Skip to content
ontologydriven
Sign out

Dictionary

Words, grammatical forms and meanings linked to the ontology.

Sibesiech de · NOUN

Pronunciation

  • [ˈsɪbəˌsiəx]

Etymology

Zusammensetzung des Zahlwortes sieben mit dem Substantiv Siech ‚Kranker; Schimpfwort für einen Menschen‘ (vgl. siech). Das Wort hatte im 19. und frühen 20. Jahrhundert eine rein negative Bedeutung und hat die heutige Bedeutung ‚Tausendsassa‘ erst im Laufe des 20. Jahrhunderts entwickelt (der 1909 gedruckte Wortartikel im Schweizerischen Idiotikon dokumentiert noch allein die negative Bedeutung).

Meanings

  1. (Swiss Standard German, colloquial) vielseitig begabter Mensch, ein Multitalent, Alleskönner; oft mit leicht kritischer Note
    • „Man denkt unweigerlich an Axel Cäsar Springer. Der 1985 verstorbene Hanseat mit dem römischen Herrschertitel im Namen war ein Sibesiech, der Frauen im Plural liebte und einen starken Hang zum Mystizismus hatte.“ Neue Zürcher Zeitung, 2. April 2024, Seite 50.
    • „Während die Deutschen einen, der viele Talente hat und einfach immer und überall reüssiert, einen Tausendsassa nennen, beschränken wir uns auf den Sibesiech.“ Tages-Anzeiger, 17. August 2011, Seite 23.
    • „Ich brauchte keine Publicity. Ich muss nicht der ganzen Welt mitteilen, was für ein Sibesiech ich bin.“ Weltwoche, 16. August 2012, Seite 60.
    • „Ein Sibesiech ist einer, der manches zustande bringt, dabei aber auch immer ein bisschen zum Blenden und Prahlen neigt.“ NZZ am Sonntag, 23. Juni 2013, Seite 69.
  2. (Swiss Standard German, outdated) Schimpfwort für einen Menschen
    • „Dër, wo-miᶜʰ veʳchlagt hed, ist känn Siech, aber en Sibeⁿs[iech] ist er!“ Adolf Tobler, 1905, zitiert nach Albert Bachmann [Leitung] et al.: Schweizerisches Idiotikon. Wörterbuch der schweizerdeutschen Sprache. Gesammelt auf Veranstaltung der ANTIQUARISCHEN GESELLSCHAFT IN ZÜRICH unter Beihülfe aus allen Kreisen des Schweizervolkes. 7. Band: S, Huber, Frauenfeld 1913, DNB 948902280 (Digitalisat) , Spalte 195, Artikel Sibeⁿ-Siech (Digitalisat).
    • „Iᶜʰ haⁿ-se fërn oᶜʰ dinneⁿ [Erdflöhe im Flachs] g’haⁿ, di Ssackermënteⁿ, die Ssibeⁿsiecheⁿ, die tūsigs Disen und Äineⁿ.“ Emanuel Friedli, 1904, zitiert nach Albert Bachmann [Leitung] et al.: Schweizerisches Idiotikon. Wörterbuch der schweizerdeutschen Sprache. Gesammelt auf Veranstaltung der ANTIQUARISCHEN GESELLSCHAFT IN ZÜRICH unter Beihülfe aus allen Kreisen des Schweizervolkes. 7. Band: S, Huber, Frauenfeld 1913, DNB 948902280 (Digitalisat) , Spalte 195, Artikel Sibeⁿ-Siech (Digitalisat).

Forms

SpellingFeaturesLabelsSource
Siebensiech Gender=Masc rare, variant lexicographic
Sibesiechen Case=Dat, Gender=Masc, Number=Plur lexicographic
Sibesiechs Case=Gen, Gender=Masc, Number=Sing lexicographic
Sibesiech Case=Acc, Gender=Masc, Number=Sing lexicographic
Sibesiech Case=Dat, Gender=Masc, Number=Sing lexicographic
Sibesiech Case=Nom, Gender=Masc, Number=Sing lexicographic
Sibesieche Case=Gen, Gender=Masc, Number=Plur lexicographic
Sibesieche Case=Acc, Gender=Masc, Number=Plur lexicographic
Sibesieche Case=Nom, Gender=Masc, Number=Plur lexicographic

Coordinates

Alleskönner · Tausendsassa

Hypernyms

Person