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Dictionary

Words, grammatical forms and meanings linked to the ontology.

Widerfahrnis de · NOUN

Pronunciation

  • audio
  • rhymes aːɐ̯nɪs
  • [ˌvidɐˈfaːɐ̯nɪs]

Etymology

Ableitung (Deverbativum) zum Verb widerfahren

Meanings

  1. (gehoben, jargon, outdated, sonst) dasjenige (nicht Beeinflussbare), was (einem, jemandem) widerfährt
    • „In diesen Zusammenhang gehört auch die Frage, wie es kommt, daß ein und dieselbe Sinneserregung einmal als ‚Widerfahrnis‘, als ‚Empfindung‘ im eigentlichen Sinne, ein andermal als im eigentlichen Sinn ‚wahrgenommene‘ Eigenschaft eines Gegenstandes in das Erleben eingeht: eine rasche mechanische Schwingung beim Berühren und Betasten eines Gegenstandes also z. B. einmal als ‚Erschütterung‘, das andere Mal als ‚Rauhigkeit‘, eine auf den eigenen Körper wirkende Last das eine Mal als ‚Druck‘, das andere Mal als ‚Gewicht‘ (v. HORNBOSTEL 1926; METZGER 1937).“
    • „Programmatisch wird damit das Böse in seiner Doppelung als Widerfahrnis und als Erlebnis erschlossen. Neben der Feststellung der Tatsachen zählt dabei auch und ganz wesentlich, wie die Betreffenden das Widerfahrnis aufnehmen und was es ihnen bedeutet.“ Eine Lösung gibt es nicht. In: Süddeutsche Zeitung. 27. Februar 2007, ISSN 0174-4917, Seite 14 .
    • „Eine Hauptaufgabe dieser Biographie liegt in dem Aufweis, wie die eigenen Erlebnisse und Widerfahrnisse zu literarischen Vorlagen mutierten.“ Doppelt hält besser: Karl Corino und Herbert Kraft wollen den Schriftsteller Robert Musil vor dem Vergessen retten. In: Nürnberger Zeitung. 6. Dezember 2003 .
    • „Vom Widerfahrnis des Entsetzens sind Beobachter ausserhalb Manhattans weit entfernt, sie sehen nur entsetzliche Bilder, aber weder erleben sie eine entsetzliche Realität noch eigenes Entsetzen.“ Der Terror und die Seele. In: Neue Zürcher Zeitung. 25. September 2001, ISSN 0376-6829, Seite 65 .
    • „So seien Berichte von Betroffenen nicht Beschreibungen tatsächlicher Widerfahrnisse, sondern Symptom einer Erkrankung zumeist paranoid-schizophrenen Typs.“ Zwischen Experiment und Weltanschauung. In: St. Galler Tagblatt. 2. November 1998 .
    • „Der Streit ist ein Knäuel aus Handlungen und Personen, Gefühlen und Interessen, Zufällen und Widerfahrnissen, das niemand mehr zu entflechten vermag.“ Rainer Paris: Anmerkungen eines Soziologen zu einem aktuellen Thema. In: Frankfurter Rundschau. 25. August 1999, ISSN 0940-6980, Seite 7 .
    • „Stattdessen wird hier vorgeschlagen, in Anlehnung an Kamlah (1972, S. 34), die eine Seite des Traumaereignisses als »Widerfahrnis« zu bezeichnen, und quasi den Abdruck dieses Widerfahrnisses als »Erleidnis«, da es sich nicht um eine angeeignete Erfahrung handelt.“ Günter H. Seidler: Psychotraumatologie. Ein Lehrbuch. 1. Auflage. Kohlhammer, Stuttgart 2012, ISBN 978-3-17-023560-1, Seite ‹ohne Seitenangabe› (E-Book; zitiert nach Google Books) . Die Kursivsetzungen des Originalsatzes wurden nur teilweise übernommen.

Forms

SpellingFeaturesLabelsSource
Widerfahrnisse Case=Acc, Gender=Neut, Number=Plur lexicographic
Widerfahrnisse Case=Gen, Gender=Neut, Number=Plur lexicographic
Widerfahrnisse Case=Nom, Gender=Neut, Number=Plur lexicographic
Widerfahrnisses Case=Gen, Gender=Neut, Number=Sing lexicographic
Widerfahrnis Case=Nom, Gender=Neut, Number=Sing lexicographic
Widerfahrnis Case=Acc, Gender=Neut, Number=Sing lexicographic
Widerfahrnis Case=Dat, Gender=Neut, Number=Sing lexicographic
Widerfahrnissen Case=Dat, Gender=Neut, Number=Plur lexicographic

Coordinates

Geschehnis · Ereignis

Hypernyms

Vorfall

Synonyms

Widerfahrung