Effet de · NOUN
Pronunciation
- [ɛˈfɛː]
- [ɛˈfɛ]
- audio
- [ɛˈfeː]
- rhymes eː
Etymology
Es handelt sich um eine Ende des 19. Jahrhunderts erfolgte Entlehnung des gleichbedeutend französischen effet ^(→ fr), das auf lateinisches effectus ^(→ la) zurückgeht. Der Ausdruck bezeichnet somit den ‚Drall, der bewirkt wurde‘ und bezieht sich zunächst auf die Billardkugel, dann auf den Ball (besonders Fußball), deren Bewegungsrichtung durch seitliches Stoßen beziehungsweise Treten verändert wird.
Meanings
-
Drall, der dem runden Spielgerät (zum Beispiel einer Billardkugel, einem Fußball oder einem Tennisball) beim Stoßen (zum Beispiel beim Billard), Schlagen (zum Beispiel beim Golf, Tennis, Tischtennis) oder Treten (zum Beispiel beim Fußball) durch seitliches Anschneiden verliehen wird
„Wenn sie [die Boßelkugel] flach und mit Effet geworfen nach kurzem Flug lange am Scheitelpunkt der Straße entlang rollt, ohne in den Graben zu kullern, kommen Weiten von über zweihundert Metern zustande.“
Fritz Schütte: Achtung Boßelspiele. In: Deutschlandradio. 18. März 2012 (Deutschlandfunk Kultur/Berlin, Sendung: Nachspiel, URL, abgerufen am 14. Juli 2017) .„Dazu gehörte natürlich auch schon etwas, und Robert gab durchaus zu, daß die Autorin mit dem Queue umzugehen wußte und sich auf Effet und Winkelberechnung an der Bande verstand, aber es war eben Billard, angewandte Mathematik, und es klappte nur, weil die Kugeln glatt waren und auf einer samtbezogenen Fläche rollten.“
Hermann Kant: Die Aula. Roman. Rütten & Loening, Berlin 1965, Seite 34 .Der Effet von mit viel Topspin geschlagenen Bällen bewirkt, dass diese regelrecht nach unten ziehen und so kurz vor der Linie doch noch auftrumpfen. Die Erklärung dafür findet man im Magnus-Effekt.
Beim vermeintlichen Wembley-Tor 1966 hatte der Ball so viel Effet, dass er nach dem Aufprall auf der Torlinie wieder von selbst raussprang.
Beim Tischtennis ist ein Aufschlag mit viel Effet eine Waffe.
Die Bananenflanke hat so viel Effet, dass der Torwart große Schwierigkeiten hat, an den Ball heranzukommen.
-
(colloquial, figurative) begeisternde, mitreißende Schwungkraft
„Sonst könnte sie nicht mit solchem Effet die möglichen Chancen der gleichberechtigten Teilhabe der Frauen beschreiben, wenn diese demnächst beim Militär richtig mittun können.“
Ursula Uhrig: Missbrauchte Artgenossin in der Zitadelle der Männlichkeit. In: Süddeutsche Zeitung. 21. Januar 2000, ISSN 0174-4917, Seite V2/10 (Leserbrief) .
Forms
| Spelling | Features | Labels | Source |
|---|---|---|---|
| Effet | Case=Dat, Number=Sing | lexicographic | |
| Effet | Case=Acc, Number=Sing | lexicographic | |
| Effet | Case=Nom, Number=Sing | lexicographic | |
| Effets | Case=Gen, Number=Plur | lexicographic | |
| Effets | Case=Nom, Number=Plur | lexicographic | |
| Effets | Case=Dat, Number=Plur | lexicographic | |
| Effets | Case=Acc, Number=Plur | lexicographic | |
| Effets | Case=Gen, Number=Sing | lexicographic |
Coordinates
Pep · Impetus · Verve · Schwung · Elan
Deriveds
Effetball · Effetstoß · Effetschuss
Hypernyms
Drall · Drehimpuls · Rotation · Kraft
Hyponyms
Laufeffet · Kontereffet · Gegeneffet · Nachlaufeffet
Synonyms
Österreich · Fälsche · Schmalz · Spin
Translations (15)
en zing (Schwungkraft) · en sidespin (Drall) · en spin (Drall) · fr verve (Schwungkraft) · fr tonus (Schwungkraft) · fr pep (Schwungkraft) · en pep (Schwungkraft) · en zip (Schwungkraft) · fr effet (Drall) · fr entrain (Schwungkraft) · en side (Drall) · en english (Drall) · en gusto (Schwungkraft) · en vim (Schwungkraft) · en verve (Schwungkraft)