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Dictionary

Words, grammatical forms and meanings linked to the ontology.

Usus de · NOUN

Pronunciation

Etymology

Von lateinisch usus ^(→ la) „Gewohnheit, Praxis“ entlehnt. Das Wort ist seit dem 17. Jahrhundert belegt.

Meanings

  1. (general) das, was üblich ist
    • „Es war Usus geworden, dass die Regierungsvertreter sich die besten Sklaven aus einer Ladung heraussuchen durften, bevor sie der allgemeinen Öffentlichkeit zum Kauf angeboten wurden.“ Robert Harms: Das Sklavenschiff. Eine Reise in die Welt des Sklavenhandels. C. Bertelsmann Verlag, ohne Ort 2004, ISBN 3-570-00277-2, Seite 419.
    • „Aus diesem Usus ergaben sich viele Vorteile.“ Julien Green: Leviathan. Roman. Süddeutsche Zeitung, München 2004 (übersetzt von Eva Rechel-Mertens), ISBN 3-937793-50-X, Seite 24. Ersterscheinung 1986; französisch 1985.
    • Es ist bei uns Usus, sich zu grüßen.
  2. die beim Sprachgebrauch in Äußerungen übliche Ausdrucksweise
    • Der Usus ist eine Ebene des Sprachgebrauchs, die aus den üblicherweise verwendeten Möglichkeiten des Sprachsystems besteht. Zum Usus der Wissenschaftssprache gehört es weithin, nicht in der Ich-Form, sondern in einem unpersönlichen Stil zu schreiben.
    • „Und wo kann der Lexikograf diesen Usus beobachten, wer soll laut Sanders den Maßstab für den Sprachgebrauch liefern?“ Ulrike Haß-Zumkehr: Deutsche Wörterbücher - Brennpunkt von Sprach- und Kulturgeschichte. de Gruyter, Berlin/New York 2001, Seite 150. ISBN 3-11-014885-4.
    • „Höflichkeit, Rücksichtnahme, Verdeutlichung oder Zuspitzung, aber auch Tabuisierung und Neubewertung gedanklicher und sprachlicher Zeichen führen zu ihrer Bevorzugung oder Vermeidung, zur affektiven und expressiven Abweichung vom Usus und so zum Bedeutungswandel.“ Thea Schippan: Lexikologie der deutschen Gegenwartssprache. Niemeyer, Tübingen 1992, Seite 258. ISBN 3-484-73002-1.
    • „Auch Kodifizierungen wie das amtliche Regelwerk der Orthographie (Regelwerk 2006) oder das Wörterbuch der sprachlichen Zweifelsfälle für Grammatik, Stilistik und Lexik allgemein (Duden 2011) haben sich am Usus zu orientieren.“ Peter Eisenberg: Anglizismen im Deutschen. In: Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung, Union der deutschen Akademien der Wissenschaften (Herausgeber): Reichtum und Armut der deutschen Sprache. Erster Bericht zur Lage der deutschen Sprache. de Gruyter, Berlin/Boston 2013, ISBN 978-3-11-033462-3, Seite 57–119, Zitat Seite 65 .
    • „Wenn im Folgenden dennoch von ›Schriftzeichen‹ die Rede ist, dann folge ich dem Usus der einschlägigen Literatur.“ Christa Dürscheid: Einführung in die Schriftlinguistik. 3. überarbeitete und ergänzte Auflage. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2006, Seite 19. ISBN3-525-26516-6.
    • „Die Orthographietheoretiker seit dem 16. Jahrhundert haben nicht ohne Not als ein wichtiges Grundprinzip der Schreibung den Usus genannt, den Sprachgebrauch.“ Burckhard Garbe: Goodbye Goethe. Neue Sprachglossen zum Neudeutsch. Herder, Freiburg/Basel/Wien 2007, ISBN 978-3-451-05828-8, Seite 28.

Forms

SpellingFeaturesLabelsSource
Usus Case=Acc, Gender=Masc, Number=Sing lexicographic
Usus Case=Gen, Gender=Masc, Number=Sing lexicographic
Usus Case=Dat, Gender=Masc, Number=Sing lexicographic
Usus Case=Nom, Gender=Masc, Number=Sing lexicographic

Antonyms

Sprachsystem

Coordinates

Brauch · Gewohnheit

Deriveds

usuell

Hypernyms

Sprache

Synonyms

Sprachgebrauch · Sprachverwendung

Translations (10)

fr usage (allgemein: das, was üblich ist) · cs úzus (allgemein: das, was üblich ist) · fr tournure (Linguistik: die beim Sprachgebrauch in Äußerungen übliche Ausdrucksweise) · en custom (allgemein: das, was üblich ist) · ru словоупотребление (Linguistik: die beim Sprachgebrauch in Äußerungen übliche Ausdrucksweise) · ru привычка (allgemein: das, was üblich ist) · cs úzus (Linguistik: die beim Sprachgebrauch in Äußerungen übliche Ausdrucksweise) · fr coutume (allgemein: das, was üblich ist) · fr usage (Linguistik: die beim Sprachgebrauch in Äußerungen übliche Ausdrucksweise) · fr usance (allgemein: das, was üblich ist)