Gedöns de · NOUN
Pronunciation
- audio
- rhymes øːns
- [ɡəˈdøːns]
Etymology
Entlehnt aus dem Niederdeutschen Gedööns ‚Gerede, Gewese, Zeug‘, Entsprechung zu veraltetem Gedens(e) ‚schleppender Zug, Treck, Gezerre, Handgemenge‘, zu mittelhochdeutsch gedense ‚Herumziehen; Hin- und Herzerren‘, zu dinsen ‚ziehen, schleppen‘ gebildet. Weitere siehe gedunsen. Das Wort erlangte im Deutschen ab 1998 eine größere Bekanntheit, als der damalige Bundeskanzlerkandidat Gerhard Schröder eine Ministerin suchte für das "Bundesministerium Familie, Senioren, Frauen und Jugend", das er "Familie und das andere Gedöns" nannte, was später als abwertend rezipiert wurde. Es gibt unterschiedliche Versionen, wo und wann exakt er den Begriff prägte.
Meanings
-
(colloquial, pejorative) unnötiger Aufwand, übertriebenes Getue
Mach doch nicht so’n Gedöns! (= Mach nicht soviel Aufhebens um etwas!)
-
(colloquial, pejorative) unnötige Gegenstände, Kram
Räum jetzt erst mal das ganze Gedöns hier weg!
Nurjan, die jüngere Tochter, erinnert sich genau, wie es war, wenn die Familie, das Auto voll bepackt, wieder nach Deutschland zurückkam. „Anstatt dass wir irgendetwas gekauft haben, haben unsere Eltern Paprika und Auberginen und das ganze Gedöns gebracht. Weil es besser geschmeckt hat, weil es sie in Deutschland nicht gab, weil es Teil der Kultur war.“
Rebecca Hillauer: Türkinnen aus drei Generationen in Deutschland - "Uns war Bildung wichtiger als unser Leben". In: Deutschlandradio. 21. Juni 2017 (Deutschlandfunk Kultur / Berlin, Sendereihe: Zeitfragen, URL, abgerufen am 14. Juli 2018) .„Auf dem Dachboden stand bald noch mehr Plunder und Gedöns rum als im Keller.“
Gerhard Henschel: Kindheitsroman. Hoffmann und Campe, Hamburg 2004, ISBN 3-455-03171-4, Seite 482.
Forms
| Spelling | Features | Labels | Source |
|---|---|---|---|
| Gedöns | Case=Nom, Gender=Neut, Number=Sing | lexicographic | |
| Gedöns | Case=Acc, Gender=Neut, Number=Sing | lexicographic | |
| Gedöns | Case=Dat, Gender=Neut, Number=Sing | lexicographic | |
| Gedöns | Case=Gen, Gender=Neut, Number=Sing | lexicographic | |
| Gedönses | Case=Gen, Gender=Neut, Number=Sing | lexicographic | |
| Gedönse | Case=Dat, Gender=Neut, Number=Sing | lexicographic |
Hyponyms
Frauen-Gedöns · Männer-Gedöns · Influencer-Gedöns
Synonyms
Zeug · Aufheben · Brimborium · Getöse · Getue · Geziere · Plunder · Gespreiztheit · Gewese · Manieriertheit · Affektiertheit · Gerappel · Überfeinerung · Gehabe · Geraffel · Kram · Mache · Firlefanz · Schnickschnack
Translations (18)
sv oväsen (umgangssprachlich, pejorativ: unnötiger Aufwand, übertriebenes Getue) · ro mofturi (umgangssprachlich, pejorativ: unnötiger Aufwand, übertriebenes Getue) · en to-do (umgangssprachlich, pejorativ: unnötiger Aufwand, übertriebenes Getue) · eo troafektado (umgangssprachlich, pejorativ: unnötiger Aufwand, übertriebenes Getue) · sv krimskrams (umgangssprachlich, pejorativ: unnötige Gegenstände, Kram) · es aspaviento (umgangssprachlich, pejorativ: unnötiger Aufwand, übertriebenes Getue) · no oppstyr (umgangssprachlich, pejorativ: unnötiger Aufwand, übertriebenes Getue) · eo vana pelado (umgangssprachlich, pejorativ: unnötiger Aufwand, übertriebenes Getue) · sv ståhej (umgangssprachlich, pejorativ: unnötiger Aufwand, übertriebenes Getue) · en ado (umgangssprachlich, pejorativ: unnötiger Aufwand, übertriebenes Getue) · ro pălăvrăgiale (umgangssprachlich, pejorativ: unnötiger Aufwand, übertriebenes Getue) · nds Douhn (umgangssprachlich, pejorativ: unnötiger Aufwand, übertriebenes Getue) · fr cinéma (faire son...) (umgangssprachlich, pejorativ: unnötiger Aufwand, übertriebenes Getue) · en fuss (umgangssprachlich, pejorativ: unnötiger Aufwand, übertriebenes Getue) · eo vana klopodado (umgangssprachlich, pejorativ: unnötiger Aufwand, übertriebenes Getue) · nl gedoe (umgangssprachlich, pejorativ: unnötiger Aufwand, übertriebenes Getue) · tr ıvır zıvır (umgangssprachlich, pejorativ: unnötige Gegenstände, Kram) · fr chichi (umgangssprachlich, pejorativ: unnötiger Aufwand, übertriebenes Getue)