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Dictionary

Words, grammatical forms and meanings linked to the ontology.

Sprachentwicklung de · NOUN

Pronunciation

  • [ˈʃpʁaːxʔɛntˌvɪklʊŋ]
  • audio

Etymology

Determinativkompositum, zusammengesetzt aus dem Stamm von Sprache und Entwicklung

Meanings

  1. Spracherwerb von Kindern
    • „In den folgenden Kapiteln möchte ich die Sprachentwicklung beim Kind in ihren drei Aspekten: Form, Bedeutung, Gebrauch genauer darstellen.“ Gisela Szagun: Sprachentwicklung beim Kind. Eine Einführung. 3., neubearbeitete Auflage. Psychologie Verlags Union Urban & Schwarzenberg, München/Weilheim 1986, Seite 6. ISBN 3-621-27012-4.
    • Die Sprachentwicklung ist bei Kindern ein Indiz für ihre schulische Reife.
    • „In Amerika wurden Bestrebungen, Sprachentwicklung quantifizierend zu erfassen, konkretisiert und Normwerte für eine Vielzahl von Sprachentwicklungsmaßen über repräsentative Erhebungen ermittelt.“ Gerd Kegel: Sprache und Sprechen des Kindes. 3. neubearbeitete und erweiterte Auflage. Westdeutscher Verlag, Opladen 1987, Seite 9. ISBN 3-531-22059-4.
    • „Ein Verständnis des Spracherwerbs und der Sprachentwicklung eines Individuums setzt die Berücksichtigung der Tatsachen voraus, daß der Mensch ein biologisches, soziales und kulturell-geistiges Wesen ist.“ Els Oksaar: Spracherwerb im Vorschulalter. Einführung in die Pädolinguistik, Kohlhammer, Stuttgart 1977, Seite 29. ISBN 3-17-004471-0.
    • „Am Anfang der Sprachentwicklung steht die Unterscheidung von Konsonant und Vokal.“ Detlef Hacker, Karl-Heinz Weiß: Zur phonemischen Struktur funktioneller Dyslalien. Verlag Arbeiterwohlfahrt, Bezirksverband Weser-Ems e. V., Oldenburg 1986, ISBN 3-926274-02-6, Seite 13.
    • „Zwischen dem 2. und 3. Lebensjahr macht die Sprachentwicklung einen besonders großen Sprung.“ Birk Grüling: Sprachförderung in den Kitas – Drohendes Ende eines Erfolgsmodells. In: taz.de. 23. Oktober 2024, ISSN 2626-5761 (URL, abgerufen am 23. Oktober 2024) .
  2. Veränderungen in einer Sprache mit der Zeit
    • Die Sprachentwicklung der indogermanischen Sprachen geht von stärker synthetischen zum mehr analytischen Sprachbau.
    • „Derartige Veränderungen zu erkennen, beschreibend zu erklären und in die tendenzielle Sprachentwicklung einzuordnen, sieht die Sprachwissenschaft als eine ihrer vorrangigen Aufgaben an.“ Willy Sanders: Sprachkritikastereien und was der „Fachler“ dazu sagt. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 1992, ISBN 3-534-11690-9, Seite 60.
    • „Bei der Sprachentwicklung wertend von Fortschritt oder ‚Dekadenz‘ zu sprechen, hätte wohl nur einen gewissen Sinn auf der Grundlage klarer Kriterien, die zwischen kommunikativen, ethischen und ästhetischen Funktionen unterscheiden.“ Harro Gross: Einführung in die germanistische Linguistik. 3., überarbeitete und erweiterte Auflage, neu bearbeitet von Klaus Fischer. Iudicium, München 1998, Seite 201. ISBN 3-89129-240-6
    • „Vielleicht ist der eine oder andere Leser dieses Beitrags enttäuscht, daß sowenig auf den Zusammenhang von Sprachentwicklung und allgemeiner (geistesgeschichtlicher, sozialer, ökonomisch-politischer) Entwicklung eingegangen wurde.“ Hans Glinz: Deutsche Standardsprache der Gegenwart. In: Lexikon der germanistischen Linguistik. 2., vollständig neu bearbeitete und erweiterte Auflage. Hrsg. v. Hans Peter Althaus, Helmut Henne, Herbert Ernst Wiegand. Band III. Niemeyer, Tübingen 1980, Seite 609-619; Zitat Seite 617. ISBN 3-484-10391-4.
    • „Kriege und Katastrophen, die zu einer starken Veränderung der Bevölkerungsstruktur führen, können nämlich durchaus auch einen Einfluss auf die Sprachentwicklung haben.“ Dudenredaktion (Herausgeber): Duden, Das Herkunftswörterbuch. Etymologie der deutschen Sprache. In: Der Duden in zwölf Bänden. 5., neu bearbeitete Auflage. Band 7, Dudenverlag, Berlin/Mannheim/Zürich 2013, ISBN 978-3-411-04075-9 , Seite 53.
  3. Planung oder gezielte Veränderung einer Sprache
    • Kolonialdeutsch ist ein Ergebnis einer gezielten Sprachentwicklung.
    • „In den Kapiteln A. 'Richtigkeit und Güte einer Bezeichnung', B. ‚Zentripetale und zentrifugale Sprachentwicklung‘ und C. 'Das sprachökonomische Wortschatzprinzip' werden u.a. die Begriffe 'richtige und falsche Benennung', 'sprachliche Güte' (Gütegrad, Gütefaktor), 'Systemgüte' (funktionale Systemgüte), Anforderungen an eine 'gute Benennung' (Kürze, Genauigkeit, Bequemlichkeit), Fragen der 'Sprachökonomie' und 'Wortschatzökonomie' sowie D. 'Probleme der Transkription' diskutiert.“ Detlev Blanke: Zur Plansprache Esperanto und zur Esperantologie im Werk von Eugen Wüster

Forms

SpellingFeaturesLabelsSource
Sprachentw. Abbr=Yes, Gender=Fem lexicographic
Sprachentwicklung Case=Acc, Gender=Fem, Number=Sing lexicographic
Sprachentwicklung Case=Gen, Gender=Fem, Number=Sing lexicographic
Sprachentwicklung Case=Nom, Gender=Fem, Number=Sing lexicographic
Sprachentwicklung Case=Dat, Gender=Fem, Number=Sing lexicographic
Sprachentwicklungen Case=Dat, Gender=Fem, Number=Plur lexicographic
Sprachentwicklungen Case=Nom, Gender=Fem, Number=Plur lexicographic
Sprachentwicklungen Case=Acc, Gender=Fem, Number=Plur lexicographic
Sprachentwicklungen Case=Gen, Gender=Fem, Number=Plur lexicographic

Antonyms

Sprachkonservierung · Sprachverlust

Coordinates

Sprachplanung · Sprachwandel · Sprachgeschichte · Sprachlenkung · Spracherwerb

Deriveds

Sprachentwicklungstest · Sprachentwicklungsstufe · Sprachentwicklungsstufe · Sprachentwicklungsstörung · Sprachentwicklungsverzögerung

Hypernyms

Veränderung · Planung · Lernprozess

Translations (3)

fr évolution du langage (Veränderungen in einer Sprache mit der Zeit) · fr acquisition du langage (Spracherwerb von Kindern) · sv språkutveckling (Spracherwerb von Kindern)