Synchronie de · NOUN
Pronunciation
- rhymes iː
- audio
- [zʏnkʁoˈniː]
Etymology
Anfang des 20. Jahrhunderts von französisch synchronie ^(→ fr) „Sprache in ihrem Zustand“ entlehnt (de Saussure), dem griechisch σύν (syn^☆) ^(→ grc) „mit“ und χρόνος (chronos^☆) ^(→ grc) „Zeit“ zugrunde liegen
Meanings
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gleichzeitig gegebener Prozess oder Zustand
„Als betriebliche Synchronie stellen sie konstitutive Ressourcen und zentrale Elemente betrieblicher Organisationen dar.“
Alexander Klier: Betriebliche Synchronie„Saussures absolute Trennung von Synchronie und Diachronie wird dem Wesen der Sprache nicht gerecht.“
Karl-Ernst Sommerfeldt (Hrsg.): Entwicklungstendenzen in der deutschen Gegenwartssprache. VEB Bibliographisches Institut, Leipzig 1988, Seite 21. ISBN 3-323-00169-9. In Kapitälchen gedruckt: Saussure.
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sprachwissenschaftlicher Ansatz zur Erforschung des Systems einer Sprache in einem begrenzten Zeitabschnitt
Die Synchronie des heutigen Deutschen wird von Grammatiken und Wörterbüchern der Gegenwartssprache beschrieben.
Synchronie ist ein Terminus Saussures für die Erforschung eines Sprachsystems in einer bestimmten Entwicklungsphase.
Ferdinand de Saussure: Grundfragen der allgemeinen Sprachwissenschaft. 2. Auflage. De Gruyter, Berlin 1967, Seite 96.„Auch sie berücksichtigt die Dialektik von Synchronie und Diachronie, um den Zustand des Wortschatzes als Resultat seiner Entwicklung im Zusammenhang mit und in Abhängigkeit von seinen Funktionen im sprachlichen Handeln zu beschreiben.“
Thea Schippan: Lexikologie der deutschen Gegenwartssprache. Niemeyer, Tübingen 1992, Seite 5. ISBN 3-484-73002-1.„Wir haben versucht zu zeigen, daß es weder der Funktion der Sprache gemäß noch überlieferungsgerecht ist, diachronische Sprachwissenschaft zu treiben, ohne vom System der betreffenden Sprachstufen auszugehen; die Diachronie setzt die Synchronie voraus.“
Wolfgang Herrlitz: Historische Phonologie des Deutschen. Teil I: Vokalismus. Niemeyer, Tübingen 1970, ISBN 3-484-25002-X, Seite 18.
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Zustand des Systems einer Sprache in einem begrenzten Zeitabschnitt
„Eine Sprachbetrachtung, die gleichermaßen Stabilität und Entwicklung berücksichtigt, das heißt, die Entwicklung als Veränderung der Stabilität versteht, wird neben der Diachronie auch die Synchronie respektieren müssen.“
Peter Braun: Tendenzen in der deutschen Gegenwartssprache. Sprachvarietäten. 4. Auflage. Kohlhammer, Stuttgart/ Berlin/ Köln 1998, Seite 101. ISBN 3-17-015415-X. Kursiv gedruckt: Veränderung der Stabilität.
Forms
| Spelling | Features | Labels | Source |
|---|---|---|---|
| Synchronie | Case=Acc, Gender=Fem, Number=Sing | lexicographic | |
| Synchronie | Case=Gen, Gender=Fem, Number=Sing | lexicographic | |
| Synchronie | Case=Nom, Gender=Fem, Number=Sing | lexicographic | |
| Synchronie | Case=Dat, Gender=Fem, Number=Sing | lexicographic |
Antonyms
Coordinates
Sprachsystem · Gleichzeitigkeit
Deriveds
Translations (8)
ia synchronia (gleichzeitig gegebener Prozess oder Zustand) · ia synchronia (Linguistik: Zustand des Systems einer Sprache in einem begrenzten Zeitabschnitt) · en synchrony (sprachwissenschaftlicher Ansatz zur Erforschung des Systems einer Sprache in einem begrenzten Zeitabschnitt) · ia synchronia (sprachwissenschaftlicher Ansatz zur Erforschung des Systems einer Sprache in einem begrenzten Zeitabschnitt) · fr synchronie (Linguistik: Zustand des Systems einer Sprache in einem begrenzten Zeitabschnitt) · es sincrónico (sprachwissenschaftlicher Ansatz zur Erforschung des Systems einer Sprache in einem begrenzten Zeitabschnitt) · es sincrónico (Linguistik: Zustand des Systems einer Sprache in einem begrenzten Zeitabschnitt) · es sincrónico (gleichzeitig gegebener Prozess oder Zustand)