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Dictionary

Words, grammatical forms and meanings linked to the ontology.

Wruke de · NOUN

Pronunciation

  • rhymes uːkə
  • audio
  • [ˈvʁuːkə]

Etymology

Kluge, Pfeifer und Duden zufolge ist die Herkunft nicht geklärt. Laut Pfeifer könnte es wohl zu niederdeutschem Wrūk ^(→ nds) ‚kurzer, knorriger Baumstamm, Wurzel‘ gehören. Er wirft die Frage auf, ob es vielleicht etymologisch verwandt sei als ‚etwas Gedrehtes, Verzogenes, Krummes‘ mit gotischem 𐍅𐍂𐌰𐌹𐌵𐍃 (wraiqs) ^(→ got) und altfriesischem wrāk ^(→ ofs) ‚krumm‘, und somit an die (nicht belegten, aber rekonstruierten) indoeuropäischen Formen *u̯reug-, *u̯reig-, Gutturalerweiterungen der (ebenfalls erschlossenen) indoeuropäischen Wurzel *u̯er- ‚drehen, biegen‘ (siehe »werfen«, »Wurm«) anschließt. Vergleichen lassen sich ihm zufolge die ostpreußischen Formen Brūke/Brucke sowie gleichbedeutend polnisches brukiew ^(→ pl), russisches брюква (brjukva^☆) ^(→ ru) und tschechisches brukev ^(→ cs), die wohl aus dem Niederdeutschen entlehnt sind. Kluge zufolge sei das Wort wohl nicht slawischen Ursprungs.

Meanings

  1. ((Mecklenburg-Vorpommern; historisch: Westpreußen), nordostdeutsch) Rübe mit dickfleischiger, gelber oder weißer, essbarer Wurzel (Brassica napus subsp. rapifera; Syn.: Brassica napus subsp. napobrassica)
    • „‚[…] Du hätteſt ſie hören ſollen, Onkel, mit welcher Suffiſance ſie von »kleinen Verhältniſſen« ſprach und wie ſie das dürftige Kleinleben ausmalte, für das ſie nun mal nicht geſchaffen ſei; ſie ſei nicht für Speck und Wruken und all dergleichen …‘ ‚Hm,‘ ſagte Schmidt, ‚das gefällt mir nicht, namentlich das mit den Wruken. […]‘“ Theodor Fontane: Frau Jenny Treibel oder „Wo ſich Herz zum Herzen find’t.“ Roman. Vierte Auflage. F. Fontane & Co., Berlin 1896, Seite 131 (Zitiert nach Internet Archive; Erstveröffentlichung in der Deutschen Rundschau, Januar–April 1892) .
    • „Die Bäuerin hockte seitlich der Markthalle zwischen anderen Bäuerinnen und dem Ertrag ihrer Kleingärten: Sellerie, kindskopfgroße Wruken, Lauch und rote Bete.“ Günter Grass: Unkenrufe. Eine Erzählung. 2. Auflage. Steidl Verlag, Göttingen 1992, ISBN 3-88243-222-5, Seite 7 (Zitiert nach Google Books) .
    • „Das Rund, das die Gefangenen umkreiſen, hat der Gärtner mit Wruken bepflanzt, die gerade angegangen ſind, ein ſpärliches Gelbgrün in dieſen traurigen, fahlen Farben von Schlacke, pulvriger Erde, Zement.“ Hans Fallada: Wer einmal aus dem Blechnapf frißt. Roman. Rowohlt Verlag, Berlin 1934, Seite 18 (Zitiert nach Google Books) .

Forms

SpellingFeaturesLabelsSource
Wrucke Gender=Fem variant lexicographic
Wruke Case=Acc, Gender=Fem, Number=Sing lexicographic
Wruke Case=Gen, Gender=Fem, Number=Sing lexicographic
Wruke Case=Nom, Gender=Fem, Number=Sing lexicographic
Wruke Case=Dat, Gender=Fem, Number=Sing lexicographic
Wruken Case=Dat, Gender=Fem, Number=Plur lexicographic
Wruken Case=Nom, Gender=Fem, Number=Plur lexicographic
Wruken Case=Acc, Gender=Fem, Number=Plur lexicographic
Wruken Case=Gen, Gender=Fem, Number=Plur lexicographic