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Dictionary

Words, grammatical forms and meanings linked to the ontology.

Sprachspiel de · NOUN

Pronunciation

  • audio
  • rhymes aːxʃpiːl
  • [ˈʃpʁaːxˌʃpiːl]

Etymology

Determinativkompositum aus dem Stamm des Wortes Sprache und Spiel

Meanings

  1. (Sprachphilosophie) Linguistik, „Muster menschlicher Sprachverwendung“
    • „Entsprechend der (nicht beschränkten) Anzahl der Lebensformen gibt es verschiedene von Wittgenstein als Sprachspiel bezeichnete Verwendungsformen von Sprache, zum Beispiel befehlen, bitten, fragen, beschreiben, erklären, grüßen und andere mehr.“ Helmut Glück (Hrsg.), unter Mitarbeit von Friederike Schmöe: Metzler Lexikon Sprache. Dritte, neubearbeitete Auflage, Stichwort: „Sprachspiel“. Metzler, Stuttgart/ Weimar 2005. ISBN 978-3-476-02056-7. Kursiv gedruckt: befehlen, bitten, fragen, beschreiben, erklären, grüßen.
    • „Solche Beispiele zeigen die Wirksamkeit von Wittgensteins Konzept des Sprachspiels. Er bestritt, daß es nur eine begrenzte Menge von Funktionen oder Sprechakten gebe, die die Sprache ausüben könne; vielmehr gebe es soviele solche Akte, wie es in der unbestimmten Vielfalt von Sprachspielen (oder Sprechereignissen) Rollen gebe, die Menschen erfinden können…“ Stephen C. Levinson: Pragmatik. 2., unveränderte Auflage. Niemeyer, Tübingen 1994, Seite 280. ISBN 3-484-22039-2
  2. (Literaturwissenschaft) Linguistik, Oberbegriff für eine Reihe von Formen spielerischen Umgangs mit sprachlichem Material
    • „Gewöhnlich bereitet sich die deutsche Zunge schon in frühester Jugend instinktiv auf fremdartig klingende Sprachspielevor.“ Eugen Skasa-Weiß: So lacht Germania. Humor zwischen Isar und Elbe. Herder, Freiburg/Basel/Wien 1971, Seite 39.
    • „Das Sprachspiel kann als eine Folgeerscheinung des Sprachwitzes betrachtet werden.“ Andrea Schiewe, Jürgen Schiewe: Witzkultur in der DDR. Ein Beitrag zur Sprachkritik. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2000, ISBN 3-525-34025-7, Seite 75.
    • Crystal verweist mit Sprachspiel im Index auf eine ganze Reihe unterschiedlicher Formen und meint: „Das Kreuzworträtsel ist ohne Zweifel das beliebteste aller Sprachspiele.“ David Crystal: Die Cambridge Enzyklopädie der Sprache, 2. Auflage, Zweitausendeins, Frankfurt 2004, S. 64 f. ISBN 3-861-50705-6
    • „Wenn festgestellt worden ist, daß der Funktionalismus der Sprache semantisch Bedeutung und syntaktisch Ordnung vermittele, wenn neben Bedeutungen also Beziehungen, wenn neben Interpretiertes Konstatiertes tritt, Gedanken, die Max Bense in seiner Texttheorie entwickelt hat, dann sind literarische Sprachspiele wie Permutation und Anakoluth nach beiden Seiten hin offen.“ Ludwig Harig: Literarische Sprachspiele. In: Lexikon der germanistischen Linguistik. 2., vollständig neu bearbeitete und erweiterte Auflage. Hrsg. v. Hans Peter Althaus, Helmut Henne, Herbert Ernst Wiegand. Niemeyer, Tübingen 1980, S. 756-759, Zitat: S. 758 f. ISBN 3-484-10392-2.

Forms

SpellingFeaturesLabelsSource
Sprachspiele Case=Acc, Gender=Neut, Number=Plur lexicographic
Sprachspiele Case=Dat, Gender=Neut, Number=Sing lexicographic
Sprachspiele Case=Gen, Gender=Neut, Number=Plur lexicographic
Sprachspiele Case=Nom, Gender=Neut, Number=Plur lexicographic
Sprachspieles Case=Gen, Gender=Neut, Number=Sing lexicographic
Sprachspiels Case=Gen, Gender=Neut, Number=Sing lexicographic
Sprachspielen Case=Dat, Gender=Neut, Number=Plur lexicographic
Sprachspiel Case=Nom, Gender=Neut, Number=Sing lexicographic
Sprachspiel Case=Acc, Gender=Neut, Number=Sing lexicographic
Sprachspiel Case=Dat, Gender=Neut, Number=Sing lexicographic

Coordinates

Wortspiel

Hyponyms

Leipogramm