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Dictionary

Words, grammatical forms and meanings linked to the ontology.

Sprachbewusstsein de · NOUN

Pronunciation

  • [ˈʃpʁaːxbəˌvʊstzaɪ̯n]
  • audio

Etymology

Determinativkompositum aus dem Stamm des Wortes Sprache und Bewusstsein

Meanings

  1. das, was jemand über seine Sprache weiß
    • „Im selben Umkreis begegnen meistens ebenfalls zwei divergierende, nicht selten ineinander übergehende Postulate: das Sprachbewußtsein (auch: -»empfinden«, »-gefühl«) zu fördern und das »Sprachvermögen« (bzw. die »Sprachsensibilität«) auszubilden.“ Wolfgang Beutin: Sprachkritik - Stilkritik. Eine Einführung. Kohlhammer, Stuttgart/Berlin/Köln/Mainz 1976, S. 130.
    • In unserem Sprachbewusstsein ist saugen kein starkes Verb mehr.
    • „Die Bedeutung des Sprachbewusstseins hat sich die Sprachwissenschaft und übrigens gerade auch die neueste noch keineswegs klargemacht.“ Hans-Martin Gauger: Na also, sprach Zarathustra. Neue Sprachwitze. C. H. Beck, München 2014, ISBN 978-3-406-65931-7 , Seite 178.
    • „Im folgenden versuche ich, in der gebotenen Kürze die Grundlagen von Sprachbewußtsein in der DDR und damit von Sprachdidaktik wiederzugeben.“ Ingelore Oomen-Welke: Didaktik der Grammatik. Eine Einführung an Beispielen für die Klassen 5-10. Niemeyer, Tübingen 1982, Seite 105. ISBN 3-484-25125-5.
    • „Sprachbewußtsein (…) erschöpft sich nicht in der Kenntnis von Normen, wenngleich diese Kenntnis eine Grundlage bildet (…). Man hat sicherlich zwischen Alltagssprachbewußtsein und wissenschaftlichem Sprachbewußtsein zu unterscheiden.“ Wolfgang Fleischer, Georg Michel, Günter Starke: Stilistik der deutschen Gegenwartssprache. Peter Lang, Frankfurt u.a. 1993, Seite 293. ISBN 3-631-44771-X
  2. Aufmerksamkeit gegenüber oder Einstellung zu der eigenen Sprache
    • Zum Sprachbewusstsein gehört die Achtung der eigenen Sprache.
    • Polenz versteht seine große deutsche Sprachgeschichte in hohem Maße als eine Geschichte des Sprachbewusstseins. Peter von Polenz: Deutsche Sprachgeschichte vom Spätmittelalter bis zur Gegenwart. Band III: 19. und 20. Jahrhundert. de Gruyter, Berlin/New York 1999, Seite 4, über Fritz Mauthner. ISBN 3-11-014344-5
    • „Besonders Nietzsches philologische Strenge trägt mit zu Canettis Sprachbewusstsein bei.“ Helmut Göbel: Elias Canetti. Rowohlt, Reinbek 2005, ISBN 3-499-50585-1, Seite 44 .
    • „Wenn überhaupt im kollektiven Sprachbewusssein das Jiddische eine Rolle spielt, dann sicherlich im Zusammenhang mit den alten Händlersprachen und dem Rotwelschen, also der alten deutschen Gaunersprache.“ Monika Grübel, Peter Honnen: Einleitung. In: Monika Grübel, Peter Honnen (Herausgeber): Jiddisch im Rheinland. Klartext, Essen 2013, ISBN 978-3-8375-0886-4, Seite 9-13, Zitat Seite 11 f.

Forms

SpellingFeaturesLabelsSource
Sprachbewußtsein Gender=Neut obsolete lexicographic
Sprachbewusstsein Case=Nom, Gender=Neut, Number=Sing lexicographic
Sprachbewusstsein Case=Acc, Gender=Neut, Number=Sing lexicographic
Sprachbewusstsein Case=Dat, Gender=Neut, Number=Sing lexicographic
Sprachbewusstseins Case=Gen, Gender=Neut, Number=Sing lexicographic

Coordinates

Sprachloyalität · Sprachbewertung · Sprachgefühl

Translations (3)

en language awareness (Linguistik: das, was jemand über seine Sprache weiß) · fr conscience linguistique (Linguistik: das, was jemand über seine Sprache weiß) · es consciencia lingüística (Linguistik: das, was jemand über seine Sprache weiß)