sonder de · ADP
Pronunciation
- rhymes ɔndɐ
- audio
- [ˈzɔndɐ]
Etymology
vom mittelhochdeutschen, auch mittelniederdeutschen sunder ^(→ gmh), das als Präposition ‚außer‘, ‚ohne‘ bedeutet, seit dem 16. Jahrhundert sonder; geht zurück auf das althochdeutsche Adverb suntar ^(→ goh) ‚abseits‘, ‚gesondert‘, ‚für sich‘ (8. Jahrhundert), von dem dann auch das alte Adjektiv sonder ‚für sich abgetrennt‘, ‚extra‘ stammt, welches heute als gebundenes Lexem sonder- fortlebt.
Meanings
-
(accusative, heute überwiegend in festen Wendungen, outdated) drückt Abwesenheit aus; ohne
„Es erschienen hungrige Landfrauen sonder Zahl, und dann wurde gefrühstückt.“
Jan Weiler: In meinem kleinen Land. Rowohlt Taschenbuch Verlag, Reinbek 2006 (10. Auflage), ISBN 978-3-499-62199-4 , Seite 126.(1857:) „Das Männchen ging voraus, der Bursche aber nahm seine Laterne und folgte ihm sonder Zagen.“
Ludwig Bechstein: Der beherzte Flötenspieler ^(→ WP) in: Deutsches Märchenbuch ^(→ WP), Ausgabe von 1857.
Antonyms
Deriveds
Relateds
Synonyms
Translations (1)
nds sünner (veraltend: nicht da)