„Die alten Römer benannten einst die Tage des Kalenders nach Göttern. Sol, der Sonnengott, bekam den Tag, den wir Sonntag nennen (Dies Solis), dann kam Luna, die Mondgöttin (Dies Lunae), Kriegsgott Mars (Dies Martis), Handelsgott Merkur (Dies Mercurii), Hauptgott Jupiter (Dies Iovis), Liebesgöttin Venus (Dies Veneris) und Saturn (Dies Saturni), der Gott des Ackerbaus.“ Erich Kocina: Mit nur einem Gott lässt sich keine ganze Woche machen. In: Die Presse. 25. Februar 2019, ISSN 1563-5449, Seite 21, DNB 947702091 .
„Die Römer stellten die einzelnen Tage unter den Schutz der Götter Saturn (Saat- und Erntegott), Sol (Sonnengott), Luna (Mondgöttin), Mars (Kriegsgott), Merkur (Gott des Handels und Verkehrs), Jupiter (höchster Himmelsgott) und Venus (Göttin der Liebe und Lebenskraft).“ Die Tage unter dem Schutz der Götter. In: Salzburger Nachrichten. 12. März 1992 .
„In der Antike umrahmten Sol und Luna den Gott Mithras, dessen Kult mit Taufen, Fasten und Festmahlen stark an das Christentum erinnert.“ Sonne, Mond und Sterne. In: Süddeutsche Zeitung. Nummer 78, 2. April 1996, ISSN 0174-4917, Seite 22 .
Kunstwort aus lateinischem solutio ^(→ la) ‚Lösung‘
Meanings
kolloidale Suspension von festen Partikeln oder Makromolekülen in einer flüssigen Phase
„Der Ausgangsstoff ist ein ‚Sol‘, eine Flüssigkeit, in der die Bestandteile des späteren Endproduktes fein verteilt umherschwimmen.“ Fenster, die immer sauber bleiben. In: Süddeutsche Zeitung. 6. Oktober 1994, ISSN 0174-4917 .
„Dabei handelt es sich entweder um eine echte chemische Lösung, die in eine kolloidale Lösung – im Fachjargon: ein Sol – übergeht, oder direkt um ein Sol (kolloidale Lösungen bestehen aus Flüssigkeiten, die mikroskopisch fein verteilte Substanzen enthalten). Entscheidend ist nun, daß die verschiedenen Moleküle in diesem Sol Polymerstrukturen bilden, die zur Basis des späteren Werkstoffs werden. Die Flüssigkeit verfestigt sich, es entsteht ein Gel.“ Franz Frisch: Die Chips lernen riechen. In: DIE ZEIT. Nummer 11, 7. März 1986, ISSN 0044-2070, Seite 100 (Archiv-URL, abgerufen am 12. März 2021) .
„Als kolloidales Gold bezeichnet man übrigens Sole (Kolloide) oder Gele aus winzigen Goldpartikeln mit einem Durchmesser von 2 bis 100 nm.“ Wie koreanischer Tee den Weg nach Wien fand. In: WirtschaftsBlatt. 9. September 2010, Seite 24 .
„Wird das Sol auf eine Materialoberfläche gebracht, verdunstet das Lösungsmittel rasch – und die chemischen Winzlinge bilden ein amorphes Netzwerk (Gel) mit einer Schichtdicke von nur wenigen tausendstel Millimetern.“ Charme der Winzlinge. In: DER SPIEGEL. Nummer 18, 1. Mai 1995, ISSN 0038-7452, Seite 245 .
«Ein solches Sol ist eine wässerige Flüssigkeit mit einem Anteil von bis zu 50 Prozent SiO2-Partikeln im Nanobereich.» Wie aus Holz Keramik wird. In: Neue Zürcher Zeitung. 20. Februar 2002, ISSN 0376-6829, Seite 71 (NZZ Archiv-URL, abgerufen am 12. März 2021) .
en sol (Chemie: kolloidale Suspension von festen Partikeln oder Makromolekülen in einer flüssigen Phase) · fr sol (Chemie: kolloidale Suspension von festen Partikeln oder Makromolekülen in einer flüssigen Phase) · es sol (Chemie: kolloidale Suspension von festen Partikeln oder Makromolekülen in einer flüssigen Phase) · it sol (Chemie: kolloidale Suspension von festen Partikeln oder Makromolekülen in einer flüssigen Phase) · ca sol (Chemie: kolloidale Suspension von festen Partikeln oder Makromolekülen in einer flüssigen Phase) · pt sol (Chemie: kolloidale Suspension von festen Partikeln oder Makromolekülen in einer flüssigen Phase)
(Musik) Silbe der Solmisation, die der jeweils fünften Note in diatonischen Tonleitern entspricht, und auf die der Ton G gesungen wird
„Weiter zum Klingen kamen der Choral ‚Einem Freund‘ von Fabian Metz, das Musikgedicht ‚El Caracol Mifasol‘ mit den gesungenen Tonsilben Mi, Fa und Sol sowie James Barnes’ klangvolle Liebeserklärung ‚Yorkshire Ballad‘ an das nordenglische Yorkshire.“ Eine Oase inmitten des Trubels. In: Fränkischer Tag. 11. Dezember 2017, Seite 14 .
„Beim Singen verwendet Nina Großmann die relative Solmisationslehre. Die Töne werden hier international mit Do Re Mi Fa Sol und so weiter benannt.“ Hier spielt die Musik. In: Main-Post. 5. September 2015 .
„Drinnen sitzen die Sänger im Quadrat, jeder hat ein dickes Chorbuch in der Hand, einer steht auf, wünscht sich ein bestimmtes Lied, und gibt den Ton an. Bestehend aus den Notensilben Fa, La, Sol und Mi. […] Zunächst wird eine Strophe auf den Tonsilben Do Re Mi Fa Sol La Ti gesungen. Zur Erleichterung für nicht so erfahrene Chorsänger sind die Solmisationstöne Fa, Sol, La und Mi mit einem Dreieck, Oval, Rechteck und einer Raute gekennzeichnet, somit entsteht eine einfache Art, dem Sänger die Notation zugänglich zu machen.“ Bernhard Margenberg: Ein außergewöhnlicher Chorgesang. In: Neue Westfälische. 30. Oktober 2018, Seite 21 .
Das Wort ist dem spanischen sol ^(→ es) entlehnt, das seinerseits auf lateinisches sol ^(→ la) ‚Sonne‘ zurückgeht. Die Benennung geschah nach dem Hoheitszeichen Perus.
Meanings
peruanische Währungseinheit
„Erst 2009 hatte die Regierung im Norden Perus für 15 Millionen Sol (knapp 3,8 Millionen Euro) Schutzmaßnahmen gegen starke Niederschläge gebaut.“ Lukas Rilke mit Material von dpa: Mindestens zwei Dutzend Tote in Peru. In: Spiegel Online. 9. Februar 2010, ISSN 0038-7452 (URL, abgerufen am 12. März 2021) .
„Stundenlang wühlte sie in den Abfällen nach etwas Verwertbarem. Nach Dingen, mit denen sich ein paar peruanische Sols verdienen ließen.“ Hanna Kastendieck: Fotos, die Kindern aus der Armut helfen. In: Hamburger Abendblatt. 5./6. Oktober 2013, ISSN 0949-4618, Seite 24 (Archiv-URL, abgerufen am 12. März 2021) .
„Ende Dezember war er zum ersten Mal nach Lima geflogen und hatte sich von der Stabilität des Sol, der peruanischen Währung, überzeugt.“ Erst ein Luna-Park in Lima und dann zurück an die Spree. In: DER TAGESSPIEGEL. 25. März 2002, ISSN 1865-2263, Seite 015 .
„Hauptgeschäftsführer Josef Sayer hat als Seelsorger in Peru erfahren, was reiche Reisende in armen Ländern anrichten können. So wurden in Anden-Gegenden für Wanderer wunderschöne neue Pfade erschlossen. Die Bauern aber, die dort den schroffen Steilhängen in 4000 Meter Höhe die lebensnotwendigen Kartoffeln abringen, verstünden die Welt nicht mehr. Sie hätten von den Urlaubern nichts, kein Sol oder Cent bleibt bei ihnen.“ HOFFEN AUF DEN TOURISMUS. In: Thüringische Landeszeitung. 29. Januar 2005 .
„In Peru hat die Landeswährung Sol erstmals seit zwei Jahren wieder leicht aufgewertet, und zwar drei Prozent seit Mai. Der Sol profitiert von den Rohstoffexporten Perus.“ Der mexikanische Peso hat seine Schwäche offenbar überwunden. In: Handelsblatt. 1. September 2004, ISSN 0017-7296, Seite 26 .
pt sol (Zahlungsmittel: peruanische Währungseinheit) · it sol (Zahlungsmittel: peruanische Währungseinheit) · ca sol (Zahlungsmittel: peruanische Währungseinheit) · es sol (Zahlungsmittel: peruanische Währungseinheit) · fr sol (Zahlungsmittel: peruanische Währungseinheit) · en sol (Zahlungsmittel: peruanische Währungseinheit)
Sol de · NOUN · etymology 5
Pronunciation
rhymes ɔl
[sɔl]
rhymes oːl
[soːl]
Meanings
Zeitraum eines Sonnentages auf dem Mars, der 24 Stunden, 39 Minuten und 35,244 Sekunden beträgt und somit 1,02749125 Erdentagen entspricht
„Wie schon die Vorgänger, wird auch ‚Curiosity‘ am Anfang eines Sols, eines Mars-Tages, von Musik geweckt: […]“ Ole Reißmann: Die Marsmenschen von der Nasa. In: Spiegel Online. 18. August 2012, ISSN 0038-7452 (URL, abgerufen am 12. März 2021) .
«Auf dem Mars heisst ein Tag Sol, weil er 40 Minuten mehr als 24 Stunden dauert.» Jäggi Walter: Pannenhilfe für einen Mars-Rover. In: Tages-Anzeiger. 10. März 2015, ISSN 1424-0262, Seite 34 .
„Während die Erde dafür genau ein Jahr, also 365,26 Tage benötigt, braucht der Mars 668,6 Marstage – oder Sol –, und das entspricht 686,9 Erdtage.“ Joachim Schüring: Mars. In: spektrum.de. 26. August 2003 (URL, abgerufen am 12. März 2021) .
„Die Mission ist höchstens bis 30. September geplant, bleiben also nur mehr ca. 14 Erdentage resp. 13,5 Sols (Marstage, die sind ein bisschen länger).“ Kein Wasser, teuflischer Staub. In: Die Presse. 17. September 2008, ISSN 1563-5449, Seite 38, DNB 947702091 .
„Er verpackt das wissenschaftliche Programm in kurze Computerbefehle, das Opportunity am nächsten Sol, also am nächsten Marstag, absolvieren soll. ‚Jeden Tag verschiebt sich mein Rhythmus um 40 Minuten‘, erzählt Baumgartner, ‚um diese Zeitspanne ist ein Sol länger als ein Tag.‘“ […] Viele von ihnen tragen zwei Armbanduhren: links die normale für die Erdzeit, rechts eine Spezialanfertigung mit einem Marsfoto auf dem Zifferblatt, die langsamer tickt und den Verlauf eines Sol anzeigt. Die Nasa-Mitarbeiter müssen sich einer technische Notwendigkeit anpassen: Jeden Sol bei Sonnenaufgang benötigen die Mars-Rover Befehle, die sie dann autonom abarbeiten. Christopher Schrader: Die Marsmenschen von Pasadena. Wie man ein Marsmobil von Kalifornien aus steuert, wenn jeder Funkbefehl zwanzig Minuten bis zum Roten Planeten braucht. In: Süddeutsche Zeitung. 14. Mai 2004, ISSN 0174-4917, Seite 10 .