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Dictionary

Words, grammatical forms and meanings linked to the ontology.

Vollwaise de · NOUN

Pronunciation

  • audio
  • [ˈfɔlˌvaɪ̯zə]

Etymology

Determinativkompositum aus dem Adjektiv voll und dem Substantiv Waise

Meanings

  1. minderjährige Person, die beide Eltern (durch Tod) verloren hat
    • „Im Gegensatz zu der bisherigen Auffassung der Landesversicherungsanstalten hat das Bundessozialgericht festgestellt, uneheliche Kinder, deren Väter nicht bekannt sind, haben nach dem Tode der Mutter als Vollwaise zu gelten.“ Gleiches Recht für uneheliche Kinder. In: Die Welt. 25. Juli 1959, ISSN 0173-8437, Seite 4 (Deutschland-Ausgabe) .
    • „1932 als Kind assimilierter jüdischer Eltern in Czernowitz geboren, durch den Holocaust zum Vollwaisen gemacht, im Krieg traumatisiert, 1946 nach Palästina verbracht und dem Vergessen unterstellt, hat Appelfeld das 20. Jahrhundert als grosse Verdüsterung erfahren.“ Andreas Breitenstein: Lichter am Ende der Nacht. Aharon Appelfeld betrachtet die Bilder seines Überlebens. In: Neue Zürcher Zeitung. 22. Januar 2005, ISSN 0376-6829, Seite 65 .
    • „Mutmaßliche Vollwaise warst du, standest hier, auf diesem Sand, der Saspe heißt, und hieltest eine leicht oxydierte Patronenhülse.“ Günter Grass: Die Blechtrommel. Roman. 323.–372. Tausend, S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 1964, Seite 334 (Erstausgabe 1962) .
    • „Die Geschichte handelte von zwei siebenjährigen Kindern, Vollwaisen, die auf einem Schrotthaufen ein ausgesetztes Baby gefunden haben; sie spielte zu einer Zeit, in der viele Leute sich ihrer Kinder und Babys entledigten.“ David Grossman: Eine Frau flieht vor einer Nachricht. Roman. Fischer Taschenbuch Verlag, Frankfurt am Main 2011 (Originaltitel: אשה בורחת מבשורה, übersetzt von Anne Birkenhauer aus dem Hebräischen), ISBN 978-3-596-18430-9, Seite 386 .
    • „Meine Mutter war eine Vollwaise, mußte als Kind von Almosen leben.“ Landolf Scherzer: Der Erste. Eine Reportage aus der DDR. Kiepenheuer & Witsch, Köln 1989, Seite 81 (Zitiert nach Google Books; Erstveröffentlichung im Greifenverlag zu Rudolstadt 1988) .
    • „Er lag noch vier Monate im Koma, dann waren Mutti und Tante Bärbel Vollwaisen.“ Beate Dölling: Hör auf zu trommeln, Herz. Roman. Beltz & Gelberg, Weinheim/Basel/Berlin 2003, ISBN 978-3-407-80909-4, Seite 123 .

Forms

SpellingFeaturesLabelsSource
Vollwaise Case=Dat, Number=Sing lexicographic
Vollwaise Case=Acc, Number=Sing lexicographic
Vollwaise Case=Nom, Number=Sing lexicographic
Vollwaise Case=Gen, Number=Sing lexicographic
Vollwaisen Case=Gen, Number=Plur lexicographic
Vollwaisen Case=Dat, Number=Sing lexicographic
Vollwaisen Case=Acc, Number=Sing lexicographic
Vollwaisen Case=Nom, Number=Plur lexicographic
Vollwaisen Case=Dat, Number=Plur lexicographic
Vollwaisen Case=Acc, Number=Plur lexicographic
Vollwaisen Case=Gen, Number=Sing lexicographic

Antonyms

Halbwaise · Mutterwaise · Vaterwaise

Deriveds

vollwaise

Hypernyms

Waise

Synonyms

Doppelwaise

Translations (6)

en complete orphan (minderjährige Person, die beide Eltern (durch Tod) verloren hat) · en orphan (minderjährige Person, die beide Eltern (durch Tod) verloren hat) · fr orphelin total / orpheline totale (minderjährige Person, die beide Eltern (durch Tod) verloren hat) · en double orphan (minderjährige Person, die beide Eltern (durch Tod) verloren hat) · fr orphelin absolu / orpheline absolue (minderjährige Person, die beide Eltern (durch Tod) verloren hat) · fr orphelin / orpheline (minderjährige Person, die beide Eltern (durch Tod) verloren hat)