Sprachzustand de · NOUN
Pronunciation
- [ˈʃpʁaːxt͡suˌʃtant]
- audio
Meanings
-
Art und Weise, wie eine Sprache in einem überschaubaren Zeitabschnitt verfasst ist
„Was sonst methodisch streng getrennt gehalten wird, Diachronie und Synchronie nämlich, oder, auf den Gegenstand bezogen, die Beobachtung von Sprachveränderungen und von Sprachzuständen, fielen im Moment der Maueröffnung praktisch zusammen.“
Andrea Schiewe, Jürgen Schiewe: Witzkultur in der DDR. Ein Beitrag zur Sprachkritik. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2000, ISBN 3-525-34025-7, Seite 22.„Die paläographischen Merkmale und das traditionell altjiddische Verschriftungssystem sowie der minimal rheinisch gefärbte Sprachzustand der Textfragmente passen durchaus nach Köln um die Mitte des 14. Jahrhunderts.“
Erika Timm: Der Text auf dem Fundstück 596-10. In: Monika Grübel, Peter Honnen (Herausgeber): Jiddisch im Rheinland. Klartext, Essen 2013, ISBN 978-3-8375-0886-4, Seite 57-62, Zitat Seite 60.„Hermann Paul hatte die Begrenztheit einer historischen Behandlung solch chronologisch getrennter grammatischer sprachzustände bereits erkannt: als Abstraktionen sind sie jenseits des direkten Einflusses des tatsächlichen Sprachgebrauchs.“
C.J. Wells: Deutsch: eine Sprachgeschichte bis 1945. Niemeyer, Tübingen 1990, Seite 11. ISBN 3-484-10638-7. Kursiv gedruckt: sprachzustände.„Der Zusammenhang von Sprachzustand und Sprachwandel kommt auch darin zum Ausdruck, daß der Beginn einer Veränderung ein synchronisches Faktum darstellt.“
Karl-Ernst Sommerfeldt (Hrsg.): Entwicklungstendenzen in der deutschen Gegenwartssprache. VEB Bibliographisches Institut, Leipzig 1988, Seite 21. ISBN 3-323-00169-9. In Kapitälchen gedruckt: Saussure.„Die methodischen Probleme der Abgrenzung des Sprachzustands »in der Praxis« sind demgegenüber zweitrangig: Der Zeitraum, währenddessen »keine bedeutende Veränderung« stattfindet (Zustand), ist grundsätzlich variabel, er kann auch größer sein als ein Zeitraum mit bedeutenden Veränderungen (…).“
Georg Objartel: Sprachstadium. In: Lexikon der germanistischen Linguistik. 2., vollständig neu bearbeitete und erweiterte Auflage. Hrsg. v. Hans Peter Althaus, Helmut Henne, Herbert Ernst Wiegand. Niemeyer, Tübingen 1980, Seite 557-563; Zitat Seite 559. ISBN 3-484-10391-4.
Forms
| Spelling | Features | Labels | Source |
|---|---|---|---|
| Sprachzustand | Case=Acc, Gender=Masc, Number=Sing | lexicographic | |
| Sprachzustand | Case=Dat, Gender=Masc, Number=Sing | lexicographic | |
| Sprachzustand | Case=Nom, Gender=Masc, Number=Sing | lexicographic | |
| Sprachzustande | Case=Dat, Gender=Masc, Number=Sing | lexicographic | |
| Sprachzustände | Case=Gen, Gender=Masc, Number=Plur | lexicographic | |
| Sprachzustände | Case=Acc, Gender=Masc, Number=Plur | lexicographic | |
| Sprachzustände | Case=Nom, Gender=Masc, Number=Plur | lexicographic | |
| Sprachzustands | Case=Gen, Gender=Masc, Number=Sing | lexicographic | |
| Sprachzustandes | Case=Gen, Gender=Masc, Number=Sing | lexicographic | |
| Sprachzuständen | Case=Dat, Gender=Masc, Number=Plur | lexicographic |
Coordinates
Hypernyms
Translations (1)
fr état de langue (Linguistik: Art und Weise, wie eine Sprache in einem überschaubaren Zeitabschnitt verfasst ist)