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Dictionary

Words, grammatical forms and meanings linked to the ontology.

Reisig de · NOUN

Pronunciation

  • audio
  • (Austrian German) audio
  • [ˈʁaɪ̯zɪç]
  • [ˈʁaɪ̯zɪk]
  • audio
  • rhymes aɪ̯zɪk
  • rhymes aɪ̯zɪç

Etymology

Reisig geht auf das althochdeutsche rīsahi (Geäst, Astwerk) und das mittelhochdeutsche rīsach und rīsech (Rute, Reis, Gebüsch) zurück und ist seit dem 12. Jahrhundert belegt. Die neuhochdeutsche Form Reisig (16. Jahrhundert) entstand durch einen Wandel der unbetonten Endsilbe zu -ig. Insgesamt handelt es sich bei diesem nur im Deutschen vorkommenden Substantiv um eine Kollektivbildung mit dem germanischen Suffix -ahja- zu einem althochdeutschen Substantiv, das dem Neutrum Reis zugrunde liegt.

Meanings

  1. dürre, trockene Zweige, die von Bäumen oder Büschen abgefallen sind und häufig als Brennmaterial benutzt werden
    • Bevor wir das Lagerfeuer anmachen können, müsst ihr Reisig sammeln gehen.
    • „Fallholz und Reisig gibt es reichlich, man braucht es nur aufzusammeln.“ Christian Graf von Krockow: Die Stunde der Frauen. Bericht Pommern 1944 bis 1947. Nach einer Erzählung von Libussa Fritz-Krockow. 11. Auflage. Deutsche Verlags-Anstalt, Stuttgart/München 2000, ISBN 3-421-06396-6 , Seite 155. Erstauflage 1988.
    • „Ein mächtiges Feuer aus Reisig und Kienäpfeln flammte im Saal.“ Gustave Flaubert: Bouvard und Pécuchet. Roman. Diogenes, Zürich 1979 (übersetzt von Erich Marx), ISBN 3-257-20725-5 , Seite 29. Französisch 1881.
    • „In der Feuerstelle war noch Glut, er legte Reisig darüber, ließ es anglühen, blies es hoch, legte Holz darauf und schob das Feuer zwischen zwei Steine.“ Janosch: Polski Blues. Roman. Goldmann, München 1991, ISBN 978-3-442-30417-2 , Seite 103.
  2. (outdated) das Gebüsch, das aus lebenden Ästen und Zweigen besteht
    • „»Ja, es ist schrecklich fatal«, lispelte der Obmann, »und wir haben schon gestern Einladungen zum Siegesfest verschickt und das Bootshaus beflaggt und mit Reisig geschmückt.«“ Gustav Meyrink: Des Deutschen Spießers Wunderhorn. In: Projekt Gutenberg-DE. Das dicke Wasser (URL, abgerufen am 18. Februar 2023) . Alte Version im Internet-Archiv abrufbar. *
    • Wir streiften durch das dichte Reisig und suchten unseren Kameraden.
  3. (Rechtssprache, outdated) ein Reis (Laubzweig oder Rebe), das bei der Übertragung eines Baumgartens, Waldgrundes oder Weinberges durch Verkauf in den Boden gesteckt oder überreicht wird
    • Der Kauf des Weinbergs ist besiegelt. Das Reisig ist nun übergeben.

Forms

SpellingFeaturesLabelsSource
Reisig Case=Nom, Gender=Neut, Number=Sing lexicographic
Reisig Case=Acc, Gender=Neut, Number=Sing lexicographic
Reisig Case=Dat, Gender=Neut, Number=Sing lexicographic
Reisigs Case=Gen, Gender=Neut, Number=Sing lexicographic

Deriveds

Reisigbündel · Reisighaufen · Reisighütte · Reisigbesen

Hyponyms

Birkenreisig · Fichtenreisig · Tannenreisig

Synonyms

Reiser · Reis · Reis

Translations (9)

ca brossa (dürre, trockene Zweige, die von Bäumen oder Büschen abgefallen sind) · lv žagari (dürre, trockene Zweige, die von Bäumen oder Büschen abgefallen sind) · ru хворост (dürre, trockene Zweige, die von Bäumen oder Büschen abgefallen sind) · en brushwood (dürre, trockene Zweige, die von Bäumen oder Büschen abgefallen sind) · fr broussailles (dürre, trockene Zweige, die von Bäumen oder Büschen abgefallen sind) · pl susz (dürre, trockene Zweige, die von Bäumen oder Büschen abgefallen sind) · sv ris (dürre, trockene Zweige, die von Bäumen oder Büschen abgefallen sind) · pl chrust (dürre, trockene Zweige, die von Bäumen oder Büschen abgefallen sind) · cs klestí (dürre, trockene Zweige, die von Bäumen oder Büschen abgefallen sind)