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Dictionary

Words, grammatical forms and meanings linked to the ontology.

Umlaut de · NOUN

Pronunciation

Etymology

[1] Der Begriff wurde von Jacob Grimm im 19. Jahrhundert für diesen Prozess der „regressiven Fernassimilation“ eingebürgert, eine Einschränkung von Bedeutung [2]. [2] Laut Grimm geht der Begriff Umlaut aber letztlich auf Klopstock zurück, der ihn für alle Fälle verwendete, in denen in der Wurzel eines Wortes ein Vokal durch einen anderen ersetzt wurde.

Meanings

  1. Ersetzung eines hinteren Vokals durch einen vorderen als Assimilation mit einem Vokal der Folgesilbe
    • Ein Beispiel für einen Umlaut ist der Vokal des Wortstamms von „Gast“: Hier wird im Plural der Vokal [a] durch den Umlaut [ɛ] ersetzt.
    • „Ein anderer Lautwechsel ist der Umlaut, der darauf zurückzuführen ist, daß die dunklen Vokale aufgehellt wurden…“ Friedrich Kluge, bearbeitet von Elmar Seebold: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. 24., durchgesehene und erweiterte Auflage. Walter de Gruyter, Berlin/New York 2001, ISBN 978-3-11-017473-1, DNB 965096742 , Seite XXXIX. Fett gedruckt: Umlaut.
    • Die Bezeichnung Umlaut wird auf Laute angewendet, die durch Assimilation an Folgevokale entstanden, also einer „Umlautung“ zu verdanken sind.
    • „Wem solte es undeutlich seyn, wenn ich zum Exempel sagte: Aus Strom wird Ströme, und sang aus singen, durch den Umlaut?“ Friedrich Gottlieb Klopstock: Die deutsche Gelehrtenrepublik. Ihre Einrichtung. Ihre Geseze. Geschichte des letzten Landtags. Auf Befehl der Aldermänner durch Salogast und Wlemar. Erster Theil., Hamburg, 1774, Seite 229. (Ebenso: Die deutsche Gelehrtenrepublik, ihre Einrichtung, ihre Gesetze, Geschichte des letzten Landtags – Auf Befehl der Aldermänner durch Salogast und Wlemar – Vermehrte und verbesserte Ausgabe. Leipzig, 1817, Seite 212)
    • „Der Konjunktiv wird theils durch Umlaut, theils durch Buchstaben, theils durch beide Mittel zugleich gebildet. “ Theodor Heinsius: Teut oder theoretisch-praktisches Lehrbuch des gesammten Deutschen Sprachunterrichts. Erster Theil. Berlin, 1807, Seite 192
    • „Unter den Wörtern, welche zu dieser Beugungsart gehören, haben mehrere in dem Pluralis den Umlaut, d. h., sie verändern ihren Hülfslaut. Z. B. Abt, Aebte; Bischof, Bischöfe; […] Die zu dieser Beugungsart gehörigen Wörter sächlichen Geschlechts haben diesen Umlaut nie, als: die Metalle, Salze, Protokolle, Brode, Haare, Pfunde rc.“ Theodor Heinsius: Teut oder theoretisch-praktisches Lehrbuch des gesammten Deutschen Sprachunterrichts. Erster Theil. Berlin, 1807, Seite 84
  2. (Bezeichnung für) die Buchstaben ä, ö, ü und die entsprechenden Großbuchstaben beziehungsweise für die Laute [ɛ], [œ], [ʏ] und die entsprechenden Langvokale
    • „Das Auftauchen des Umlautes in der Schrift ist hingegen ein Indiz für eine gewichtige Statusveränderung dieser ursprünglichen Allophonie…“ Angelika Linke, Markus Nussbaumer, Paul R. Portmann: Studienbuch Linguistik. 2. Auflage, ergänzt um ein Kapitel »Phonetik und Phonologie« von Urs Willi. Niemeyer, Tübingen 1994, Seite 391. ISBN 3-484-31121-5.
    • „Der Umlaut des Stammvokals im Konjunktiv II ist in Klammern hinter der Präteritumform angegeben.“ Karl-Dieter Bünting, Dorothea Ader: Grammatik auf einen Blick. Die deutsche Sprache und ihre Grammatik mit einem Grammatiklexikon. Isis, Chur 1994, Seite 50.
    • „Beim Numerus setzt sich dagegen die Entwicklung fort, den Plural - außer mit dem Artikel ‚die‘ bei den Maskulina und Neutra - synthetisch mit Hilfe verschiedener Endungen und/oder Umlaut vom Singular zu unterscheiden…“ Günther Drosdowski, Helmut Henne: Tendenzen der deutschen Gegenwartssprache. In: Lexikon der germanistischen Linguistik. 2., vollständig neu bearbeitete und erweiterte Auflage. Hrsg. v. Hans Peter Althaus, Helmut Henne, Herbert Ernst Wiegand. Niemeyer, Tübingen 1980, Seite 619-632; Zitat Seite 624. ISBN 3-484-10391-4.
    • „Schon mehrere Silben vor einem solchen Umlaut wird meine Zunge ganz unruhig, werden meine Lippen trocken.“ Abbas Khider: Deutsch für alle. Das endgültige Lehrbuch. 5. Auflage. Carl Hanser, München 2019, ISBN 978-3-446-26170-9, Seite 19.

Forms

SpellingFeaturesLabelsSource
Umlauts Case=Gen, Gender=Masc, Number=Sing lexicographic
Umlautes Case=Gen, Gender=Masc, Number=Sing lexicographic
Umlaut Case=Acc, Gender=Masc, Number=Sing lexicographic
Umlaut Case=Dat, Gender=Masc, Number=Sing lexicographic
Umlaut Case=Nom, Gender=Masc, Number=Sing lexicographic
Umlaute Case=Gen, Gender=Masc, Number=Plur lexicographic
Umlaute Case=Acc, Gender=Masc, Number=Plur lexicographic
Umlaute Case=Nom, Gender=Masc, Number=Plur lexicographic
Umlauten Case=Dat, Gender=Masc, Number=Plur lexicographic

Antonyms

Ablaut

Deriveds

Umlautbuchstabe · Umlautung · umlauten · Umlauthemmung

Hypernyms

Laut · Selbstlaut · Vokal

Hyponyms

Rückumlaut · Primärumlaut · Sekundärumlaut

Synonyms

Metaphonie · Periphonie

Translations (17)

ka უმლაუტი (Linguistik: Bezeichnung für die Laute [ɛ], [œ], [ʏ] und die entsprechenden Langvokale) · es diéresis (Linguistik: Vokalwechsel) · en vowel mutation (Linguistik: Vokalwechsel) · es metafonía (Linguistik: Vokalwechsel) · it dieresi (Linguistik: Bezeichnung für die Laute [ɛ], [œ], [ʏ] und die entsprechenden Langvokale) · fr umlaut (Linguistik: Vokalwechsel) · hu umlaut (Linguistik: Vokalwechsel) · fr inflexion (Linguistik: Vokalwechsel) · ru умляут (Linguistik: Vokalwechsel) · it metafonia (Linguistik: Vokalwechsel) · it umlaut (Linguistik: Bezeichnung für die Laute [ɛ], [œ], [ʏ] und die entsprechenden Langvokale) · en umlaut (Linguistik: Vokalwechsel) · ka უმლაუტი (Linguistik: Vokalwechsel) · it metafonesi (Linguistik: Vokalwechsel) · pl umlaut (Linguistik: Vokalwechsel) · fr métaphonie (Linguistik: Vokalwechsel) · pt diérese (Linguistik: Bezeichnung für die Laute [ɛ], [œ], [ʏ] und die entsprechenden Langvokale)