Schicklichkeitsgefühl de · NOUN
Pronunciation
- [ˈʃɪklɪçkaɪ̯t͡sɡəˌfyːl]
- audio
Etymology
Determinativkompositum aus den Substantiven Schicklichkeit und Gefühl sowie dem Fugenelement -s
Meanings
-
(literary, outdated) (natürliche) Fähigkeit, schicklich zu handeln
„»Sehen Sie,« sagte er, »dies ist die Art und Weise, wie ich daheim bei mir meine Frauenzimmer auf derartige Verstöße gegen alles Scham- und Schicklichkeitsgefühl, die sie natürlich nicht von sich aus sehen und korrigieren würden, aufmerksam mache. O, Unordnung, dein Name ist Weib!«“
Johannes Scherr: Größenwahn. In: Projekt Gutenberg-DE. Max Hesses Verlag, Erster Zwischensatz: Die tragische Geschichte von Ambrosius Gigax, dem Ordnungsfanatiker. (URL, abgerufen am 30. März 2023) . Alte Version im Internet-Archiv abrufbar. *„Ihr Schicklichkeitsgefühl ist eine Frucht religiösen Bewußtseins, – mein Schicklichkeitsgefühl findet nichts Anstößiges darin, den Dienst eines hübschen Mädchens zu fordern. Mein Schicklichkeitsgefühl harmoniert mit den Rechten der Natur und mit den Eingebungen gesunder Vernunft.“
Conrad von Bolanden: Bankrott. In: Projekt Gutenberg-DE. A. & B. Schuler, 1908, Ein Schaf unter Wölfen. (URL, abgerufen am 30. März 2023) . Alte Version im Internet-Archiv abrufbar. *„Der Amerikaner nimmt nicht nur aus Freiheits-, Ehr- und Schicklichkeitsgefühl oder gar aus einer Schamhaftigkeit, die den Nebenmenschen durch Roheit und Häßlichkeit zu verletzen befürchtet, sondern deshalb noble Fassons an, weil er zu hohl und seelenlos, zu geistesarm ist, um eine eigne, volkstümliche Lebensart und Sitte von innen heraus zu gestalten, wie es der deutsche Bauer- und Handwerkerstand vermocht hat.“
Bogumil Goltz: Zur Geschichte und Charakteristik des deutschen Genius. In: Projekt Gutenberg-DE. Bibliographisches Institut, XVIII. Die Deutschen und Franzosen in Parallele gestellt. (URL, abgerufen am 30. März 2023) . Alte Version im Internet-Archiv abrufbar. *„Zum Überfluß fehlt ihnen auch das Schicklichkeitsgefühl, ich meine männliches Schicklichkeitsgefühl.“
Joseph Conrad: Spiel des Zufalls. In: Projekt Gutenberg-DE. S. Fischer Verlag, 1926 (übersetzt von Ernst Wolfgang Freißler), II Die Fynes und ihre Freundin (URL, abgerufen am 30. März 2023) . Alte Version im Internet-Archiv abrufbar. *„Er verweilte besonders bei dem Schicklichkeitsgefühl, welches der Doctor an den Tag legte, indem er verlangte, der Squire solle vor allem befragt und dann erst der Cousine ein förmlicher Antrag gemacht werden.“
Edward Lytton Bulwer: Meine Novelle. Erster Band. In: Projekt Gutenberg-DE. Hoffmann'sche Verlags-Buchhandlung, 1868 (übersetzt von Adolf von Winterfeld), Fünfundzwanzigstes Kapitel (URL, abgerufen am 30. März 2023) . Alte Version im Internet-Archiv abrufbar. *
Forms
| Spelling | Features | Labels | Source |
|---|---|---|---|
| Schicklichkeitsgefühles | Case=Gen, Gender=Neut, Number=Sing | lexicographic | |
| Schicklichkeitsgefühl | Case=Nom, Gender=Neut, Number=Sing | lexicographic | |
| Schicklichkeitsgefühl | Case=Acc, Gender=Neut, Number=Sing | lexicographic | |
| Schicklichkeitsgefühl | Case=Dat, Gender=Neut, Number=Sing | lexicographic | |
| Schicklichkeitsgefühle | Case=Acc, Gender=Neut, Number=Plur | lexicographic | |
| Schicklichkeitsgefühle | Case=Gen, Gender=Neut, Number=Plur | lexicographic | |
| Schicklichkeitsgefühle | Case=Nom, Gender=Neut, Number=Plur | lexicographic | |
| Schicklichkeitsgefühls | Case=Gen, Gender=Neut, Number=Sing | lexicographic | |
| Schicklichkeitsgefühlen | Case=Dat, Gender=Neut, Number=Plur | lexicographic |