Rhomboid de · NOUN
Pronunciation
- rhymes iːt
- [ʁɔmboˈiːt]
- audio
- [ʁɔmboˈʔiːt]
Etymology
zugrunde liegt griechisch ῥομβοειδής (rhomboeidēs^☆) ^(→ grc) „einem Rhombus ähnelnd“ strukturell: Ableitung zum Stamm des Wortes Rhombus mit dem Derivatem (Ableitungsmorphem) -oid
Meanings
-
Parallelogramm ohne rechte Winkel und mit paarweise unterschiedlich langen Seiten
„Zu den Parellelogrammen gehören: […] d) der Rhomboid oder das verschobene Rechteck (Fig. 62), in welchem nur die gegenüber liegenden Seiten und auch nur die gegenüber liegenden Winkel gleich sind.“
Leopold Rudolphi: Die Geometrie und das geometrische Zeichnen in praktischer Anwendung auf die Berufsarbeiten der Künstler und Handwerker, vornehmlich der Lithographen, Mechaniker, Maschinenbauer, Bild- und Steinhauer, Maurer, Zimmerleute, Dach- und Schieferdecker, Tischler, Klempner, Kupferschmiede, Schloser, Gebäudemaler und Anstreicher, Gärtner u. A. m. Weimar, 1862, Seite 42 f.„Quadrate, Rechtecke, Rauten und Rhomboide haben den gemeinschaftlichen Namen Parallelogramme, weil die gegenüber stehenden Seiten mit einander parallel laufen. […] Worin unterscheidet sich der Rhomboid vom Rhombus? und worin vom Rechteck?“
D. Eyth: Praktisches Rechenbuch zum Gebrauche für Mittel- und Oberklassen in Volksschulen und andern niedern Lehranstalten sowie zum Privatunterricht. Nördlingen, 1851, Seite 258.„Ich hantierte weiter mit Fußteilen, mit gespreizten Fingern, mit einem schweren grünweißen Körper, suchte für einen durch Schattenfall vergrößerten Mund ein Gesicht und fand - schiebend, probierend - einen Hinweis auf Klaas, fügte Dreiecke und Rhomboide hinzu und ließ meinen Bruder sich selbst immer ähnlicher werden, bis er endlich fluchtbereit vorhanden war: Klaas, nicht eine Wiedergabe, sondern ein Ausdruck der Furcht.“
Siegfried Lenz: Die Deutschstunde. Roman. C. W. Niemeyer, Hameln 1989, ISBN 3-87585-884-0 , Seite 180 f. Erstveröffentlichung 1968.„Der Rhomboid als Grundrisskonfiguration reagiert auf das städtebauliche Umfeld, die Restriktionen des Tunnelbauwerks und auf die optimierte Ausrichtung zu den Windhaupteinfallsrichtungen.“
Dirk Bohne: Ökologische Gebäudetechnik. Verlag W. Kohlhammer, 2004, Seite 137, zum Stadttor Düsseldorf.„Man nimmt die Linie A zur Grundlinie und mißt den gegebenen Winkel C durch einen Bogenschnitt, welchen man mit der nemlichen Oefnung des Zirkels auch aus A macht; dann sezt man den Zirkel wieder in den gegebenen Winkel in d und thut solchen auf bis in den Kreuzungspunkt e, und trägt ihn wieder auf die Linie A in den Bogenpunkt d, wo man diesen Bogen durchschneidet; alsdann nimmt man die andere Linie B und bemerket solche aus A mit dem Bogen aus F in G, dann auch die andere Linie, BF und durchschneidet aus H den Bogen in G, ziehet sodann durch alle diese Punkte Linien, so hat man einen Rhomboid mit dem verlangten Winkel c gezeichnet.“
Johann Konrad Gütle: Angenehme Beschäftigungen für junge Leute beiderley Geschlechts zur Belehrung und Unterhaltung in geschäftsfreyen Stunden. Nürnberg, 1815, Seite 75.„Zu den Parellelogrammen gehören: […] d) der Rhomboid oder das verschobene Rechteck (siehe Fig. 82), in welchem nur die gegenüber liegenden Seiten und auch nur die gegenüber liegenden Winkel gleich sind. Wie unterscheidet sich der Rhomboid vom Rhombus? Der Rhomboid hat ungleiche Seiten, der Rhombus aber gleiche. Worin unterscheidet sich der Rhomboid vom Rechteck? Der Rhomboid hat zwei spitze und zwei stumpfe Winkel, das Rechteck aber vier rechte.“
Heinrich von Gerstenbergk: Encyclopädie der rechnenden Baukunst und der mit ihr in Verbindung stehenden Geschäfte. Vierter Theil, enthaltend die geometrische Meß- und Berechnungslehre für Baugewerke rc. Weimar, 1859, Seite 35 und 37.„Nicht ganz klar ist die Funktion des länglichen Gefäßes zwischen dem Greifen und dem Baum; vielleicht betont es die Segensmacht, die vom Kultsymbol ausgeht, während der Rhomboid (vgl. Abb. 284a, 286, 300 u.ö.) über dem Greifen die sakrale Sphäre markiert.“
Othmar Keel und Christoph Uehlinger: Göttinnen, Götter und Gottessymbole: Neue Erkenntnisse zur Religionsgeschichte Kanaans und Israels aufgrund bislang unerschlossener ikonographischer Quellen. 2010, Seite 358. (ISBN 978-3-7278-1680-2)„Ein schiefwinkliges Parallelogramm mit ungleichen Seitenpaaren wird auch Rhomboid genannt.“
W. Gellert, H. Küstner, M. Hellwich, H. Kästner (Herausgeber): Mathematik. Harri Deutsch, Frankfurt/Main, Zürich 1972 , Seite 187.
Forms
| Spelling | Features | Labels | Source |
|---|---|---|---|
| Rhomboid | Case=Nom, Gender=Neut, Number=Sing | lexicographic | |
| Rhomboid | Case=Acc, Gender=Neut, Number=Sing | lexicographic | |
| Rhomboid | Case=Dat, Gender=Neut, Number=Sing | lexicographic | |
| Rhomboides | Case=Gen, Gender=Neut, Number=Sing | lexicographic | |
| Rhomboide | Case=Acc, Gender=Neut, Number=Plur | lexicographic | |
| Rhomboide | Case=Dat, Gender=Neut, Number=Sing | lexicographic | |
| Rhomboide | Case=Gen, Gender=Neut, Number=Plur | lexicographic | |
| Rhomboide | Case=Nom, Gender=Neut, Number=Plur | lexicographic | |
| Rhomboids | Case=Gen, Gender=Neut, Number=Sing | lexicographic | |
| Rhomboiden | Case=Dat, Gender=Neut, Number=Plur | lexicographic |
Deriveds
rhomboidisch · rhomboid · rhomboidal · rhomboidalisch
Hypernyms
Synonyms
Translations (3)
grc ῥομβοειδὲς σχῆμα (Parallelogramm ohne rechte Winkel und mit paarweise unterschiedlich langen Seiten) · eo romboido (Parallelogramm ohne rechte Winkel und mit paarweise unterschiedlich langen Seiten) · la rhomboides (Parallelogramm ohne rechte Winkel und mit paarweise unterschiedlich langen Seiten)