Stammformapostroph de · NOUN
Pronunciation
- audio
- [ˈʃtamfɔʁmʔapoˌstʁoːf]
Etymology
Determinativkompositum aus den Substantiven Stammform und Apostroph
Meanings
-
Satzzeichen, das die Grundform eines Eigennamens abgrenzt
„Mit W. P. Klein (2002) lässt sich je nach Qualität der markierten Auslassung der Elisionsapostroph von dem Stammformapostroph unterscheiden: […]“
Florian Busch: Digitale Schreibregister. Kontexte, Formen und metapragmatische Reflexionen. de Gruyter, 2021, ISBN 978-3-11-072874-3 (Zitiert nach Google Books)„Hier mutiert der Apostroph nun zu einem morphographischen (oder logographischen) Zeichen; er wird auch Grenz- oder Stammformapostroph genannt, da er morphologische Grenzen markiert bzw. die Stammform auszeichnet und damit schützt.“
Albrecht Plewnia, Andreas Witt: Sprachverfall?. Dynamik – Wandel – Variation. de Gruyter, 2014, ISBN 978-3-11-034291-8 (Zitiert nach Google Books)„Gemeint ist seine Eigenschaft der Wortgliederung als so genannter Stammformapostroph, nämlich einmal in Fällen wie Grimm’sche Märchen sowie als Genitivapostroph bei unklarer Stammform wie Andrea/Andreas (vgl. AR 2006: 101, §97E).“
Kevin Christopher Masalon: Die deutsche Zeichensetzung gestern, heute – und morgen (?) – Eine korpusbasierte, diachrone Untersuchung der Interpunktion als Teil schriftsprachlichen Wandels im Spannungsfeld von Textpragmatik, System und Norm unter besonderer Berücksichtigung des Kommas. Universität Duisburg-Essen, April 2014, Seite 193, abgerufen am 19. März 2023.„Bankhardt (2010) zählt auch den Apostroph in Fällen nach § 96,1 (Aristoteles’ Werke) zu den Stammformapostrophen (N= 190). Im Gegensatz dazu interpretiere ich den Apostroph im Genitiv der auf s-Laut auslautenden Eigennamen nicht als morphographischen Apostroph, sondern als Auslassungszeichen.“
Carmen Scherer: Kalb’s Leber und Dienstag’s Schnitzeltag. Zur funktionalen Ausdifferenzierung des Apostrophs im Deutschen. In: Zeitschrift für Sprachwissenschaft. de Gruyter, 2013, ISSN 0721-9067, Seite 98 (Zitiert nach ResearchGate)„Mit diesen Vorkommen ist ein Großteil der Stammformapostrophe in diesen Zeitungstexten beschrieben; es handelt sich immerhin um 93 Types von insgesamt 116 sowie um 163 Tokens von insgesamt 190.“
Nanna Fuhrhop, Franziska Buchmann: Das Wort in der (Recht-)Schreibung. In: Handbuch Wort und Wortschatz. de Gruyter, 2015, ISBN 978-3-11-029570-2, Seite 426 (Zitiert nach Google Books)
Forms
| Spelling | Features | Labels | Source |
|---|---|---|---|
| Stammformapostrophs | Case=Gen, Gender=Masc, Number=Sing | lexicographic | |
| Stammform-Apostroph | Gender=Masc | alternative | lexicographic |
| Stammformapostroph | Case=Acc, Gender=Masc, Number=Sing | lexicographic | |
| Stammformapostroph | Case=Dat, Gender=Masc, Number=Sing | lexicographic | |
| Stammformapostroph | Case=Nom, Gender=Masc, Number=Sing | lexicographic | |
| Stammformapostrophe | Case=Gen, Gender=Masc, Number=Plur | lexicographic | |
| Stammformapostrophe | Case=Acc, Gender=Masc, Number=Plur | lexicographic | |
| Stammformapostrophe | Case=Nom, Gender=Masc, Number=Plur | lexicographic | |
| Stammformapostrophen | Case=Dat, Gender=Masc, Number=Plur | lexicographic |