Seitenschneider de · NOUN
Pronunciation
- [ˈzaɪ̯tn̩ˌʃnaɪ̯dɐ]
- audio
Etymology
Ableitung der Zusammenrückung der Wortgruppe Seite(n) schneid(en) mit dem Derivatem (Ableitungsmorphem) -er
Meanings
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Werkzeug mit keilförmigen Schneiden, das zum Durchtrennen von Drähten, Blechen und Ähnlichem verwendet wird
„Der Oberleutnant knipst gerade mit einem Seitenschneider die letzten Zündkabel und Sprengschnüre durch.“
Süddeutsche Zeitung, 10.04.2017, S. 7 (auch online).„Die Polizei stellte im Kasten der beiden Jugendlichen einen sogenannten Seitenschneider sicher, mit dem sie das Gitter des Kästlis aufgebrochen hatten.“
Neue Zürcher Zeitung, 20.06.1997, S. 58.„In das Loch wird der passende Dübel eingeschoben und die überstehende Dübelstange mit einem Seitenschneider glatt an der Wand abgeschnitten […]“
HELIOS 1936, S. 1260.„In jedem Werkzeugkasten eines Heimwerkers findet sich mindestens ein Seitenschneider.“
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 10.01.2012, S. T2.„Der mit einem Gewicht von 108 Kilogramm recht beleibte Hafenarbeiter wurde mit einem Seitenschneider aus seinem Kleinwagen herausgeschnitten.“
Süddeutsche Zeitung, 23.10.1989, S. 10.
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aus keilförmigen Schneiden bestehender Teil einer Zange, mit dem Drähte, Bleche und Ähnliches durchtrennt werden können
„Eine zum Tragen eingerichtete dauerhafte Lederhülle enthält folgende Werkzeuge: […] Kräftige stählerne Flachzange mit Seitenschneider für weiche Drähte […]“
Elektrotechnische Zeitschrift 1989, S. 539.„Als geeignetes Werkzeug empfehlen sich dazu Drahtzangen mit Seitenschneider, welche also Flach- und Kneifzange in einem Instrument vereinigen.“
Bruno Kerl und F. Stohmann, Encyklopädisches Handbuch der technischen Chemie, 3. Aufl., Bd. 4, Schwetsche, Braunschweig 1877, Sp. 1335.„Die Plombenzange mit Seitenschneider hat einen Stempeldurchnesser von 8 mm und wir liefern sie mit und ohne Gravur.“
Friedrich Lercher GmbH, Plombenzange mit Seitenschneider Ø 8 mm, abgerufen am 27.06.2020.„Außerdem können sie wie die Telefonzangen mit einem Drahtabschneider hinter dem Maul oder wie die Modistinnenzangen mit einem Seitenschneider ausgestattet sein.“
Heinz Gröger und Kurt Pohley, Werkzeuge, Fachbuchverlag, Leipzig 1959, S. 41.„[Code:] 8203.20.20 [Beschreibung:] nachstehende Zangen mit einer Länge von mehr als 110 mm bis 300 mm: Kombinationszangen mit gezahnten Backen, auch ohne Rohrbackenöffnung, Flachrundzangen mit Seitenschneider und gezahnten Backen, Gasrohrzangen und verstellbare Gasrohrzangen (auch mit gebogenem Kopf)“
Wirtschaftspartnerschaftsabkommen zwischen der Europäischen Union und ihren Mitgliedstaaten einerseits und den SADC-WPA-Staaten andererseits, Amtsblatt der Europäischen Union L 250 vom 16.09.2016, S. 3–2120 (auch online).„Außer diesen Zangen gibt es noch eine ganze Zahl Kombinationszangen (Flachzange mit Seitenschneider, Universal-Elektrikerzange usw.), die erwünscht, aber für unsere Zwecke nicht unbedingt notwendig sind.“
Emanuel Gscheidlen, An der Werkbank: Anleitung zur Handfertigkeit mit besonderer Berücksichtigung der Herstellung physikalischer Apparate, Teubner, Leipzig 1912, S. 9 (Digitalisat via Staatsbibliothek Berlin).
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(Stanztechnik) rechteckiger Stempel zum seitlichen Beschneiden eines Streifens
„Seitenschneider sind so anzuordnen, dass Anschneidanschläge wegfallen und die Sicht auf die Lochstempel nicht behindert wird.“
Waldemar Hellwig: Spanlose Fertigung: Stanzen. 9. Auflage. Vieweg + Teubner, Wiesbaden 2009, Seite 61 (Zitiert nach Google Books) .„Der Seitenschneider ergibt die genaueste Vorschubbegrenzung. Er ist ein zusätzlicher Schneidstempel, der den Rand des Blechstreifens beschneidet.“
Heinz Tschätsch, Praxis der Umformtechnik, 8. Aufl., Springer, 2005, S. 234.„Wenn ein Seitenschneider lange im Einsatz bleibt, führt die zunehmende Kantenverrundung zu einem Grat am Blechstreifen […]“
Alfred Herbert Fritz in ders. und Günter Schulze (Hrsg.), Fertigungstechnik, 7. Aufl., Springer, 2006, S. 244.„Der Seitenschneider S ist so anzuordnen, daß der Ausschneidestempel den Streifen nicht anknabbert, da dann der Stempel abgedrängt würde.“
Gerhard Oehler, Oehler/Kaiser: Schnitt-, Stanz- und Ziehwerkzeuge, 5. Aufl., Springer, 1966, S. 80.„Der erste Seitenschneider schneidet den Streifen auf 13,5 mm breit, und diese Breite ist als Scheibengröße zu denken, von wo aus die Ziehgänge zu bestimmen sind.“
Eugen Kaczmarek, Die moderne Stanzerei, 3. Aufl., Springer, 1929, S. 179.
Forms
| Spelling | Features | Labels | Source |
|---|---|---|---|
| Seitenschneider | Case=Acc, Gender=Masc, Number=Sing | lexicographic | |
| Seitenschneider | Case=Gen, Gender=Masc, Number=Plur | lexicographic | |
| Seitenschneider | Case=Dat, Gender=Masc, Number=Sing | lexicographic | |
| Seitenschneider | Case=Nom, Gender=Masc, Number=Sing | lexicographic | |
| Seitenschneider | Case=Acc, Gender=Masc, Number=Plur | lexicographic | |
| Seitenschneider | Case=Nom, Gender=Masc, Number=Plur | lexicographic | |
| Seitenschneiders | Case=Gen, Gender=Masc, Number=Sing | lexicographic | |
| Seitenschneidern | Case=Dat, Gender=Masc, Number=Plur | lexicographic |
Coordinates
Bolzenschneider · Abzwickzange
Deriveds
Seitenschneideranschlag · Seitenschneiderabfall
Hypernyms
Zange · Drahtschneidewerkzeug · Schneidgerät
Hyponyms
Translations (6)
en wire cutters (Werkzeug mit keilförmigen Schneiden, etwa zum Durchtrennen von Drähten, Blechen und Ähnlichem) · cs štípačky (Werkzeug mit keilförmigen Schneiden, etwa zum Durchtrennen von Drähten, Blechen und Ähnlichem) · sv avbitartång (Werkzeug mit keilförmigen Schneiden, etwa zum Durchtrennen von Drähten, Blechen und Ähnlichem) · it tronchese (Werkzeug mit keilförmigen Schneiden, etwa zum Durchtrennen von Drähten, Blechen und Ähnlichem) · cs boční štípací kleště (Werkzeug mit keilförmigen Schneiden, etwa zum Durchtrennen von Drähten, Blechen und Ähnlichem) · en side cutters (Werkzeug mit keilförmigen Schneiden, etwa zum Durchtrennen von Drähten, Blechen und Ähnlichem)