[1] ursprünglich bairisches Wort, Herkunft unbekannt
[2] vom Deutschen Wörterbuch in einen Zusammenhang mit Reute „ausgereutetes Stück Land“ gestellt und damit nicht verwandt mit Bedeutung 1
Meanings
(Bayern, Österreich) antriebsloses Schneefahrzeug auf Kufen zur Bergabfahrt
„Jeder sollte außerdem vor der Abfahrt wissen, wie er richtig auf dem Rodel sitzt und möglichst schnell bremsen oder ausweichen kann.“ Katja Schnitzler: "Manche wollen mit Turnschuhen auf den Schlitten". In: sueddeutsche.de. 4. Februar 2014, ISSN 0174-4917 (URL, abgerufen am 3. Februar 2017) .
(meist Rödel, outdated) kurzer Stock zum Abstreifen der am Pflugbrett hängenden Erde
fr luge (antriebsloses Schneefahrzeug auf Kufen zur Bergabfahrt) · it slitta (antriebsloses Schneefahrzeug auf Kufen zur Bergabfahrt) · fi kelkka (antriebsloses Schneefahrzeug auf Kufen zur Bergabfahrt) · pl sanki (antriebsloses Schneefahrzeug auf Kufen zur Bergabfahrt) · en sled (antriebsloses Schneefahrzeug auf Kufen zur Bergabfahrt) · tr kızak (antriebsloses Schneefahrzeug auf Kufen zur Bergabfahrt) · it slittino (antriebsloses Schneefahrzeug auf Kufen zur Bergabfahrt)
[1, 2] spätmittelhochdeutsch rodel, entlehnt aus mittellateinisch rotulus, rotula ‚Schriftrolle‘, aus lateinisch rotula, rotulus ‚Rädchen, Röllchen‘, zu lateinisch rota ‚Rad‘
Meanings
(Swiss Standard German, Südwestdeutschland) Verzeichnis, Aufstellung, Liste
„Der Zunftschreiber führt die gesamte Korrespondenz der Zunft im Auftrag des Zunftmeisters sowie die Protokolle der Hauptbotts. Er verschickt die Einladungen für sämtliche Zunftanlässe, ist für den Druck von Satzungen und Rodel besorgt, führt das Adressverzeichnis (Rodel) der Zunft, die Anwesenheitslisten und das Organigramm. Er wird im Verhinderungsfall durch den Protokollführer vertreten.“ Zunft Schwamendingen: Zunftschreiber. Abgerufen am 17. Februar 2026.
„Es war für die Gewinnung bestimmter methodischer Grundsätze und neuer Gesichtspunkte zur Interpretation der Urbare erforderlich, eine goße [sic!] Zahl von Urbaren und Rödeln durchzuarbeiten.“ Hugo Ott: Studien zur spätmittelalterlichen Agrarverfassung im Oberrheingebiet. Gustav Fischer, Stuttgart 1970, Seite Vii (Zitiert nach Google Books) .
„Der Gantmeister soll jedes an der Steigerung auf ein ausgerufenes Stück gethane Angebot, in einen dazu bestimmten Rodel eintragen.“ Samuel Ludwig Schnell: Handbuch des Civil-Processes. mit besonderer Hinsicht auf die positiven Gesetze des Kantons Bern. Walthard, Bern 1810, Seite 335f (Zitiert nach Google Books) .
„Dieser Rodel soll beim Ausladen des Schiffes dem Sustmeister in Walenstadt vorgewiesen, von letzterem nach Richtigbefinden der Waare unterschrieben und dem Einzähler in Zürich wieder zugeschikt werden.“ Jacob Kaiser, Joseph Karl Kruetli: Die Eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1587 bis 1617. Band 5, Abtheilung 1, Wyß, Bern 1872, Seite 612 (Zitiert nach Google Books) .
„Hinweis zur Führung der Kirchenrodel (S[ynodal]R[ats]-Beschluss): In den Rodel werden Amtshandlungen der Kirchgemeinde festgehalten: Taufen, Konfirmationen, kirchliche Trauungen und kirchliche Bestattungen.“ Fehlender Parameter (Hilfe) Evangelisch-reformierte Kirche des Kantons Freiburg: 30. April 2016, abgerufen am 17. Februar 2026.
„Im Bürgerarchiv der Bürgergemeinde Sirnach sind historische Akten der Gemeinde Sirnach und Busswil archiviert, darunter Pläne, Urkunden, Rödel, Verträge, Protokolle und viele weitere Akten.“ Bürgergemeinde Sirnach: Geschichte. Abgerufen am 17. Februar 2026.
(Swiss Standard German, Südwestdeutschland, katholische Kirche) zylinderförmig aufgerollte dünne Wachskerze
[1] ursprünglich bairisches Wort, Herkunft unbekannt
Meanings
(Österreich, Bayern) antriebsloses Schneefahrzeug auf Kufen zur Bergabfahrt
„Der kleine Drache setzt sich auf die Rodel und rodelt hinunter.“ Linda Martin: Der kleine Drache Isidor entdeckt die Welt. BoD – Books on Demand, 2017, Seite 36ff (Zitiert nach Google Books) .
„Die Rodeln wurden ‚mit Hilfe eines elektrischen Motors zur Höhe hinaufgezogen.‘“ Wien Geschichte Wiki: „Schneepalast“ (Stabilversion)
(Österreich, Bayern) Kinderklapper, die rasselnde Geräusche macht, wenn man sie hin- und herbewegt
Eine einfache Rodel ist die mit Steinchen gefüllte Blechbüchse.
(Österreich, Bayern) zweirädriges Gerät zur Beförderung von Lasten, (wie Säcke, Getränkekisten, Kartons)
„1963 rutschte L. beim Aufladen einer ungefähr 160 kg schweren Kiste auf eine Rodel mit der rechten Hand ab und verriß sich dabei das linke Kniegelenk.“ Erich Jonasch: Erkennung und Beurteilung der Meniskusverletzung des Kniegelenkes durch das Gewöhnliche Röntgenbild. Springer, 2013, Seite 31 (Zitiert nach Google Books) .
„[…]; auf die Rampe selbst kann mit keinem Wagen, sondern nur mit sogenannten Rodeln gefahren werden.“ Protokolle der öffentlichen Sitzungen des Gemeinderathes der k.k. Reichshaupt- und Residenzstadt Wien. V. Jahrgang, 2. Band, Wallishausser, 1865, Seite 2353 (Zitiert nach Google Books) .
„Nur, auf die Rodel hatte er ein höchst kompliziertes Rechengerät geladen, dessen Wert die dreißigtausend Schilling schon überstieg.“ Otti Schwarz: Todesrausch. Trügerisches Vergessen. novum pro, 2015 (Zitiert nach Google Books) .
fr diable (zweirädriges Gerät zur Beförderung von Lasten, (wie Säcke, Getränkekisten, Kartons)) · fr luge (antriebsloses Schneefahrzeug auf Kufen zur Bergabfahrt) · it slitta (antriebsloses Schneefahrzeug auf Kufen zur Bergabfahrt) · it slittino (antriebsloses Schneefahrzeug auf Kufen zur Bergabfahrt)