Skip to content
ontologydriven
Sign out

Dictionary

Words, grammatical forms and meanings linked to the ontology.

Sprachregelung de · NOUN

Pronunciation

  • [ˈʃpʁaːxˌʁeːɡəlʊŋ]
  • audio

Etymology

Determinativkompositum aus dem Stamm des Wortes Sprache und Regelung

Meanings

  1. durch eine einflussreiche Institution oder Person vorgegebene, verbindliche Darstellung eines Sachverhalts
    • Sprachregelungen laufen oft auf Euphemismen hinaus.
    • Im politischen und wirtschaftlichen Raum gibt es viele Sprachregelungen. So war es lange verpönt, die "Bundesrepublik Deutschland" nur als "BRD" zu bezeichnen. Eine andere Sprachregelung betraf die Ersetzung von "Atomkraftwerk" durch "Kernkraftwerk".
    • Mit Sprachregelungen will man in der Regel unerwünschte Assoziationen vermeiden.
    • „Nun sind Sprachregelungen nicht immer nur organisationssichernd und schaffen kontroverse Machtsituationen, sie enthalten vor allem auch religiös interpretierte Normen zur Lebensgestaltung.“ Ulrich Welbers: Religiöse Welt-Ansichten. Zur sprachlichen Repräsentation religiöser Semantik. In: Der Sprachdienst. Nummer Heft 2, 2013 , Seite 60-72, Zitat Seite 65.
    • „Schwarze sind Afro-Amerikaner - auch wenn sich selbst nicht alle Schwarzen, vor allem der älteren Generation, an diese Sprachregelung halten.“ Reymer Klüver: Allein unter Doppel-Whoppern. Unser Jahr in Amerika. Ullstein, Berlin 2011, Seite 196. ISBN 978-3-548-28169-8.
    • „Das Wort »Sprachlenkung« wird in der Literatur auf zwei verschiedenen Ebenen der Allgemeinheit zur Bezeichnung verschiedener Sachverhalte verwendet und konkurriert mit einer Vielzahl anderer Ausdrücke, unter anderem mit »Sprachpolitik«, »Sprachplanung«, »Sprachnormierung«, »Sprachpflege«, Sprachregelung und ihren fremdsprachigen Entsprechungen.“ Walther Dieckmann: Sprachlenkung / Sprachkritik. In: Lexikon der germanistischen Linguistik. 2., vollständig neu bearbeitete und erweiterte Auflage. Hrsg. v. Hans Peter Althaus, Helmut Henne, Herbert Ernst Wiegand. Niemeyer, Tübingen 1980, Seite 508-515; Zitat Seite 508. ISBN 3-484-10391-4. »Sprachlenkung«, »Sprachpolitik«, »Sprachplanung«, „Sprachnormierung“, »Sprachpflege«, »Sprachregelung« kursiv gedruckt.
    • „Der offiziellen Sprachregelung zufolge gab es im Oppelner Schlesien ab etwa 1947, spätestens ab 1948 keine Deutschen mehr.“ Włodzimierz Borodziej: Die Katastrophe. In: Als die Deutschen weg waren. Was nach der Vertreibung geschah: Ostpreußen, Schlesien, Sudetenland. 6. Auflage. Rowohlt Taschenbuch Verlag, Reinbek 2013, ISBN 978-3-499-62204-5, Seite 82-111, Zitat Seite 105.
    • „Dabei wird vor allem die lautliche (»Aussprache«) und graphische („Rechtschreibung“) Ebene der Sprache einer institutionellen Sprachregelung unterworfen....“ Günther Drosdowski, Helmut Henne: Tendenzen der deutschen Gegenwartssprache. In: Lexikon der germanistischen Linguistik. 2., vollständig neu bearbeitete und erweiterte Auflage. Hrsg. v. Hans Peter Althaus, Helmut Henne, Herbert Ernst Wiegand. Niemeyer, Tübingen 1980, Seite 619-632; Zitat Seite 621. ISBN 3-484-10391-4.

Forms

SpellingFeaturesLabelsSource
Sprachregelungen Case=Dat, Gender=Fem, Number=Plur lexicographic
Sprachregelungen Case=Nom, Gender=Fem, Number=Plur lexicographic
Sprachregelungen Case=Acc, Gender=Fem, Number=Plur lexicographic
Sprachregelungen Case=Gen, Gender=Fem, Number=Plur lexicographic
Sprachregelung Case=Acc, Gender=Fem, Number=Sing lexicographic
Sprachregelung Case=Gen, Gender=Fem, Number=Sing lexicographic
Sprachregelung Case=Nom, Gender=Fem, Number=Sing lexicographic
Sprachregelung Case=Dat, Gender=Fem, Number=Sing lexicographic

Coordinates

Wording

Hypernyms

Sprachlenkung

Synonyms

Formelkompromiss

Translations (1)

en prescribed usage (durch eine einflussreiche Institution oder Person vorgegebene, verbindliche Darstellung eines Sachverhalts)