Barbarei de · NOUN
Pronunciation
- [baʁbaˈʁaɪ̯]
- rhymes aɪ̯
- audio
Etymology
mittelhochdeutsch barbarīe im 15. Jahrhundert von lateinisch barbaria ^(→ la) „Ausland“ (im Gegensatz zu Rom und Griechenland), „Unkultur, Roheit“ entlehnt Ableitung vom Substantiv Barbar mit dem Derivatem (Ableitungsmorphem) -ei
Meanings
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ungezügelte Rohheit, Vandalismus
„Bis dahin hatte Nikolai das Regime nur mit vagem Widerwillen betrachtet; nun erkannte er dessen archaische Barbarei in ihrem ganzen grauenvollen Ausmaß.“
Arthur Koestler: Die Herren Call-Girls. Ein satirischer Roman. Fischer Taschenbuch Verlag, Frankfurt/M. 1985, ISBN 3-596-28168-7, Seite 46. Copyright des englischen Originals 1971.„Er musste schreiben, anschreiben gegen die um sich greifende Barbarei des Nationalsozialismus in der Weimarer Republik.“
Harald Justin: Unter Barbaren. In: Eva-Maria Schnurr, Frank Patalong (Herausgeber): »Deutschland, deine Kolonien«: Geschichte und Gegenwart einer verdrängten Zeit. 2. Auflage. Deutsche Verlags-Anstalt, München 2022, ISBN 978-3-421-07002-9, Seite 191-199, Zitat Seite 191.„Leopolds System stellt längst jene Barbarei der Sklaverei in den Schatten, zu deren Beseitigung es vorgeblich eingerichtet worden ist.“
Jörg-Uwe Albig: Das Herz der Finsternis. In: GeoEpoche: Afrika 1415-1960. Nummer Heft 66, 2014 , Seite 96-115, Zitat Seite 112.Die Behandlung der Gefangenen erwies sich als reine Barbarei.
„Ich fing an zu begreifen, weshalb die Angst, es könne zu einem Rückfall in die Barbarei kommen, viele Menschen zeitlebens begleitete.“
Sabine Bode: Die vergessene Generation. Die Kriegskinder brechen ihr Schweigen. 3. Auflage. Klett-Cotta, Stuttgart 2013, ISBN 978-3-608-94797-7, Seite 291.
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Zustand der Unzivilisiertheit und des Nichtvorhandenseins von Kultur
„Der gesellschaftlich akzeptierte und etablierte Kannibalismus, also die Barbarei erscheint als codierte Darstellung des »Dritten Reiches«.“
Thomas Amos: Ernst Jünger. Rowohlt, Reinbek 2011, ISBN 978-3-499-50715-1, Seite 87 .„Weskott fand das empörend, als eine kulturelle Barbarei schlimmsten Ausmaßes, die er nicht hinzunehmen bereit war.“
Burckhard Garbe: Goodbye Goethe. Neue Sprachglossen zum Neudeutsch. Herder, Freiburg/Basel/Wien 2007, ISBN 978-3-451-05828-8, Seite 93.
Forms
| Spelling | Features | Labels | Source |
|---|---|---|---|
| Barbareien | Case=Dat, Gender=Fem, Number=Plur | lexicographic | |
| Barbareien | Case=Nom, Gender=Fem, Number=Plur | lexicographic | |
| Barbareien | Case=Acc, Gender=Fem, Number=Plur | lexicographic | |
| Barbareien | Case=Gen, Gender=Fem, Number=Plur | lexicographic | |
| Barbarei | Case=Acc, Gender=Fem, Number=Sing | lexicographic | |
| Barbarei | Case=Gen, Gender=Fem, Number=Sing | lexicographic | |
| Barbarei | Case=Nom, Gender=Fem, Number=Sing | lexicographic | |
| Barbarei | Case=Dat, Gender=Fem, Number=Sing | lexicographic |
Deriveds
Hyponyms
Translations (15)
it barbarie (Zustand der Unzivilisiertheit und des Nichtvorhandenseins von Kultur) · en barbarity (ungezügelte Rohheit, Vandalismus) · fr barbarie (ungezügelte Rohheit, Vandalismus) · pt barbárie (Zustand der Unzivilisiertheit und des Nichtvorhandenseins von Kultur) · pt barbárie (ungezügelte Rohheit, Vandalismus) · it barbarie (ungezügelte Rohheit, Vandalismus) · en barbarity (Zustand der Unzivilisiertheit und des Nichtvorhandenseins von Kultur) · es barbarie (Zustand der Unzivilisiertheit und des Nichtvorhandenseins von Kultur) · fr barbarie (Zustand der Unzivilisiertheit und des Nichtvorhandenseins von Kultur) · sv barbari (ungezügelte Rohheit, Vandalismus) · es barbarie (ungezügelte Rohheit, Vandalismus) · pt barbaridade (ungezügelte Rohheit, Vandalismus) · ca barbárie (Zustand der Unzivilisiertheit und des Nichtvorhandenseins von Kultur) · ca barbárie (ungezügelte Rohheit, Vandalismus) · en barbarism (Zustand der Unzivilisiertheit und des Nichtvorhandenseins von Kultur)