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Dictionary

Words, grammatical forms and meanings linked to the ontology.

Muschkote de · NOUN

Pronunciation

  • rhymes oːtə
  • [mʊʃˈkoːtə]
  • audio

Etymology

Entstellung des Substantivs Musketier, belegt seit 1870

Meanings

  1. (casual, derogatory, historical) Soldat, dessen Waffe die Muskete ist, ein Musketier
    • „»…Mall-Gruen nennen sie ihn, weil er verrückt ist, seit ihn die Muschkoten November achtzehn an die Wand gestellt haben.«“ Hans Fallada: Bauern, Bonzen und Bomben. Roman. Aufbau, Berlin 2011, ISBN 978-3-7466-2793-9, Seite 38. Erstveröffentlichung 1931.
    • „Sie sind ja nur Muschkoten, und er ist ein hohes Tier.“ Erich Maria Remarque: Im Westen nichts Neues. Kiepenheuer & Witsch, Köln 1993, Seite 234. (Kapitel 10) ISBN 3-462-01844-2. In dieser Ausgabe steht allerdings die Form Muskoten. In anderen Zitaten dergleichen Stelle tritt die Form Muschkoten auf.
    • „Denn da klappt noch alles, da bewegt noch jener Gehorsam, der allen andren Teilnehmern des Staates fehlt, automatisch die Glieder. Disziplin –? Ja, der Muschkote hat sie. Aber auch die Herren Generale?“ Carl von Ossietzky: Ein Lesebuch für unsere Zeit. In: Projekt Gutenberg-DE. Rechenschaft, Abschnitt: Generalswirtschaft (URL) . Alte Version im Internet-Archiv abrufbar. *
  2. (oft abwertend, outdated, soldatensprachlich) (rangloser) Soldat
    • „Auf kurzem Kommißurlaub - in entlaustem Uniformzeug, Kanonenstiebeln, Hänge an der Hosennaht - traute ich mich an die Bücher nicht mehr heran, die mir den Rücken zukehrten: dem Muschkoten.“ Walter Mehring: Die verlorene Bibliothek. Autobiographie einer Kultur. Heyne, München 1972, Seite 18 (Deutsche Erstausgabe 1952)
    • „Ich war schließlich Muschkote wie er, mit einem halben Schlag in den Hosenbeinen, einem schlecht sitzenden Kulani am Leib und einer Matrosenmütze wie in meinem fünften Lebensjahr auf dem Kopf.“ Lothar-Günther Buchheim: Die Festung. 2. Auflage. Hoffmann & Campe, Hamburg 1995, ISBN 3-455-00733-3, Seite 252. 1. Auflage auch 1995.
    • „»…Mall-Gruen nennen sie ihn, weil er verrückt ist, seit ihn die Muschkoten November achtzehn an die Wand gestellt haben.«“ Hans Fallada: Bauern, Bonzen und Bomben. Roman. Aufbau, Berlin 2011, ISBN 978-3-7466-2793-9, Seite 38. Erstveröffentlichung 1931.
    • „Sie sind ja nur Muschkoten, und er ist ein hohes Tier.“ Erich Maria Remarque: Im Westen nichts Neues. Kiepenheuer & Witsch, Köln 1993, Seite 234. (Kapitel 10) ISBN 3-462-01844-2. In dieser Ausgabe steht allerdings die Form Muskoten. In anderen Zitaten dergleichen Stelle tritt die Form Muschkoten auf.
    • „Denn da klappt noch alles, da bewegt noch jener Gehorsam, der allen andren Teilnehmern des Staates fehlt, automatisch die Glieder. Disziplin –? Ja, der Muschkote hat sie. Aber auch die Herren Generale?“ Carl von Ossietzky: Ein Lesebuch für unsere Zeit. In: Projekt Gutenberg-DE. Rechenschaft, Abschnitt: Generalswirtschaft (URL) . Alte Version im Internet-Archiv abrufbar. *
  3. (oft abwertend, outdated, soldatensprachlich) einfacher Mensch

Forms

SpellingFeaturesLabelsSource
Muschkoten Case=Dat, Gender=Masc, Number=Plur lexicographic
Muschkoten Case=Acc, Gender=Masc, Number=Sing lexicographic
Muschkoten Case=Gen, Gender=Masc, Number=Sing lexicographic
Muschkoten Case=Gen, Gender=Masc, Number=Plur lexicographic
Muschkoten Case=Dat, Gender=Masc, Number=Sing lexicographic
Muschkoten Case=Acc, Gender=Masc, Number=Plur lexicographic
Muschkoten Case=Nom, Gender=Masc, Number=Plur lexicographic
Muschkote Case=Nom, Gender=Masc, Number=Sing lexicographic
Muskote Gender=Masc alternative lexicographic

Hypernyms

Soldat

Synonyms

Muschik · Landser · Musketier · Infanterist · Muschik · Frontschwein · Muschik · Fußsoldat

Translations (2)

sv musketör (historisch, abwertend, salopp: Soldat, dessen Waffe die Muskete ist, ein Musketier) · sv fotsoldat (soldatensprachlich, veraltend, oft abwertend: (rangloser) Soldat)