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Dictionary

Words, grammatical forms and meanings linked to the ontology.

Jenseits de · NOUN

Pronunciation

  • audio
  • [ˈjeːnˌzaɪ̯t͡s]
  • audio
  • [ˈjɛnˌzaɪ̯t͡s] (auch)

Etymology

im 18. Jahrhundert substantiviert aus der Präposition / dem Adverb jenseits, welches „auf der anderen Seite“ bedeutet. Die Bedeutung leitet sich wahrscheinlich aus Formulierungen wie „jenseits des Grabes“ her.

Meanings

  1. übernatürlicher Bereich, den man nach dem Tode betritt
    • „Gläubige sind von der Existenz des Jenseits überzeugt.“ Vince Ebert: Machen Sie sich frei!. Sonst tut es keiner für Sie. Rowohlt Taschenbuch Verlag, Reinbek 2011, ISBN 978-3-499-62651-7, Seite 122 .
    • Der ist jetzt im Jenseits.
    • „Das ist die Bezeichnung für diejenigen, die vom Totengericht als gerecht anerkannt wurden und damit im Jenseits weiterleben dürfen.“ Christian Jacq: Die Welt der Hieroglyphen. Rowohlt, Berlin 1999 (übersetzt von Theresa Maria Bullinger, Ingeborg Schmutte), ISBN 3-87134-365-X, Seite 166 (Französisches Original 1994) .
    • „Die Hoffnung der Religion auf ein erlösendes Jenseits kann für ihn nicht länger mit der Metapher des Lichts illustriert werden.“ Jürgen Goldstein: Blau. Eine Wunderkammer seiner Bedeutungen. Matthes & Seitz, Berlin 2017, ISBN 978-3-95757-383-4, Seite 66 .
    • „Er, der das Paradies im Diesseits nicht gefunden hatte, griff nun mit der ihm eigenen Maßlosigkeit nach dem Jenseits.“ Ralph Giordano: Die Bertinis. Roman. 22. Auflage. Fischer Taschenbuch Verlag, Frankfurt/M. 2008, ISBN 978-3-596-25961-8, Seite 45 f.

Forms

SpellingFeaturesLabelsSource
Jenseits Case=Nom, Gender=Neut, Number=Sing lexicographic
Jenseits Case=Acc, Gender=Neut, Number=Sing lexicographic
Jenseits Case=Dat, Gender=Neut, Number=Sing lexicographic
Jenseits Case=Gen, Gender=Neut, Number=Sing lexicographic

Antonyms

Diesseits

Coordinates

Vorhölle · Fegefeuer · Nirwana · Limbus · Hölle

Deriveds

jenseitig

Hypernyms

Glaube · Tod · Kosmologie · Weltbild

Relateds

ins Jenseits befördern

Synonyms

Himmel

Translations (16)

is framhaldslíf (übernatürlicher Bereich, den man nach dem Tode betritt) · it aldilà (übernatürlicher Bereich, den man nach dem Tode betritt) · sv hinsidesliv (übernatürlicher Bereich, den man nach dem Tode betritt) · en afterlife (übernatürlicher Bereich, den man nach dem Tode betritt) · tr öbür dünya (übernatürlicher Bereich, den man nach dem Tode betritt) · tr diğer taraf (übernatürlicher Bereich, den man nach dem Tode betritt) · cs onen svět (übernatürlicher Bereich, den man nach dem Tode betritt) · sv livet efter detta (übernatürlicher Bereich, den man nach dem Tode betritt) · kmr axret (übernatürlicher Bereich, den man nach dem Tode betritt) · fr autre monde (übernatürlicher Bereich, den man nach dem Tode betritt) · fr au-delà (übernatürlicher Bereich, den man nach dem Tode betritt) · is guðsríki (übernatürlicher Bereich, den man nach dem Tode betritt) · hu túlvilág (übernatürlicher Bereich, den man nach dem Tode betritt) · es más allá (übernatürlicher Bereich, den man nach dem Tode betritt) · lb Jensäits (übernatürlicher Bereich, den man nach dem Tode betritt) · hu másvilág (übernatürlicher Bereich, den man nach dem Tode betritt)

Jenseits de · PROPN

Pronunciation

  • [ˈjeːnˌzaɪ̯t͡s]
  • [ˈjɛnˌzaɪ̯t͡s] (auch)

Meanings

  1. (Stadtteil, Tübingen, colloquial, historical) Stadtgebiet südlich – also von der Altstadt aus: jenseits – des Neckars
    • „Kaum jemand mochte diesen Teil der Stadt, vom Zentrum abgeschnitten durch den Neckar, durch Bahngleise und zwei vierspurige Autotrassen. ‚Jenseits‘ nennen sie diese Gegend, die angefüllt ist mit allem, was man sich aus den Augen wünscht: Großdiscountern, Gaswerk, zwei Bauwagensiedlungen und Unterkünften für Asylbewerber.“ Hanno Rauterberg: Bauen – auf die Bürger. In: Zeit Online. Nummer 24, 8. Juni 2000, ISSN 0044-2070 (URL, abgerufen am 5. September 2022) .
    • „Wieder zu Hause, schreiben [die Städteplaner] die wohlklingenden Grundzutaten, mit denen hier aus dem ehemaligen ‚Jenseits‘ (so der Volksmund für die Südstadt) ein echtes Stück Stadt gebacken wurde, in ihre städtebaulichen Konzepte.“ Brigitte Schultz: Die Tübinger Südstadt. In: Bauwelt. 1-2.2012, Bauverlag BV GmbH, Berlin 6. Januar 2012, ISSN 0005-6855, Seite 23 (online, abgerufen am 5. September 2022) .
    • „Bis [zum Abzug des französischen Militärs 1991] war die Südstadt im Volksmund das ›Jenseits‹: auf der anderen Seite von Neckar, Bahn und Bundesstraßen gelegen, ein Ort der Industrie, des Militärs und des Verkehrs, zum Wohnen längst nicht so attraktiv wie die Tübinger Halbhöhenlagen.“ Fehlender Parameter (Hilfe) Cord Soehlke: Seite 12, abgerufen am 5. September 2022 (pdf).
    • „Das ›Jenseits‹ ist eine Ortsangabe. In Tübingen liegt das ›Jenseits‹ südlich von Neckar und Bahnlinie. So jedenfalls hieß lange Zeit im Volksmund die heutige Südstadt.“ Harry Waßmann: Kirche im »Jenseits« – Kirche im Diesseits. In: Evangelische Eberhardsgemeinde Tübingen (Herausgeber): Kirche im »Jenseits« – Kirche im Diesseits. 100 Jahre Eberhardskirche. Theologischer Verlag Tübingen (TVT), Tübingen 2011, ISBN 978-3-929128-47-5, Seite 7 (mehrere Erwähnunen von verschiedenen Autoren, online: DocPlayer.org, abgerufen am 5. September 2022) .
    • „[…] nicht nur die im 20. Jahrhundert eingemeindeten, früher selbständigen Dörfer, sondern ein großer Teil des Tübinger Stadtgebietes, insbesondere die Tübinger Südstadt, im ‚Jenseits‘ der Stadt.“ Schwerter zu Pflugscharen. Studentisches Wohnen im Französischen Viertel. In: Punkt 100. Festschrift 100 Jahre Studierendenwerk Tübingen-Hohenheim. Studierendenwerk Tübingen-Hohenheim, Tübingen 2021, Seite 84 (online, abgerufen am 5. September 2022) .

Forms

SpellingFeaturesLabelsSource
des Jenseits Case=Gen, Gender=Neut, Number=Sing lexicographic
(dem) Jenseits Case=Dat, Gender=Neut, Number=Sing lexicographic
Jenseits’ Case=Gen, Gender=Neut, Number=Sing lexicographic
(das) Jenseits Case=Nom, Gender=Neut, Number=Sing lexicographic
(das) Jenseits Case=Acc, Gender=Neut, Number=Sing lexicographic

Synonyms

Südstadt