Schriftrichtung de · NOUN
Pronunciation
- audio
- [ˈʃʁɪftˌʁɪçtʊŋ]
Etymology
Determinativkompositum aus dem Substantiv Schrift und dem Substantiv Richtung
Meanings
-
Anordnung der Schriftzeichen in einem Text
„Wenderunen heißen Runen, die gegen die Schriftrichtung verlaufen.“
Klaus Düwel: Runenkunde. Dritte, vollständig neu bearbeitete Auflage. Metzler, Stuttgart/Weimar 2001, Seite 10. ISBN 3-476-13072-4. Kursiv gedruckt: erstes Vorkommen von Wenderunen.„Geschrieben wurde zunächst furchenwendig (= bustrophedon), das heißt die Schriftrichtung wechselte von Zeile zu Zeile…“
Christa Dürscheid: Einführung in die Schriftlinguistik. 3. überarbeitete und ergänzte Auflage. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2006, Seite 118. ISBN3-525-26516-6. Fett gedruckt: bustrophedon.„Die Schriftrichtung der Runenzeilen in der älteren Zeit der Runendenkmäler ist beliebig: Sie können, wie in unserer heutigen Schrift und wie ganz überwiegend auch in der Runenschrift seit der Wikingerzeit, von links nach rechts gehen (rechtsläufig), aber ebensogut von rechts nach links (linksläufig), wie etwa in den semitischen Schriften.“
Wolfgang Krause: Runen. de Gruyter, Berlin 1970, S. 12. Abkürzung aufgelöst.„…; sie treten unabhängig von der Schriftrichtung in diesen Spiegelformen auf.“
Helmut Arntz: Handbuch der Runenkunde. Zweite Auflage. Niemeyer, Halle/Saale 1944, S. 74.„Die Schriftrichtung verraten die Menschen- und Tierköpfe, weil sie nach dem Zeilenanfang blicken, und gelegentliche unausgefüllte Zeilenstücke: man schrieb ›bustrophedon‹, kehrte die Schriftrichtung jeweils am Zeilenende um, wie der Pflüger sein Gespann mit dem Pflug am Ende einer Ackerfurche.“
Ernst Doblhofer: Die Entzifferung alter Schriften und Sprachen. Reclam, Stuttgart 1993, Seite 245. ISBN 3-15-008854-2.„Wenderunen heißen Runen, die gegen die Schriftrichtung verlaufen.“
http://books.google.de/books?id=j7cXiqNmd1EC&pg=PA576&lpg=PA576&dq=Schriftrichtung&source=bl&ots=1Qi1WW21bk&sig=vkQxExdmIo-4jv4mWHyTxNc3j2U&hl=de&ei=7AY0TeW2KsHMswaCwfSPCg&sa=X&oi=book_result&ct=result&resnum=1&ved=0CBcQ6AEwADgo#v=onepage&q=Schriftrichtung&f=false Reallexikon der Germanischen Altertumskunde. Begründet von Johannes Hoops, herausgegeben von Heinrich Beck, Dieter Geuenich und Heiko Steuer. de Gruyter, Berlin 2003, Seite 576. ISBN 3-11-017733-1.
Forms
| Spelling | Features | Labels | Source |
|---|---|---|---|
| Schriftrichtung | Case=Acc, Gender=Fem, Number=Sing | lexicographic | |
| Schriftrichtung | Case=Gen, Gender=Fem, Number=Sing | lexicographic | |
| Schriftrichtung | Case=Nom, Gender=Fem, Number=Sing | lexicographic | |
| Schriftrichtung | Case=Dat, Gender=Fem, Number=Sing | lexicographic | |
| Schriftrichtungen | Case=Dat, Gender=Fem, Number=Plur | lexicographic | |
| Schriftrichtungen | Case=Nom, Gender=Fem, Number=Plur | lexicographic | |
| Schriftrichtungen | Case=Acc, Gender=Fem, Number=Plur | lexicographic | |
| Schriftrichtungen | Case=Gen, Gender=Fem, Number=Plur | lexicographic |