Maschine, die eine Form durch Pressen, Stoßen, Schlagen herausschneidet beziehungsweise herstellt
stereotype, vorbereitete und oft wiederholte Aussage
„Auch auf konkrete Vorhalte reagiert die Zeugin mit vorbereiteten Stanzen.“ Matthias Gebauer: Eine Frau ohne Erinnerungen. In: Spiegel Online. 30. Januar 2020, ISSN 0038-7452 (URL, abgerufen am 30. Januar 2020) .
von italienisch stanza ^(→ it) (wörtlich: Wohnraum) entlehnt, das auf mittellateinisch stantia ^(→ la) zurückgeht, was wiederum von lateinisch stans ^(→ la), dem Partizip I von stare ^(→ la) stammt
Meanings
aus Italien stammende Strophenform mit dem Reimschema abababcc
„»Ottave rime« oder Stanzen sind eine im Italienischen wohl eingeführte Strophenform, bestehend aus je acht elfsilbigen Versen.“ Jan Philipp Reemtsma, in Zusammenarbeit mit Fanny Esterházy: Christoph Martin Wieland. Die Erfindung der modernen deutschen Literatur. C. H. Beck, München 2023, ISBN 978-3-406-80070-2, Seite 250.
„Die Mädchen hatten die drei Stanzen zum Preise der Schlehenblüten noch nicht beendet, als Jing Bo-djau erschien.“ Djin Ping Meh. Schlehenblüten in goldener Vase. Ullstein, Berlin/Frankfurt am Main 1987 (übersetzt von Otto und Artur Kibat), ISBN 3-549-06673-2, Seite 614 . Chinesisches Original 1755.
„Er schloß ein Schreibpult auf und gab mir zehn Stanzen zu lesen, die von ihm handelten.“ Giacomo Casanova: Geschichte meines Lebens, herausgegeben und eingeleitet von Erich Loos, Band 1. Propyläen, Berlin 1985 (Neuausgabe) (übersetzt von Heinz von Sauter), Seite 350.