Vorurteilsgeprägtheit de · NOUN
Pronunciation
- [ˈfoːɐ̯ʔʊʁtaɪ̯lsɡəˌpʁɛːkthaɪ̯t]
- audio
Etymology
Ableitung des Adjektivs vorurteilsgeprägt zum Substantiv mit dem Derivatem (Ableitungsmorphem) -heit
Meanings
-
(rare) Einstellung/Haltung mit Vorurteilen, vorgefasste Meinungen gegenüber anderen
„Dass die immobilienwirtschaftlichen Aktivitäten dieser Zeit in höchstem Maße sozialkritische Beurteilungen erfuhren, die in ihrer Vorurteilsgeprägtheit bis heute durchschlagen, ist nicht verwunderlich.“
Hansjörg Bach, Matthias Ottmann, Erwin Sailer, Frank Peter Unterreiner: Immobilienmarkt und Immobilienmanagement. Vahlen, 2011, ISBN 978-3-8006-3859-8, Seite 10 (Zitiert nach Google Books)„Dazu kommen die nur begrenzt aufhebbare Standpunktbedingtheit und Vorurteilsgeprägtheit individueller Theoriebildung und Theorieprüfung namentlich im Bereich der Gesellschafts-, Human-, Handlungs- oder Geisteswissenschaften, wie es überhaupt ein Thema für sich wäre, das Verhältnis von lebensgeschichtlicher Standpunktdetermination und wissenschaftlicher Forschung in diesem Bereich zu untersuchen.“
Recht und Staat. J.C.B. Mohr (Paul Siebeck), 1974, ISBN 978-3-16-635431-6, Seite 30 (Zitiert nach Google Books)„Gleichwohl muss man konstatieren, dass die soziokulturelle Judenfeindschaft auf Grund ihrer Vorurteilsgeprägtheit trotz aller dezidierten Distanzierung vom gewalttätigen SA-Antisemitismus und eliminatorischen Rasseantisemitismus ein Klima vorbereiten half, das der sich stufenweise radikalisierenden NS-Judenverfolgung in der kritischen Anfangsphase eher nützlich war, vor allem keine Steine in den Weg legte.“
Gotthard Jasper: Paul Althaus (1888–1966). Vandenhoeck & Ruprecht, 2015, ISBN 978-3-647-55053-4, Seite 408 (Zitiert nach Google Books)„Für Gericht und Staatsanwaltschaft schließt sie allerdings eine Vorurteilsgeprägtheit aus.“
Barbara Kavemann, Ingrid Lohstöter, Lising Pagenstecher, Monika Jäckel, Jutta Braukmann, Elke Haarbusch, Karin Jochens: Sexualität — Unterdrückung statt Entfaltung. Springer-Verlag, 2013, ISBN 978-3-322-95494-7, Seite 64 (Zitiert nach Google Books)„Der zweite Einwand, dem es zu begegnen gilt, ist die Frage der Zuverlässigkeit bzw. der Vorurteilsgeprägtheit der Theaterkritiken als Quelleninstanzen für die ungefähre Erschließung einer Inszenierung.“
Rainer Kohlmayer: Oscar Wilde in Deutschland und Österreich. Walter de Gruyter, 2012, ISBN 978-3-11-094243-9, Seite 105 (Zitiert nach Google Books)
Forms
| Spelling | Features | Labels | Source |
|---|---|---|---|
| Vorurteilsgeprägtheit | Case=Acc, Gender=Fem, Number=Sing | lexicographic | |
| Vorurteilsgeprägtheit | Case=Gen, Gender=Fem, Number=Sing | lexicographic | |
| Vorurteilsgeprägtheit | Case=Nom, Gender=Fem, Number=Sing | lexicographic | |
| Vorurteilsgeprägtheit | Case=Dat, Gender=Fem, Number=Sing | lexicographic |
Coordinates
Befangenheit · Voreingenommenheit