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Dictionary

Words, grammatical forms and meanings linked to the ontology.

Freiheitsberaubung de · NOUN

Pronunciation

  • audio
  • [ˈfʁaɪ̯haɪ̯t͡sbəˌʁaʊ̯bʊŋ]

Etymology

Determinativkompositum, zusammengesetzt aus den Substantiven Freiheit und Beraubung sowie dem Fugenelement -s

Meanings

  1. Verhalten, durch das einem Menschen (vorsätzlich und rechtswidrig) die persönliche Fortbewegungsfreiheit entzogen wird
    • Im Kinderheim waren Freiheitsberaubungen durch die Erzieher an der Tagesordnung.
    • Voller Wiedersehensfreude umarmte er sie, doch sie wehrte sich gegen diese Freiheitsberaubung.
    • Er ist mehrfach vorbestraft wegen Freiheitsberaubung.
    • Sie erachtet die Strafandrohung für Freiheitsberaubungen als zu gering.
    • Dass sie gegen ihren Willen mit ihren Eltern im Auto in den Urlaub fahren musste, empfand sie als Freiheitsberaubung.
  2. (deutsches Strafrecht; ohne Plural) Straftat gemäß § 239 I StGB, bei der der Täter das Opfer gegen dessen Willen nicht nur ganz kurzfristig einsperrt oder ihm auf andere Weise (etwa Betäuben, Fesseln oder Festhalten) die (potenzielle) Fortbewegungsfreiheit nimmt
    • Der Tatbestand der Freiheitsberaubung ist auch dann erfüllt, wenn jemand nur während des Schlafes eingesperrt war, da bereits die potenzielle Bewegungsfreiheit geschützt wird.
    • „Auch Freiheitsberaubung und jede andere Form von Unterdrückung sind öffentlich zu machen und zu bekämpfen.“ Tania Kambouri: Deutschland im Blaulicht. Notruf einer Polizistin. 4. Auflage. Piper, München, Berlin, Zürich 2015, ISBN 978-3-492-06024-0, Seite 128.
    • Er ist mehrfach vorbestraft wegen Freiheitsberaubung.
    • Wer einen anderen mit dessen Einverständnis einsperrt, begeht keine Freiheitsberaubung.
    • „Die Freiheitsberaubung ist ein Spezialfall der Nötigung und geht daher grundsätzlich § 240 StGB vor, sofern der Täter nicht eine über die Duldung der Einsperrung hinausgehende Verhaltensweise des Opfers erzwingen möchte.“ Christian Jäger: Examens-Repetitorium Strafrecht Besonderer Teil. 5. Auflage. C.F. Müller, Heidelberg/München/Landsberg/Frechen/Hamburg 2013, ISBN 978-3-8114-6314-1, Seite 75 (Rn. 111) .
    • Die Freiheitsberaubung sollte reformiert werden.

Forms

SpellingFeaturesLabelsSource
Freiheitsberaubungen Case=Dat, Gender=Fem, Number=Plur lexicographic
Freiheitsberaubungen Case=Nom, Gender=Fem, Number=Plur lexicographic
Freiheitsberaubungen Case=Acc, Gender=Fem, Number=Plur lexicographic
Freiheitsberaubungen Case=Gen, Gender=Fem, Number=Plur lexicographic
Freiheitsberaubung Case=Acc, Gender=Fem, Number=Sing lexicographic
Freiheitsberaubung Case=Gen, Gender=Fem, Number=Sing lexicographic
Freiheitsberaubung Case=Nom, Gender=Fem, Number=Sing lexicographic
Freiheitsberaubung Case=Dat, Gender=Fem, Number=Sing lexicographic

Antonyms

Befreiung

Hypernyms

Straftat · Vergehen · Vorsatzdelikt · Dauerdelikt · Erfolgsdelikt

Translations (9)

ro privare de libertate (Verhalten, durch das einem Menschen rechtswidrig die persönliche Fortbewegungsfreiheit entzogen wird) · nn fridomsrøving (Verhalten, durch das einem Menschen rechtswidrig die persönliche Fortbewegungsfreiheit entzogen wird) · nl wederrechtelijke vrijheidsberoving (Verhalten, durch das einem Menschen rechtswidrig die persönliche Fortbewegungsfreiheit entzogen wird) · nb frihetsberøvelse (Verhalten, durch das einem Menschen rechtswidrig die persönliche Fortbewegungsfreiheit entzogen wird) · nb frihetsberøvelse (deutsches Strafrecht: Straftat gemäß § 239 I StGB) · en false imprisonment (Verhalten, durch das einem Menschen rechtswidrig die persönliche Fortbewegungsfreiheit entzogen wird) · nn fridomsrøving (deutsches Strafrecht: Straftat gemäß § 239 I StGB) · ro răpire de libertate (Verhalten, durch das einem Menschen rechtswidrig die persönliche Fortbewegungsfreiheit entzogen wird) · fr séquestration (Verhalten, durch das einem Menschen rechtswidrig die persönliche Fortbewegungsfreiheit entzogen wird)