Schreibstube de · NOUN
Pronunciation
- [ˈʃʁaɪ̯pˌʃtuːbə]
- audio
Etymology
Determinativkompositum, zusammengesetzt aus dem Stamm des Verbs schreiben und Stube
Meanings
- (outdated) Büro
-
(outdated) (Büro in der) Kaserne
Der Stabsfeldwebel geht nach dem morgendlichen Appell in die Schreibstube.
„Sie suchte ihn um zwei Uhr auf, weil sie wußte, daß um diese Zeit die Schreibstube leer war.“
Alfred Andersch: Winterspelt. Roman. Diogenes, Zürich 1974, ISBN 3-257-01518-6, Seite 196.Des andern Morgens setzte der Richter Goldmann Stillingen in die Schreibstube, und ließ ihn kopieren; da sah er nun alsofort, daß er sich vortrefflich zu so etwas schicken würde, und wenn die Frau Richterin nicht ein wenig geizig gewesen wäre, so hätte er ihn alsofort zum Schreiber angenommen. (Johann Heinrich Jung-Stilling, Henrich Stillings Jünglings-Jahre)
„Wir sehen ihn in der Richtung der Schreibstube verschwinden.“
Erich Maria Remarque: Im Westen nichts Neues. Kiepenheuer & Witsch, Köln 1993, Seite 80. ISBN 3-462-01844-2. Erstveröffentlichung 1928, als Buch 1929.
-
(vor Erfindung des Buchdrucks) Örtlichkeiten, wo auf- oder abgeschrieben wird
„Diese Formen wurden eingehalten durch Anlehnung an bekannte Muster (Formulare), die zu diesem Zweck in allen Schreibstuben gesammelt und als Formularbücher jedem Kanzlisten unentbehrlich waren.“
Horst Joachim Frank: Dichtung, Sprache, Menschenbildung. Geschichte des Deutschunterrichts von den Anfängen bis 1945. Band 1. Deutscher Taschenbuch Verlag, München 1976, Seite 21. ISBN 3-423-04271-0.Als Skriptorium bezeichnet man die seit der Spätantike entstehenden, meist in Klöstern befindlichen Schreibstuben, in denen sakrale und teilweise auch profane Texte handschriftlich dupliziert werden.
Wikipedia-Artikel Skriptorium„In der Praxis sah die Arbeit dieser Spezialisten so aus, dass in jeder klösterlichen Schreibstube überlegt wurde, wie die deutsche Entsprechung zu einem bestimmten lateinischen Wort wohl aussehen könnte.“
Dudenredaktion (Herausgeber): Duden, Das Herkunftswörterbuch. Etymologie der deutschen Sprache. In: Der Duden in zwölf Bänden. 5., neu bearbeitete Auflage. Band 7, Dudenverlag, Berlin/Mannheim/Zürich 2013, ISBN 978-3-411-04075-9 , Seite 50.
Forms
| Spelling | Features | Labels | Source |
|---|---|---|---|
| Schreibstube | Case=Acc, Gender=Fem, Number=Sing | lexicographic | |
| Schreibstube | Case=Gen, Gender=Fem, Number=Sing | lexicographic | |
| Schreibstube | Case=Nom, Gender=Fem, Number=Sing | lexicographic | |
| Schreibstube | Case=Dat, Gender=Fem, Number=Sing | lexicographic | |
| Schreibstuben | Case=Dat, Gender=Fem, Number=Plur | lexicographic | |
| Schreibstuben | Case=Nom, Gender=Fem, Number=Plur | lexicographic | |
| Schreibstuben | Case=Acc, Gender=Fem, Number=Plur | lexicographic | |
| Schreibstuben | Case=Gen, Gender=Fem, Number=Plur | lexicographic |
Coordinates
Skriptorium · Schreibzimmer · Kontor
Deriveds
Hypernyms
Translations (2)
en scriptorium (Örtlichkeiten, wo auf- oder abgeschrieben wird) · en office (veraltete Bedeutung: Büro)