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Dictionary

Words, grammatical forms and meanings linked to the ontology.

wo rohe Kräfte sinnlos walten de · X

Pronunciation

  • [voː ˈʁoːə ˈkʁɛftə ˈzɪnloːs ˈvaltn̩]
  • audio

Etymology

Diese Wendung ist ein Zitat aus Schillers Gedicht „Das Lied von der Glocke“: „Wo rohe Kräfte sinnlos walten, / Da kann sich kein Gebild gestalten, / Wenn sich die Völker selbst befrein, / Da kann die Wohlfahrt nicht gedeihn.“

Meanings

  1. (colloquial, scherzhaft auch erweitert) es ist nicht immer das Klügste, mit Gewalt vorzugehen; wo rohe Kräfte sinnlos walten, da kann kein Knopf die Hose halten
    • Warum hast du denn mit solcher Gewalt an dem Ast des Walnussbaumes gerüttelt, jetzt ist er komplett abgebrochen. Wo rohe Kräfte sinnlos walten – kann man da nur sagen.
    • „‚Wo rohe Kräfte sinnlos walten‘, da mag der Reichtum seine Gefahren haben und hat für einen vernünftigen Menschen keinen besonderen Reiz. Wo ihn aber Bildung, oder Sitte, oder Menschenliebe, oder Religion, oder alles zusammen im rechten Geleise halten, da liegt in ihm etwas beneidenswert Anziehendes.“ Max Eyth: Im Strom unsrer Zeit. In: Projekt Gutenberg-DE. Erster Band: Lehrjahre, Kapitel 21: Wirtschaft zum Ochsen. Hatham, Hertfordshire, den 30. Oktober 1861 (URL) . Alte Version im Internet-Archiv abrufbar. *