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Dictionary

Words, grammatical forms and meanings linked to the ontology.

Idiosynkrasie de · NOUN

Pronunciation

  • rhymes iː
  • audio
  • [ˌidi̯ozʏnkʁaˈziː]

Etymology

Das Wort Idiosynkrasie im deutschsprachigen Raum ist im 18. Jahrhundert entlehnt worden aus der griechischen ιδιοσυγκρασία (idiosynkrasia^☆) ^(→ grc), heute idiosingrassía. Das Wort ist schon im Altgriechischen nachweisbar und setzt sich zusammen aus ιδιο- (idio-^☆) ^(→ grc), „eigen-“, συν- (syn-^☆) ^(→ grc), „zusammen-“ und κράση (krasē^☆) ^(→ grc)/κράσις (krasis^☆) ^(→ grc), „die Mischung“ und bedeutete ursprünglich wohl „individuelle Mixtur von Körpersäften“ (vergleiche Wikipedia-Artikel „Säftelehre“) und in diesem Sinne eine so erzeugte „spezifische Beschaffenheit eines einzelnen Körpers“.

Meanings

  1. Überempfindlichkeit
    • Eine angeborene Form der Allergie ist die Idiosynkrasie, die bereits beim allerersten Kontakt mit dem Stoff Reaktionen auslöst.
  2. spezifische oder besondere Eigenheit einer Person oder Gruppe
    • „Geschriebene Zeichen, wie sie sich etwa auf den Zeilen dieser Seite befinden, sind also hinsichtlich der Ausdrucksseite tendenziell anonym, und auch wenn die Identifizierung des Zeichenproduzenten anhand formaler Idiosynkrasien (z. B. Handschrift aber auch Schreibmaschine) ohne weiteres möglich ist, können von da keinerlei Schlüsse auf den Ursprung des Inhalts gezogen werden.“ Florian Coulmas: Über Schrift. Suhrkamp, Frankfurt/Main 1982, Seite 136. ISBN 3-518-07978-6.
  3. individuelle Abweichung von sozialer Norm (siehe auch [2])
    • In der Gemeinschaft fallen manche Individuen durch ihre Idiosynkrasie auf.
  4. spezifisches Merkmal eines sprachlichen Ausdrucks oder einer Sprachvarietät
    • „Es gibt in der Tat zahlreiche dialektale Lautungen, die in keiner (bislang) erkennbaren Weise allgemeinen Gesetzmäßigkeiten unterliegen, sondern vermutlich als Idiosynkrasien gewertet werden müssen.“ Sascha W. Felix, Dagmar Kühl: Hierarchien phonologischer Regeln bei Dialektsprechern. In: Zeitschrift für Sprachwissenschaft, Band 1, 1982, Heft 2, Seite 179-200, Zitat Seite 183.
    • „Der zweite Fall zeigt sich in der Kommunikation mit anderen Sprechern, die irgendwelche Idiosynkrasien haben.“ Gerd Fritz: Bedeutungswandel im Deutschen. Neuere Methoden der diachronen Semantik. Niemeyer, Tübingen 1974, ISBN 3-484-25014-3, Seite 4.

Forms

SpellingFeaturesLabelsSource
Idiosynkrasie Case=Acc, Gender=Fem, Number=Sing lexicographic
Idiosynkrasie Case=Gen, Gender=Fem, Number=Sing lexicographic
Idiosynkrasie Case=Nom, Gender=Fem, Number=Sing lexicographic
Idiosynkrasie Case=Dat, Gender=Fem, Number=Sing lexicographic
Idiosynkrasien Case=Dat, Gender=Fem, Number=Plur lexicographic
Idiosynkrasien Case=Nom, Gender=Fem, Number=Plur lexicographic
Idiosynkrasien Case=Acc, Gender=Fem, Number=Plur lexicographic
Idiosynkrasien Case=Gen, Gender=Fem, Number=Plur lexicographic

Antonyms

Verträglichkeit · Robustheit

Deriveds

idiosynkratisch

Hypernyms

Auffassung

Synonyms

Überempfindlichkeit · Lexikalisierung · Eigenheit

Translations (20)

ar خَاصِّيَّة (spezifische oder besondere Eigenheit einer Person oder Gruppe) · io temperamento partikulara (Medizin: Überempfindlichkeit) · pt idiosincrasia (Medizin: Überempfindlichkeit) · eo idiosinkrazio (Linguistik: spezifisches Merkmal eines sprachlichen Ausdrucks oder einer Sprachvarietät) · sv idiosynkrasi (spezifische oder besondere Eigenheit einer Person oder Gruppe) · ar خَاصِّيَّة (Medizin: Überempfindlichkeit) · eo idiosinkrazio (spezifische oder besondere Eigenheit einer Person oder Gruppe) · it idiosincrasia (Medizin: Überempfindlichkeit) · el ιδιοσυγκρασία (Medizin: Überempfindlichkeit) · eo idiosinkrazio (Medizin: Überempfindlichkeit) · sv idiosynkrasi (Linguistik: spezifisches Merkmal eines sprachlichen Ausdrucks oder einer Sprachvarietät) · eo idiosinkrazio (individuelle Abweichung von sozialer Norm) · ru идиосинкразия (Medizin: Überempfindlichkeit) · da idiosynkrasi (Medizin: Überempfindlichkeit) · en idiosyncrasy (Medizin: Überempfindlichkeit) · es idiosincrasia (spezifische oder besondere Eigenheit einer Person oder Gruppe) · fr idiosyncrasie (Medizin: Überempfindlichkeit) · sv idiosynkrasi (Medizin: Überempfindlichkeit) · sv idiosynkrasi (individuelle Abweichung von sozialer Norm) · nl idiosyncrasie (Medizin: Überempfindlichkeit)