā) ^(→ ae) ‚fürwahr‘, altgriechischem φή (phē^☆) ^(→ grc) / φῆ (phē^☆) ^(→ grc) ‚wie, gleichwie‘, armenischem բա (ba^☆) ^(→ hy) und բաի (bai^☆) ^(→ hy) ‚gewiss, freilich‘, altslawischem бѡ (bo) ^(→ cu) ‚denn; nun; also‘ und litauischem ba ^(→ lv) ‚denn, ja‘ gestellt und an die (erschlossene) indoeuropäische Beteuerungs- und Hervorhebungspartikel *bhē̌, *bhō̌ angeschlossen werden, falls nicht (erschlossenes) indoeuropäisches *bhō(u) ‚beide‘ (zweites Glied von indoeuropäischem *ambhō(u); siehe beide) zugrunde liegt.
Im Deutschen eröffnet die Konjunktion seit den frühesten Zeugnissen abhängige Fragesätze, mit denen Zweifel an der Wahrheit eines Sachverhalts oder Streben nach Gewissheit zum Ausdruck gebracht werden; dabei wird (schon im Mittelhochdeutschen) der regierende Satz gelegentlich erspart, so vor allem bei verwundertem Wiederholen des Wortlauts einer absurden Frage (Ob ich diese Stadt kenne? Ich bin ja dort aufgewachsen.), woraus sich wiederum umgangssprachliches und ob als nachdrückliche Bejahung einer Entscheidungsfrage erklärt. Konditionaler Gebrauch ist im Althochdeutschen und Mittelhochdeutschen üblich, seit frühneuhochdeutscher Zeit wird ob jedoch in diesem Sinne zunehmend durch wenn verdrängt und begegnet im 18., 19. Jahrhundert und 20. Jahrhundert nur noch vereinzelt; es bleibt lebendig in der mittelhochdeutschen und neuhochdeutschen Verbindung als ob ‚wie wenn‘ (bei angenommenem Vergleich, wo im Mittelhochdeutsch ob ^(→ gmh) / obe ^(→ gmh) beziehungsweise als ^(→ gmh) / alsō ^(→ gmh) auch allein stehen kann). In den ältesten deutschen Sprachstufen ermöglicht die Konjunktion außerdem den Anschluss von Konzessivsätzen; später tritt häufig ein die Einräumung verdeutlichendes Adverb hinzu, das im Neuhochdeutschen mit ob zusammenwächst und allenfalls in feierlich-altertümlicher Rede noch abgetrennt wird. Daher die zusammengesetzten Konjunktionen obwohl (17. Jahrhundert), älter obwoln, ob wol (16. Jahrhundert), ob(e) … wol(e) (15. Jahrhundert); obgleich (16. Jahrhundert), bis ins 18. Jahrhundert daneben ob gleich, ob … gleich (16. Jahrhundert); obschon (16. Jahrhundert), bis ins 18. Jahrhundert auch ob schon (16. Jahrhundert), ob … schon (15. Jahrhundert), mittelhochdeutsch (vereinzelt) obe schōne ^(→ gmh); obzwar (Ende des 18. Jahrhunderts), zuvor ob zwar (17. Jahrhundert), ob … zwar (16. Jahrhundert).
Meanings
leitet indirekte Fragesätze sowie Ungewissheit, Zweifel oder dergleichen ausdrückende Nebensätze ein (in Form von Subjekt-, Objekt- und Attributsätzen)
Objektsatz: Sie fragte sich, ob er sie noch kennt.
Attributsatz: Die Ungewissheit, ob sie jemals wieder vollständig genesen wird, beunruhigte uns.
„Der Präsident kommt nie nach halb neun. Ob du ihn mal anrufst?“ Manfred Bieler: Der Mädchenkrieg. Roman. Hoffmann & Campe, Hamburg 1975, ISBN 3-455-00351-6, Seite 433 .
Subjektsatz: Ob er kommt, ist unklar.
„Oft aber auch machte der Wein sie müde und verzweifelt, und dann kämpfte sie einen verschieden ausgehenden Kampf, ob sie bleiben und unter seinen Augen leiden oder sich zurückziehen und in der Einsamkeit um ihn weinen sollte.“ Thomas Mann: Die Betrogene. Erzählung. 16.–20. Tausend, S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 1954, Seite 55 (Erstveröffentlichung 1953) .
Fragesatz: Er wollte wissen, ob wir einen Hund besitzen.
(bis, konditional, outdated, zumeist in Verbindung mit nachfolgend verstärkendem »auch«) auch / selbst / sogar unter der Bedingung, Voraussetzung, dass… ; auch / selbst / sogar für den Fall, dass…
„Soldaten sind sie wieder, die nichts mehr kennen als blinden Gehorsam, ob er auch in den Tod führt.“ Georg Kaiser: Villa Aurea. Roman. Kessler Verlag, Mannheim 1952, Seite 27 (Erstausgabe im Querido-Verlag, Amsterdam 1940) .
„Noch liebte Chiano Concita, ob er schon anfing, sie zu hassen, Concita liebte Chiano nicht mehr, ob sie noch davor bangte, ihn zu verlieren.“ Annette Kolb: Die Schaukel. S. Fischer, Berlin 1934, Seite 107 (Zitiert nach Google Books) .
(bis, konzessiv, outdated, zumeist in Verbindung mit nachfolgend verstärkendem »auch«, »gleich«, »schon«, »wohl«, »zwar«) ungeachtet der Tatsache, dass… ; wenn auch…
„Und ob er gleich um fremdes Gut jahrelang stritt, sein Begehren griff nicht nach Frieden des Gewinns, sondern sehnte sich aus der Seele hinaus; in den Stirnen saß die Gewalt der Catene, bloß kamen stumme Taten aus den Stirnen.“ Robert Musil: Drei Frauen. Novellen. Rowohlt, Berlin 1924, Seite 67 (Zitiert nach Google Books) .
„Aber dieſe Form zu beſtimmen darf darum nicht ſofort als ein Geſchaͤft des goͤttlichen Geſetzgebers angeſehen werden, vielmehr kann man mit Grunde annehmen, der goͤttliche Wille ſey: daß wir die Vernunftidee eines ſolchen gemeinen Weſens ſelbſt ausfuͤhren, und ob die Menſchen zwar manche Form einer Kirche mit ungluͤcklichem Erfolg verſucht haben moͤchten, ſie dennoch nicht aufhoͤren ſollen, noͤthigenfalls durch neue Verſuche, welche die Fehler der vorigen beſtmoͤglichſt vermeiden, dieſem Zwecke nachzuſtreben; indem dieſes Geſchaͤft, welches zugleich für ſie Pflicht iſt, gaͤnzlich ihnen ſelbſt uͤberlaſſen ist.“ Immanuel Kant: Die Religion innerhalb der Grenzen der bloßen Vernunft. 1. Auflage. [B]ey Friedrich Ricolovius, Koͤnigsberg 1793, Seite 141–142 (Zitiert nach Google Books) .
„Noch liebte Chiano Concita, ob er schon anfing, sie zu hassen, Concita liebte Chiano nicht mehr, ob sie noch davor bangte, ihn zu verlieren.“ Annette Kolb: Die Schaukel. S. Fischer, Berlin 1934, Seite 107 (Zitiert nach Google Books) .
„Sie ließ ſich nicht einſchüchtern, ſie aß, ob es auch nicht anſchlug und ob man ſie verſpottete, mit dem inſtinktmäßig ausbeutenden Appetit der armen Verwandten am reichen Freitiſche, lächelte unempfindlich und bedeckte ihren Teller mit guten Dingen, geduldig, zäh, hungrig und mager.“ Thomas Mann: Buddenbrooks. Verfall einer Familie. Roman. S. Fischer, Berlin 1906, Seite 40 (Zitiert nach Google Books; Erstveröffentlichung 1901) .
(in Verbindung mit »oder«) verbindet in der Regel zwei, seltener auch mehr als zwei Möglichkeiten, die für das Hauptgeschehen jedoch belanglos sind – im Sinne von: kann, mag sein (dass) … oder (dass), sei es (dass) … sei es (dass), sei es (dass) … oder (dass)
«Der Vorschlag bedroht mich, Polizeiwachtmeister, ob die Dame nun verrückt ist oder nicht.» Friedrich Dürrenmatt: Der Besuch der alten Dame. Eine tragische Komödie. Verlag der Arche, Zürich 1956, Seite 47 (Zitiert nach Google Books) .
Die Kursivsetzung im Originalsatz von »mich« wurde nicht übernommen.
„Nun, ob man meinen Zustand nun Liebe nennen oder ihn mit irgendeinem neumodischeren Ausdruck bezeichnen will, so mit irgendetwas aus der Psychologie, in jedem Falle hatte Jerome sich alle meine Gedanken untertan gemacht.“ Werner Bergengruen: Das Tempelchen. Erzählung. 2. Auflage. Im Verlag der Arche, Zürich 1950, Seite 31 (Zitiert nach Google Books) .
„Ich will es genug sein lassen mit meinem Großvater, ob er sich nun polnisch Goljaczek, kaschubisch Koljaiczek oder amerikanisch Joe Colchic nannte.“ Günter Grass: Die Blechtrommel. Roman. 323.–372. Tausend, S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 1964, Seite 28 (Erstausgabe 1962) .
„Ob er zuhörte oder sprach, er strahlte.“ Martin Walser: Brandung. Roman. 1. Auflage. Suhrkamp, Frankfurt am Main 1985, ISBN 3-518-03570-3, Seite 73 .
„Kann ein Mensch, ob ehrlich, oder Spitzbube, in Blumenau etwas unternehmen, ohne daß sich Volkspolizist Marten einmischt?“ Erwin Strittmatter: Ole Bienkopp. Roman. Sigbert Mohn Verlag, Gütersloh 1963, Seite 306 (Lizenz des Aufbau-Verlag, Berlin; Ausgabe für die BRD) .
„Aber ob Gläubige oder Ungläubige, sie waren alle Verwirrte.“ Alfred Andersch: Die Kirschen der Freiheit. Ein Bericht. Unveränderte Neuausgabe, 1.–6. Tausend, Diogenes Verlag, Zürich 1971 (Diogenes-Taschenbuch ; 1), Seite 104 (Erstveröffentlichung in der Frankfurter Verlagsanstalt, Frankfurt am Main 1952) .
(als Wortpaar) es gehe, handele sich um … oder um, sei es … sei es, sei es … oder
„Ob Gitter-, ob Lattenzäune – für einen Sägemüller hängt Geld drin.“ Günter Grass: Die Blechtrommel. Roman. 323.–372. Tausend, S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 1964, Seite 12 (Erstausgabe 1962) .
„Es soll ein neuer Ort staatsbürgerlichen Selbstbewusstseins werden, an dem an die besten Seiten unserer Verfassung erinnert und gemahnt wird: an die Würde und Freiheit jedes Menschen in unserem Staat, ob deutscher, ob nichtdeutscher Herkunft.“ Rita Süssmuth: Einigkeit und Recht und Kaiser Wilhelm. In: taz.die tageszeitung. Nummer 6118, 13. April 2000, ISSN 1434-4459, Seite 19 (taz Print Archiv-URL, abgerufen am 7. Juli 2021) .
„Sie gab die Stellung in der Transportkaserne auf, zog in ein anderes Haus, wo andere Mädchen mit anderen Männern verkehrten, lebte mit Washington zusammen, war ihm treu, obwohl sich ihr nun viele, ja ungezählte Gelegenheiten zum Beischlaf ergaben, denn jedermann, ob Schwarz ob Weiß, Deutscher oder Ausländer, glaubte nun, da sie mit Washington zusammenlebte, […].“ Wolfgang Koeppen: Tauben im Gras [1951]. In: Drei Romane. Tauben im Gras, Das Treibhaus, Der Tod in Rom. Suhrkamp, Frankfurt am Main 1972, Seite 48 (Zitiert nach Google Books) .
fr soit que … ou soit que (kann, mag sein (dass) … oder (dass), sei es (dass) … sei es (dass), sei es (dass) … oder (dass)) · cs zda (leitet indirekte Fragesätze sowie Ungewissheit, Zweifel oder dergleichen ausdrückende Nebensätze ein) · dsb lěc (konzessiv: ungeachtet der Tatsache, dass… ; wenn auch…) · en even though (konditional, auch / selbst / sogar unter der Bedingung, Voraussetzung, dass… ; auch / selbst / sogar für den Fall, dass…) · fr soit … ou (kann, mag sein (dass) … oder (dass), sei es (dass) … sei es (dass), sei es (dass) … oder (dass)) · en even if (konditional, auch / selbst / sogar unter der Bedingung, Voraussetzung, dass… ; auch / selbst / sogar für den Fall, dass…) · en albeit (konzessiv: ungeachtet der Tatsache, dass… ; wenn auch…) · ia si (leitet indirekte Fragesätze sowie Ungewissheit, Zweifel oder dergleichen ausdrückende Nebensätze ein) · hu vajon (leitet indirekte Fragesätze sowie Ungewissheit, Zweifel oder dergleichen ausdrückende Nebensätze ein) · en whether (leitet indirekte Fragesätze sowie Ungewissheit, Zweifel oder dergleichen ausdrückende Nebensätze ein) · fr soit que … soit que (kann, mag sein (dass) … oder (dass), sei es (dass) … sei es (dass), sei es (dass) … oder (dass)) · fr soit … soit (kann, mag sein (dass) … oder (dass), sei es (dass) … sei es (dass), sei es (dass) … oder (dass)) · dsb wec -li -lic (leitet indirekte Fragesätze sowie Ungewissheit, Zweifel oder dergleichen ausdrückende Nebensätze ein) · hsb hač (leitet indirekte Fragesätze sowie Ungewissheit, Zweifel oder dergleichen ausdrückende Nebensätze ein) · fr soit que … ou que (kann, mag sein (dass) … oder (dass), sei es (dass) … sei es (dass), sei es (dass) … oder (dass)) · lb ob (leitet indirekte Fragesätze sowie Ungewissheit, Zweifel oder dergleichen ausdrückende Nebensätze ein) · it se (leitet indirekte Fragesätze sowie Ungewissheit, Zweifel oder dergleichen ausdrückende Nebensätze ein) · en if (leitet indirekte Fragesätze sowie Ungewissheit, Zweifel oder dergleichen ausdrückende Nebensätze ein) · bg дали (leitet indirekte Fragesätze sowie Ungewissheit, Zweifel oder dergleichen ausdrückende Nebensätze ein) · la ne (leitet indirekte Fragesätze sowie Ungewissheit, Zweifel oder dergleichen ausdrückende Nebensätze ein) · fr si (+ Indikativ) (leitet indirekte Fragesätze sowie Ungewissheit, Zweifel oder dergleichen ausdrückende Nebensätze ein) · pt se (leitet indirekte Fragesätze sowie Ungewissheit, Zweifel oder dergleichen ausdrückende Nebensätze ein) · pl czy (leitet indirekte Fragesätze sowie Ungewissheit, Zweifel oder dergleichen ausdrückende Nebensätze ein) · sv om (leitet indirekte Fragesätze sowie Ungewissheit, Zweifel oder dergleichen ausdrückende Nebensätze ein) · se jos (leitet indirekte Fragesätze sowie Ungewissheit, Zweifel oder dergleichen ausdrückende Nebensätze ein) · la num (leitet indirekte Fragesätze sowie Ungewissheit, Zweifel oder dergleichen ausdrückende Nebensätze ein) · sl ali (leitet indirekte Fragesätze sowie Ungewissheit, Zweifel oder dergleichen ausdrückende Nebensätze ein) · hsb hač (konzessiv: ungeachtet der Tatsache, dass… ; wenn auch…) · grc πότερον (leitet indirekte Fragesätze sowie Ungewissheit, Zweifel oder dergleichen ausdrückende Nebensätze ein) · dsb ac ac (leitet indirekte Fragesätze sowie Ungewissheit, Zweifel oder dergleichen ausdrückende Nebensätze ein) · fr alors même que (+ Indikativ), alors que (+ Indikativ), bien que (+ ), quoique (+ ) (konzessiv: ungeachtet der Tatsache, dass… ; wenn auch…) · fr s’agisse ) … ou ( ) … (als Wortpaar: es gehe, handele sich um … oder um, sei es … sei es, sei es … oder) · fr que (+ ) … ou (kann, mag sein (dass) … oder (dass), sei es (dass) … sei es (dass), sei es (dass) … oder (dass)) · ro dacă (leitet indirekte Fragesätze sowie Ungewissheit, Zweifel oder dergleichen ausdrückende Nebensätze ein) · is ef (leitet indirekte Fragesätze sowie Ungewissheit, Zweifel oder dergleichen ausdrückende Nebensätze ein) · pdt auf (leitet indirekte Fragesätze sowie Ungewissheit, Zweifel oder dergleichen ausdrückende Nebensätze ein) · dsb wec -li -lic (konzessiv: ungeachtet der Tatsache, dass… ; wenn auch…) · sv huruvida (leitet indirekte Fragesätze sowie Ungewissheit, Zweifel oder dergleichen ausdrückende Nebensätze ein) · hsb -li (leitet indirekte Fragesätze sowie Ungewissheit, Zweifel oder dergleichen ausdrückende Nebensätze ein) · en although (konzessiv: ungeachtet der Tatsache, dass… ; wenn auch…) · ru ли (leitet indirekte Fragesätze sowie Ungewissheit, Zweifel oder dergleichen ausdrückende Nebensätze ein) · fr soit que … ou (kann, mag sein (dass) … oder (dass), sei es (dass) … sei es (dass), sei es (dass) … oder (dass)) · is hvort (leitet indirekte Fragesätze sowie Ungewissheit, Zweifel oder dergleichen ausdrückende Nebensätze ein) · es si (leitet indirekte Fragesätze sowie Ungewissheit, Zweifel oder dergleichen ausdrückende Nebensätze ein) · en whether … or (als Wortpaar: es gehe, handele sich um … oder um, sei es … sei es, sei es … oder) · dsb ac ac (konzessiv: ungeachtet der Tatsache, dass… ; wenn auch…) · en even though (konzessiv: ungeachtet der Tatsache, dass… ; wenn auch…) · fr lors même que / lors même donc que (+ Conditionnel), même si (+ Indikativ), quand bien même (+ Conditionnel), quitte à (+ Infinitiv, Passiv Infinitiv) (konditional, auch / selbst / sogar unter der Bedingung, Voraussetzung, dass… ; auch / selbst / sogar für den Fall, dass…) · en even if (konzessiv: ungeachtet der Tatsache, dass… ; wenn auch…) · en whether … or (kann, mag sein (dass) … oder (dass), sei es (dass) … sei es (dass), sei es (dass) … oder (dass)) · eo ĉu (leitet indirekte Fragesätze sowie Ungewissheit, Zweifel oder dergleichen ausdrückende Nebensätze ein) · nl of (leitet indirekte Fragesätze sowie Ungewissheit, Zweifel oder dergleichen ausdrückende Nebensätze ein) · el εάν (leitet indirekte Fragesätze sowie Ungewissheit, Zweifel oder dergleichen ausdrückende Nebensätze ein) · el αν (leitet indirekte Fragesätze sowie Ungewissheit, Zweifel oder dergleichen ausdrückende Nebensätze ein) · no om (leitet indirekte Fragesätze sowie Ungewissheit, Zweifel oder dergleichen ausdrückende Nebensätze ein) · dsb lěc (leitet indirekte Fragesätze sowie Ungewissheit, Zweifel oder dergleichen ausdrückende Nebensätze ein) · en though (konzessiv: ungeachtet der Tatsache, dass… ; wenn auch…)