in Hülle und Fülle de · X
Pronunciation
- audio
- [ɪn ˈhʏlə ʊnt ˈfʏlə]
Etymology
Die seit dem 16. Jahrhundert bezeugte Wendung »Hülle und Fülle« bedeutete zunächst ‚Kleidung und Nahrung‘ und bezog sich auf den allernotwendigsten Lebensunterhalt. Die Bedeutung ‚Nahrung‘ des Wortes »Fülle« rührte aus ‚Füllung des Magens‘ her. Seit dem 17. Jahrhundert wurde dann »Fülle« in seiner üblichen Bedeutung verstanden und die ganze Wendung in ‚Überfluss‘ umgedeutet.
Meanings
-
in großer Menge, im Überfluss
Er hat Geld in Hülle und Fülle.
Es gab Speis und Trank in Hülle und Fülle.
„Alle Welt verdient Geld in Hülle und Fülle, wer sollte da nach Verantwortung fragen?“
Bernhard Kellermann: Totentanz. Verlag Neues Leben, Berlin 1981, Seite 264 (Zitiert nach Google Books) .„Die Natur hat eine merkwürdige Vorliebe dafür, solche Personen in Hülle und Fülle hervorzubringen; natura non fecit saltus, sie macht keinen Sprung, sie liebt die Übergänge und hält auch im großen die Welt in einem Übergangszustand zwischen Schwachsinn und Gesundheit.“
Robert Musil: Der Mann ohne Eigenschaften. Roman. In: Adolf Frise (Herausgeber): Robert Musil, Gesammelte Werke in Einzelausgaben. 12.–16. Tausend, Rowohlt Verlag, Hamburg 1957, Seite 249 (Zitiert nach Internet Archive) .
Forms
| Spelling | Features | Labels | Source |
|---|---|---|---|
| die Hülle und Fülle | literary, variant | lexicographic |
Antonyms
Coordinates
jede Menge · à gogo · wie Heu · wie Sand am Meer · in rauen Mengen · die Menge · bis zum Abwinken
Translations (6)
sv i stora mängder (in großer Menge, im Überfluss) · nl in overvloed (in großer Menge, im Überfluss) · es en abundancia (in großer Menge, im Überfluss) · sv i överflöd (in großer Menge, im Überfluss) · fr à foison (in großer Menge, im Überfluss) · fi yllin kyllin (in großer Menge, im Überfluss)