Dictionary
Words, grammatical forms and meanings linked to the ontology.
Chapeau de · INTJ
Pronunciation
- [ʃaˈpoː] (standardsprachlich (Deutschland, Österreich))
- audio
- [ˈʃapo] (standardsprachlich (Schweiz, Belgien, Luxemburg))
- rhymes oː
Meanings
-
(formal) Ausruf im Sinne von „das verdient Anerkennung“
„Auch am Samstag bewies Seyfettin Kalayci beim Sieg im Meisterschaftsspiel gegen Oberdorf, dass man mit eisernem Willen Berge versetzen kann, und spielte gemäss seinem Clubpräsidenten Mauro Gatti eine gute Partie: ‚Wenn einer die ganze Woche tagsüber nichts isst und trinkt und dann bei hohen Temperaturen eine solche Leistung abrufen kann und erst noch den Führungstreffer erzielt - dann Chapeau!‘“
Wenn der Glaube Berge versetzt. In: Basler Zeitung. 16. August 2011, Seite 17 .„Ich habe mir beim Interview gedacht: Chapeau, Herr Nelles, inhaltlich ist da nichts, wenigstens haben Sie Humor.“
Patrick Bildstein: „Wir stehen zu den Schulden“. In: GrenzEcho Online. 7. Februar 2015 (Artikel nur nach Anmeldung einsehbar, URL, abgerufen am 29. Februar 2016) .„Wenn Sie zwanzig wären, würde ich denken: o weh. Bei Ihnen sage ich: Chapeau, und zöge Lebensweisheit in Betracht, wüßte ich nicht, daß Sie zu viel an Ihre Katze denken. Darum sage ich Ihnen lieber gleich: Es geht ihr gut.“
Adolf Muschg: Sutters Glück. 1. Auflage. Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 2003 (Suhrkamp-Taschenbuch ; 3442), ISBN 3-518-39942-X, Seite 82 .„Das Ausscheiden konnten sie zwar nicht verhindern, aber die Art und Weise, wie sie sich verteidigten, war doch schon beeindruckend: ‚Chapeau!‘“
Klasseleistung des Meisters. In: Tageblatt Online. 17. Oktober 2011 (URL, abgerufen am 29. Februar 2016) .Chapeau! Ich hätte das nicht gekonnt.
„Chapeau! Seine Rolle bestätigt die These von Robert Musil: ‚Eifersucht setzt voraus, dass man aus der Liebe einen Besitz machen will.‘“
Wem gehörst du? In: Kleine Zeitung. 25. Juli 2008, Seite 87 .
Synonyms
alle Achtung · Junge, Junge · allen Respekt · Respekt · à la bonne heure · schau, schau · Hut ab
Translations (4)
it chapeau (bildungssprachlich: Ausruf im Sinne von „das verdient Anerkennung“) · en chapeau (bildungssprachlich: Ausruf im Sinne von „das verdient Anerkennung“) · fr chapeau (bildungssprachlich: Ausruf im Sinne von „das verdient Anerkennung“) · es chapeau (bildungssprachlich: Ausruf im Sinne von „das verdient Anerkennung“)
Chapeau de · NOUN
Pronunciation
Etymology
Bei dem Wort handelt es sich um eine Entlehnung aus dem gleichbedeutend französischen chapeau ^(→ fr), das dem spätlateinischem cappa ^(→ la) ‚eine Art Kopfbedeckung‘ entstammt.
Meanings
-
(archaic, humorous) sonst noch an die Kopfform angepasste Kopfbedeckung
„Mehrere Male wechselt Petibon das Kostüm, wobei zarter Tüll in Schwarz und Rosa das bevorzugte Material und kleine Hütchen und Chapeaus das neckische Aperçu auf dem Rotschopf der Sängerin sind.“
Petibon. In: Salzburger Nachrichten. 17. August 2009, Seite 9 .„Inzwischen quellen die Kostümregale über vor Hüten: Seriöse Zylinder und Chapeaus, Melonen, wie sie Unhold Alex in ‚Uhrwerk Orange‘ trägt, verwegene Gangsterhüte mit ‚Al Capone‘-Schweißband, aber auch rosa Cowboyhüte und mexikanische Fiesta-Kopfbedeckungen mit baumelnden Bommeln an der Krempe locken den Kunden.“
Faschingstrends in Nürnberg: Von Häschen, Leoparden-Ladys und Unfallopfern. In: Nürnberger Zeitung. 10. Januar 2008, Seite 3 .„Diese Variante des Chapeaus ist allerdings aus dem Hip-Material Straussenleder gearbeitet.“
Hütet euch. In: SonntagsZeitung. 26. März 2000, Seite 123 .„Sie ſchien wirklich ein wenig uͤbergeſchnappt, als ſie das erſtemal in der europaͤiſchen Geſellſchaft glaͤnzte, ſie kokettirte gar zu romanhaft mit ihrem auserleſenen Chapeau, dem Volke, aber dieſer ehrbare Juͤngling ſetzte ihren ausgelaſſenen Attaken nur eine ſuͤße Schamroͤthe entgegen, bedeckte ſich das Geſicht mit beiden Haͤnden und rettete ſich unter den Faͤcher der Tante.“
Wolfgang Menzel: Die deutsche Literatur. 1. Auflage. Erſter Theil, bei Gebruͤder Franckh, Stuttgart 1828, Seite 257 (Zitiert nach Deutsches Textarchiv) .
-
(archaic) (ein Hut tragender) Herr, besonders beim Tanz
„Man merkt seiner Überlegung an, dass Frauen nach seiner Meinung die erwünschte Geselligkeit stören könnten: ‚In einer festlichen Tafel, an welcher die Anwesenheit der Damen die Freiheit der Chapeaus (also der Hüte tragenden Männer, K. P.) von selbst aufs Gesittete einschränkt, ist eine bisweilen sich ereignende plötzliche Stille ein schlimmer, lange Weile drohender Zufall, bei dem keiner sich getraut, etwas Neues, zur Fortsetzung des Gesprächs schickliches, hinein zu spielen; weil er es nicht aus der Luft greifen, sondern es aus der Neuigkeit des Tages, die aber interessant sein muss, hernehmen soll.‘“
Bei Tisch. In: Süddeutsche Zeitung. 14. Februar 2004, ISSN 0174-4917, Seite ROM1 .„Es iſt hier ſo Mode, fuhr ſie fort, daß jedes paar, das zuſammen gehoͤrt, beym Deutſchen zuſammen bleibt, und mein Chapeau walzt ſchlecht, und dankt mir’s, wenn ich ihm die Arbeit erlaſſe, ihr Frauenzimmer kann’s auch nicht und mag nicht, und ich habe im Engliſchen geſehn, daß ſie gut walzen, wenn ſie nun mein ſeyn wollen fuͤrs Deutſche, ſo gehn ſie und bitten ſich’s aus von meinem Herrn, ich will zu ihrer Dame gehn.“
Johann Wolfgang von Goethe: Die Leiden des jungen Werthers. 1. Auflage. Erſter Theil, in der Weygandſchen Buchhandlung, Leipzig 1774, Seite 37 (Zitiert nach Deutsches Textarchiv) .
Forms
Coordinates
Tanzherr · Tanzpartner
Hypernyms
Mann · Herr · Kopfbedeckung
Hyponyms
Chapeau bonnet · Chapeau bas · Chapeau Claque · Chapeau d’honneur · Chapeau claque
Synonyms
Hut
Translations (2)
en chapeau (scherzhaft: an die Kopfform angepasste Kopfbedeckung) · fr chapeau (scherzhaft: an die Kopfform angepasste Kopfbedeckung)