Erbsensprache de · NOUN
Pronunciation
- [ˈɛʁpsn̩ˌʃpʁaːxə]
- audio
Etymology
Determinativkompositum, zusammengesetzt aus Erbse, Fugenelement -n und Sprache
Meanings
-
eine spezielle Geheimsprache, die dadurch entsteht, dass nach jedem Buchstaben eines Wortes das Wort „Erbse“ eingeschoben wird; heute Geheimsprache von Kindern
„In denselben Zusammenhang gehören auch die Erbsensprache der Kinder oder andere sogenannte Geheimsprachen:...“
Lutz Röhrich: Der Witz. Seine Formen und Funktionen. Mit tausend Beispielen in Wort und Bild. Deutscher Taschenbuch Verlag, München 1980, ISBN 3-423-01564-0, Seite 58. Abkürzung aufgelöst.„Das beweist schon die kindliche Erbsensprache, die den Erwachsenen ein übermütiges Paroli gebietet.“
Werner Krauss: Das wissenschaftliche Werk. Band 8: Sprachwissenschaft und Wortgeschichte. Herausgegeben von Bernhard Henschel. de Gruyter, Berlin 1997, Seite 121. ISBN 3-11-015136-7.„Diese auch "Räuber-" oder "Erbsensprache" genannte Verschlüsselungsmethode erfreut sich gerade bei Kindern bis heute größter Beliebtheit.“
Geheimschriften im Mittelalter (Seite nicht mehr online); archivierte Seite im Internet Archive„Das Wort ›Erbsensprache‹, in die Erbsensprache übersetzt, heißt also dann „›E‹rbse ›r‹erbse ›b‹erbse ›s‹erbse ›e‹rbse“ ›n‹erbse ›s‹erbse ›p‹erbse ›r‹erbse ›a‹rbse ›c‹erbse ›h‹erbse ›e‹erbse“.
Gottfried Spieß: Warum die Menschen sprechen lernten. Interessantes aus Geschichte und Gegenwart der Sprache. Der Kinderbuchverlag, Berlin 1989, Seite 120. ISBN 3-358-01278-6.Das Zeichen ›‹ bezeichnet im Originalzitat kursiv gedruckte Zeichen.„Leibniz denkt bei dieser ungeheuerlichen Idee nur nebenher an den Nutzen, den eine einheitliche Menschensprache gewähren könnte; man darf seinen Plan wirklich nicht auf eine Stufe stellen mit den albernen Bestrebungen unserer kleinen Zeitgenossen, die ein Volapük oder Esperanto erfinden, wie Kinder sich eine Erbsensprache erfinden, und die damit wirklich so weit kommen, wie ein Missionar, der das Vaterunser ins Hottentottische übersetzt.“
Fritz Mauthner: Wörterbuch der Philosophie. Neue Beiträge zu einer Kritik der Sprache. Erster Band: A = A bis Goethes Weisheit. Zweite, vermehrte Auflage. Felix Meiner, Leipzig 1923, S. 321, Kursiv gedruckt: Volapük, Esperanto. Zugriff 12.7.11.
Forms
| Spelling | Features | Labels | Source |
|---|---|---|---|
| Erbsensprachen | Case=Dat, Gender=Fem, Number=Plur | lexicographic | |
| Erbsensprachen | Case=Nom, Gender=Fem, Number=Plur | lexicographic | |
| Erbsensprachen | Case=Acc, Gender=Fem, Number=Plur | lexicographic | |
| Erbsensprachen | Case=Gen, Gender=Fem, Number=Plur | lexicographic | |
| Erbsen-Sprache | Gender=Fem | alternative | lexicographic |
| Erbsensprache | Case=Acc, Gender=Fem, Number=Sing | lexicographic | |
| Erbsensprache | Case=Gen, Gender=Fem, Number=Sing | lexicographic | |
| Erbsensprache | Case=Nom, Gender=Fem, Number=Sing | lexicographic | |
| Erbsensprache | Case=Dat, Gender=Fem, Number=Sing | lexicographic |
Hypernyms
Translations (1)
sv rövarspråk (Geheimsprache von Kindern: Einschub des Wortes ‚Erbse‘ nach jedem Buchstaben)