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Dictionary

Words, grammatical forms and meanings linked to the ontology.

Lexikalisierung de · NOUN

Pronunciation

  • audio
  • rhymes iːʁʊŋ
  • [lɛksikaliˈziːʁʊŋ]

Etymology

Ableitung des Verbs lexikalisieren mit dem Derivatem (Ableitungsmorphem) -ung

Meanings

  1. Prozess und Ergebnis von Bedeutungswandel, die dazu führen, dass die Bedeutung eines Wortes nicht mehr aus der Bedeutung seiner Bestandteile (Konstituenten) erschlossen werden kann.
    • „Die Sprachwissenschaft kennt diese Erscheinung und benennt sie mit dem Begriff der ‚Lexikalisierung‘: Wörter erstarren gewissermaßen in bestimmten Bedeutungen und Gebrauchsweisen, die sich dann nicht mehr grammatisch, logisch oder auch analogisch aus Wortstamm und üblicher Bildung herleiten lassen.“ Willy Sanders: Sprachkritikastereien und was der „Fachler“ dazu sagt. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 1992, ISBN 3-534-11690-9, Seite 95.
    • Viele Wörter weisen eine mit der Zeit zunehmende Lexikalisierung auf.
    • Der Begriff Lexikalisierung weist darauf hin, dass bei den betreffenden Wörtern nur noch eine einheitliche Gesamtbedeutung vorliegt, die sich nicht aus der Bedeutung von Wortteilen herleiten lässt.
    • „Sprichwörter zählen zu den Phraseologismen, das heißt zu festen Wortverbindungen, die laut H. Burger (…) Polylexikalität, relative semantische und syntaktische Stabilität, Festigkeit, Lexikalisierung und Idiomatizität sind.“ Doris Wagner: Wer den Pfennig nicht ehrt… - oder doch den Cent?. Ein Sprichwort und seine Aktualisierung. In: Der Sprachdienst. Nummer Heft 1, 2013 , Seite 19-26, Zitat Seite 22. Abkürzung aufgelöst.
    • Ein Wort wie Salbader (Schwätzer) weist einen hohen Grad von Lexikalisierung auf: aus den Konstituenten "Sal" und "Bader" lässt sich die Bedeutung des Wortes nicht herleiten.
    • „In einer Lexikologie sind also die Probleme besonders zu betrachten, die die lexikalisch-semantischen Aspekte der Wortbildung berühren: die Prozesse der Motivation, Demotivierung, Lexikalisierung und Idiomatisierung, die Zusammenhänge von Wortbildung und Wortbedeutung und Bedeutungswandel.“ Thea Schippan: Lexikologie der deutschen Gegenwartssprache. Niemeyer, Tübingen 1992, Seite 47. ISBN 3-484-73002-1.
  2. Übernahme eines Wortes in die Lexik
    • „Häufig vorkommende Wörter neigen trivialerweise eher zu Lexikalisierung in der Nehmersprache, aber unter den selten oder nur einmal vorkommenden findet man möglicherweise eher die produktiven Typen der Fremdwortbildung.“ Peter Eisenberg: Anglizismen im Deutschen. In: Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung, Union der deutschen Akademien der Wissenschaften (Herausgeber): Reichtum und Armut der deutschen Sprache. Erster Bericht zur Lage der deutschen Sprache. de Gruyter, Berlin/Boston 2013, ISBN 978-3-11-033462-3, Seite 57–119, Zitat Seite 76 .
    • Lexikalisierung ist ein Vorgang, durch den etliche Ausdrücke der Informationstechnologie wie „mailen“ und „simsen“ Eingang in die Lexik des Deutschen gefunden haben.

Forms

SpellingFeaturesLabelsSource
Lexikalisierung Case=Acc, Gender=Fem, Number=Sing lexicographic
Lexikalisierung Case=Gen, Gender=Fem, Number=Sing lexicographic
Lexikalisierung Case=Nom, Gender=Fem, Number=Sing lexicographic
Lexikalisierung Case=Dat, Gender=Fem, Number=Sing lexicographic
Lexikalisierungen Case=Dat, Gender=Fem, Number=Plur lexicographic
Lexikalisierungen Case=Nom, Gender=Fem, Number=Plur lexicographic
Lexikalisierungen Case=Acc, Gender=Fem, Number=Plur lexicographic
Lexikalisierungen Case=Gen, Gender=Fem, Number=Plur lexicographic

Hypernyms

Bedeutung · Semantik

Synonyms

Demotivierung · Bedeutungsisolierung · Idiomatisierung

Translations (4)

sv lexikalisering (Isolierung eines sprachlichen Ausdrucks, der sich von der Bedeutung seiner Bestandteile unterscheidet) · fr lexicalisation (Isolierung eines sprachlichen Ausdrucks, der sich von der Bedeutung seiner Bestandteile unterscheidet) · en lexicalisation (Isolierung eines sprachlichen Ausdrucks, der sich von der Bedeutung seiner Bestandteile unterscheidet) · pl leksykalizacja (Isolierung eines sprachlichen Ausdrucks, der sich von der Bedeutung seiner Bestandteile unterscheidet)