Spruchband de · NOUN
Pronunciation
- [ˈʃpʁʊxˌbant]
- audio
- rhymes ʊxbant
Etymology
Determinativkompositum (Zusammensetzung) aus den Substantiven Spruch und Band
Meanings
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längliches Band aus Papier oder Stoff mit einer politischen Forderung oder einem Slogan, häufig auf Demonstrationen gezeigt
„Überall, wo eine Gruppe direkt diskriminiert wird, ist ein Spruchband nicht mehr okay. Zum Beispiel ein Plakat, dass sich direkt gegen Schwule oder Frauen richtet.“
Alina Schwermer: Umstrittene Banner in Fußballstadien – Die Fankurve und der Anstand. In: taz.de. 10. Dezember 2017, ISSN 2626-5761 (URL, abgerufen am 25. Februar 2025) .[Fußball, über den Verein Hannover 96 und dessen damaligen Präsidenten Martin Kind:] „In Fankreisen wurden in der Rückrunde Forderungen nach einer Entlassung von Martin Kind lauter, die während der Spiele in Form von Spruchbändern und Sprechchören artikuliert wurden.“
Wikipedia-Artikel „Hannover 96“ (Stabilversion), abgerufen am 25. Februar 2025.„Nach rassistischen und antisemitischen Vorfällen beim 3. Liga-Auswärtsspiel gegen Hansa Rostock im April 2011 präsentierten Dresdner Fans beim nächsten Heimspiel gegen TUS Koblenz ein Spruchband gegen Antisemitismus.“
Unsere Kurve – Kein Platz für Rassismus – Die Arbeit der Fanprojekte gegen Rassismus. Koordinationsstelle Fanprojekte (KOS) bei der Deutschen Sportjugend, Frankfurt a. M., Interkultureller Rat in Deutschland e.V., Darmstadt, Deutschland, 2012, abgerufen am 25. Februar 2025.„Plakate, Transparente und Spruchbänder gehören heute zum unentbehrlichen Material einer Demonstration.“
Hartmut Vogel: APuZ 26/1968 – Demonstrationsfreiheit und ihre Grenzen – Ein Beitrag zu Fragen des Grundrechts der Versammlungsfreiheit. bpb.de, Bundeszentrale für politische Bildung, Bonn, Deutschland, abgerufen am 25. Februar 2025.„Die Professoren trugen ihre Talare und insofern passte das von Detlev Albers aus Hamburg entwickelte Transparent: ‚Unter den Talaren – Muff von 1000 Jahren.‘ Dieses Spruchband nahm Bezug auf die NS-Zeit, aus der auch bei uns noch viele Professoren stammten.“
Reinhard Klimmt: Ein Kommentar zur Studierendenkultur der 1950er-1960er Jahre. In: Protestbewegungen und Protestkulturen im deutsch-französischen, europäischen und globalen Kontext, Universitätsverlag des Saarlandes, Saarbrücken, Deutschland. Ulrike Dausend, Hans-Jürgen Lüsebrink, Luitpolt Rampelshammer, 2023, Seite 121, abgerufen am 25. Februar 2025 (ISBN 9783862233182 gedruckte Ausgabe, ISBN 9783862233199 Onlineausgabe).
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(Mittelalter) Band mit Text in einem Bild
„Das Altarbild von Meister Bertram aus Minden ist über 600 Jahre alt. Es hängt heute im Landesmuseum Hannover. Der Vorteil: man kann näher dran und die Details sehen. Den Engel, der Maria ankündigt, dass sie schwanger wird. Was er sagt, steht lateinisch auf einem Spruchband.“
Anke Merscher-Schüler: Nachtgedanken. In: Norddeutscher Rundfunk. 10. Juli 2023 (Redaktion: Oliver Vorwald, URL, abgerufen am 25. Februar 2025) .[In Münster im Gildensaale des Krämeramtshauses über dem Kamin steht:] „Ehr is dwang nog – Ehre ist Zwang genug. […] Vor der Zerstörung im Zweiten Weltkrieg befand sich der Satz auf einem Spruchband, das durch Lorbeer- und Eichengeäst und einen Kranz in der Mitte gewunden war.“
Wikipedia-Artikel „Haus der Niederlande“ (Stabilversion), abgerufen am 25. Februar 2025.„Das Bild zeigt eine große Handmühle mit zwei Kurbeln, Zahnrädern und Mahlwerk, oben ein Trichter. Dort hineingekippt werden nicht etwa Getreidekörner, sondern Worte: Spruchbänder mit Weissagungen der Propheten.“
„Dem an Comics gewöhnten modernen Betrachter fallen die Spruchbänder in mittelalterlichen Bildern kaum auf. Offensichtlich halten sie wie Sprechblasen die gesprochene Rede im Bild fest und übermitteln durch ihre Form und Richtung zusätzliche Ausdruckswerte.“
Susanne Wittekind: Vom Schriftband zum Spruchband. In: Frühmittelalterliche Studien, Jahrbuch des Instituts für Frühmittelalterforschung der Universität Münster. Hagen Keller, Joachim Wollasch, 1996, Seite 343, abgerufen am 25. Februar 2025.„Ein beliebtes Mittel, Text in ein Bild einzubetten, waren Spruchbänder. Ein hübsches Beispiel dafür ist die Darstellung einer Gesangsstunde aus dem Jahr 1501. Hier nimmt das Band den Platz einer Schultafel ein.“
Martin Stohler: Die Hochzeit von Schrift und Bild. bazonline.ch, Tamedia Basler Zeitung AG, Basel, Schweiz, 24. April 2019, abgerufen am 25. Februar 2025.
Forms
| Spelling | Features | Labels | Source |
|---|---|---|---|
| Spruchbändern | Case=Dat, Gender=Neut, Number=Plur | lexicographic | |
| Spruchband | Case=Nom, Gender=Neut, Number=Sing | lexicographic | |
| Spruchband | Case=Acc, Gender=Neut, Number=Sing | lexicographic | |
| Spruchband | Case=Dat, Gender=Neut, Number=Sing | lexicographic | |
| Spruchbande | Case=Dat, Gender=Neut, Number=Sing | lexicographic | |
| Spruchbands | Case=Gen, Gender=Neut, Number=Sing | lexicographic | |
| Spruchbandes | Case=Gen, Gender=Neut, Number=Sing | lexicographic | |
| Spruchbänder | Case=Acc, Gender=Neut, Number=Plur | lexicographic | |
| Spruchbänder | Case=Gen, Gender=Neut, Number=Plur | lexicographic | |
| Spruchbänder | Case=Nom, Gender=Neut, Number=Plur | lexicographic |
Hypernyms
Synonyms
Translations (3)
sv banderoll (längliches Band aus Papier oder Stoff mit einer politischen Forderung oder einem Slogan) · en banner (längliches Band aus Papier oder Stoff mit einer politischen Forderung oder einem Slogan) · en speech scroll (Mittelalter, Kunst: Band mit Text in einem Bild)