Reibach de · NOUN
Pronunciation
- [ˈʁaɪ̯bax]
- audio
- rhymes aɪ̯bax
Etymology
seit dem 19. Jahrhundert bezeugt; Entlehnung über das Rotwelsche aus dem Westjiddischen רװח (YIVO: reyvakh) ‚Zins‘, das seinerseits dem Hebräischen רֶוַח (CHA: ræṿaḥ) ‚Gewinn, Verdienst‘ entstammt
Meanings
-
(casual) (auf manipulativer Weise erzielter) überproportional hoher Gewinn bei einem Geschäft
„Die Europameisterschaft alle zwei Jahre, die Weltmeisterschaft alle zwei Jahre, dazu noch Olympische Spiele: Die internationalen Handball-Verbände können mit dieser Terminstruktur zwar Reibach machen, sie sehen ihren Sport dadurch auch stark verankert in der öffentlichen Wahrnehmung – für andere hingegen, vor allem für jene, die sich fast ohne Unterlass ins Getümmel stürzen müssen, ist dies Raubbau am Körper.“
Online-Ausgabe der Frankfurter Allgemeine Zeitung, Raubbau und Reibach, 27.01.2008Lieber Reibach machen als Pleite gehen.
Autorin: Gisela Shinawa, Redaktion: Beatrice Warken: Alltagsdeutsch – Podcast - Dufte! – Jiddische Wörter im Deutschen. Meschpoke – Malochen – Schmusen: Die deutsche Sprache wartet mit ganz vielen Wörtern auf, die aus dem Jiddischen stammen. Entstanden ist das jüdische Deutsch im Mittelalter, um sich vom Hebräischen abzusetzen. In: Deutsche Welle. (URL, abgerufen am 2. Juni 2016) .„Die Erze werden von kleinen Schürfern auf eigene Rechnung aus dem Boden geholt. Den Gewinn streichen danach andere Leute ein: Lokale Geschäftsleute, Söldner, Transporteure und selbsternannte Zöllner bereichern sich an dieser Schattenwirtschaft. Aber erst die westlichen Rohstoffmakler am Ende der Zwischenhändlerkette machen den wahren Reibach. Die Kehrseite davon ist der Waffenhandel, der über dieselben Kanäle wie der Rohstoffhandel läuft, nur in umgekehrter Richtung.“
deutschsprachige Online-Ausgabe der Le Monde diplomatique, Tantalium und Niobium, 12.12.2008Münchner Oktoberfest: Die Besucher schrecken die hohen Preise jedenfalls nicht ab. Durch deren durstige Kehlen flossen im vergangenen Jahr fast sieben Millionen Liter Bier. Außerdem verzehrten sie 521.000 Brathähnchen, 142.000 Schweinswürste und 104 Ochsen. Den größten Reibach machen zweifellos Wirte und Brauereien.
Ernst Weber: Kultur - "Ozapft is": Das Oktoberfest hat begonnen. Eine Maß Weißbier wird in diesem Jahr auf dem Münchner Oktoberfest über acht Euro kosten. Und auch für alkoholfreie Getränke muss man tiefer in den Geldbeutel greifen. Aber nicht nur die Wirte machen ihre Geschäfte. In: Deutsche Welle. 20. September 2008 (URL, abgerufen am 2. Juni 2016) .
Forms
| Spelling | Features | Labels | Source |
|---|---|---|---|
| Reibachs | Case=Gen, Gender=Masc, Number=Sing | lexicographic | |
| Reibach | Case=Acc, Gender=Masc, Number=Sing | lexicographic | |
| Reibach | Case=Dat, Gender=Masc, Number=Sing | lexicographic | |
| Reibach | Case=Nom, Gender=Masc, Number=Sing | lexicographic | |
| Rebbach | Gender=Masc | variant | lexicographic |
Antonyms
Defizit · Geldmangel · Miese · Bankrott · Pleite · Einbuße · Gewinneinbuße · Verlust · Minus
Coordinates
Profit · Nepp · Abriss · Überschuss · Wucher · Verdienst · Abzockerei · Abzocke · Schacher · Mordsgewinn · Riesengeschäft
Hypernyms
Translations (5)
en killing (salopp: (auf manipulativer Weise erzielter) überproportional hoher Gewinn bei einem Geschäft) · en hefty profit (salopp: (auf manipulativer Weise erzielter) überproportional hoher Gewinn bei einem Geschäft) · en huge profit (salopp: (auf manipulativer Weise erzielter) überproportional hoher Gewinn bei einem Geschäft) · es ganancia enorme (salopp: (auf manipulativer Weise erzielter) überproportional hoher Gewinn bei einem Geschäft) · fr gain monstre (salopp: (auf manipulativer Weise erzielter) überproportional hoher Gewinn bei einem Geschäft)