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Dictionary

Words, grammatical forms and meanings linked to the ontology.

übelst de · PART

Pronunciation

  • [ˈyːbl̩st]
  • audio
  • rhymes yːbl̩st

Etymology

Es handelt sich um eine seit Anfang des ersten Jahrzehnts des 21. Jahrhunderts in Gebrauch gekommene semantisch isolierte Ableitung zum Superlativ des Adjektivs übel.

Meanings

  1. jugendsprachlich:
  2. (um den nachfolgenden (zumeist etwas Positives bezeichnenden) Ausdruck zu verstärken, wird benutzt) in höchstem Maße
    • „Die Erzählerperson widersteht, in einem Tanzlokal, den Werbungen eines ihr flüchtig bekannten jungen Mannes. ‚Lass uns ficken!‘ - ‚Nein.‘ - ‚Wieso nicht?‘ - ‚Ich ficke nicht.‘ - ‚Mann, Alter, ich bin übelst geil.‘ Drastisch, doch ohne Tiefe. Bei Hegemann klingt die Szene fast nach Beckett 2.0. ‚Ich ficke nicht mehr.‘ - ‚Mann, Alter, ich bin übelst geil!‘ - ‚Ich ficke jetzt nicht mehr mit dir.‘ - ‚Aber warum denn nicht?‘ - ‚Ich will nicht.‘“ Harald Martenstein: Martenstein: Hegemann und Airen im Textvergleich. In: Zeit Online. Nummer 10/2010, 2. März 2010, ISSN 0044-2070 (URL, abgerufen am 27. Mai 2015) .
    • „Morgens klopfte die Polizei sacht an die Autoscheibe. ‚Wir sollten wegfahren, falls der Fahrer schon nüchtern ist. Übelst nett waren die‘, sagt einer aus der Truppe.“ Jetzt geht’s los! „Rock im Park“ startet. Hunderte reisten gestern an. In: Nürnberger Nachrichten. 3. Juni 2010, Seite 13 .
    • „Das haben schon kleine Kinder verinnerlicht, wenn sie sich heimlich an den von Mama rationierten Gummibärchen vergreifen — um mit dicken Backen zu versichern: ‚Üffab nüchs genomm!‘ Das haben sie später auch als Schüler noch drauf, wenn sie auf Vorhalt des Lehrers, dass Mathearbeit doch ganz verdächtig gut ausgefallen sei, beteuern: ‚Ich hab übelst viel gelernt. Spicken — ich doch nicht!‘“ Schlau sein, Klappe halten! In: Bayerische Rundschau. 27. Juni 2012, Seite 7 .
    • „‚Übelst nervös‘, so beschrieb Laura Wehrle ihren Zustand vor der Qualifikation des Kugelstoßens am frühen Samstagvormittag.“ Achtungserfolg bei Europameisterschaft. In: Badische Zeitung. 22. Juli 2013, Seite 16 .
    • „[…]und «Maeusle09lol» schreibt begeistert: «Also der Trailer ist echt übelst hammer!!![…]»“ Ein Hobby avanciert zum Kult. In: Berner Zeitung. 11. Juli 2013, Seite 029 .
    • „Na gut, einer oder zwei haben gewusst, dass es die enthäuteten und geräucherten Bauchlappen vom Dornhai sind. Der ist übelst vom Aussterben bedroht.“ An Gut’n! In: Coburger Tageblatt. 7. Juli 2012, Seite 17 .
    • „Das Publikum straft derlei Bemühungen elegant mit Nichtbeachtung oder mit einem lässig dahingeworfenen ‚übelst cool‘ oder ‚voll korrekte Idee, ey‘.“ Kirsten Küppers: Arbeitsamt jumps around. In: taz.die tageszeitung. 10. Januar 2000, ISSN 0931-9085, Seite 22 (Ausgabe Berlin) .
    • „Wir sind übelst mit einem Lkw durch den Tagebau geheizt, mit tollen Brillen auf und Besucherhelmen.“ Stefan Ruwoldt: Die Landnahme von Heuersdorf. In: taz.die tageszeitung. Nummer 7832, 29. November 2005, ISSN 0931-9085, Seite 5 (taz Print-Archiv, abgerufen am 27. Mai 2015) .
    • „Clueso, die neuen Lieder sind überwiegend ruhig. Sind Sie ein trauriger Mensch? CLUESO: Ich fühle mich übelst wohl, wenn die Texte tiefer gehen.“ Steffen Rüth (Interviewer), Clueso (Interviewter): ‘Ich möchte nicht brüllen’. In: Neue Frankfurter Presse. 5. April 2011, Seite 1 .
    • „Als der Typ antanzte, funkelten unsere Glubscher doch ganz schnell: Voll okay, der Kerl! Übelst chillig, cool, smart und so.“ Boxprofi zu Gast. In: Der Prignitzer. 14. April 2014, Seite 12 .
    • „Doch ansonsten seien alle ‚übelst guter Dinge‘.“ Seume-Gymnasiasten starteten gestern ihren 4. Theater-Latsch nach Leipzig. In: Leipziger Volkszeitung. 5. April 2003, ISSN 0232-3222, Seite 5 .
    • „Jette redet in hastigen Worten. ‚Vier Mädchen kamen rein. Frau Klement wollte sie schon rausschmeißen. »Wir sind mit dem Unterricht nicht fertig« … Die waren aber übelst panisch … Ich bin mit Frau Klement aus der anderen Tür raus … Als Letzte … Und da stand er … Ich bin an ihm vorbei … Hab nur die schwarze Maske gesehen … Er hat geschossen, mit ausgestrecktem Arm. Sie hat versucht, zur Tür zurückzukommen. Sie hat es nicht geschafft.‘“ Liane von Billerbeck, Michael Schwelien: Das Massaker: „Mal so richtig aufräumen“. Der Mörder Robert S. und seine Welt: Die Website, die Waffen, die Zeugen. In: DIE ZEIT. Nummer 19, 2. Mai 2002, ISSN 0044-2070, Seite 2 (DIE Zeit-Archiv, abgerufen am 27. Mai 2015) .
    • „Seine Verballhornung »übelst« fungiert allerorten als Verstärker im Schaltkreis der Empfindungen. »Der Dieter ist mir übelst sympathisch.« Obwohl man dem Dieter nun wirklich nichts Übles nachsagen kann, so wittert man doch das Gegenteil. »Die Bärbel ist übelst gut drauf« wirkt gerade so, als sollte man sich der Bärbel besser nicht nähern, weil sich ihre ausufernde Heiterkeit bereits mit Wahnsinn paart. Wer sich nun übelst anstrengt, um Bärbels Wesen zu ergründen, wird trotzdem übel scheitern; genauso wie einer, der sich in eine Sache übelst reinhängt, meistens darin umkommt.“ Heike Kunert: Kolumne: Wörterbericht. Übelst. In: DIE ZEIT. Nummer 44/2009, 29. Oktober 2009, ISSN 0044-2070 (DIE ZEIT-Archiv, abgerufen am 27. Mai 2015) .

Synonyms

sehr · außerordentlich

Translations (12)

fr en chien (in höchstem Maße) · fr en câlisse (in höchstem Maße) · fr en ciboire / en saint-ciboire (in höchstem Maße) · en bleeding (in höchstem Maße) · eo ege (in höchstem Maße) · fr en sacrament (in höchstem Maße) · fr méchamment (in höchstem Maße) · fr en ostie (in höchstem Maße) · fr en tabarnak / en taboire / en ta (in höchstem Maße) · en wickedly (in höchstem Maße) · fr en viarge (in höchstem Maße) · fr crissement (in höchstem Maße)