Reißaus nehmen de · X
Pronunciation
- [ʁaɪ̯sˈʔaʊ̯s ˌneːmən]
- audio
Meanings
-
(colloquial) sich schnell von irgendwo entfernen (aus Furcht)
„Zwei Kammerjungfern nahmen auf dem Flur vor ihm Reißaus, drückten sich schreckensbleich an die Wand und ließen den klirrenden, geladenen Attentäter wortlos vorbei.“
Karel Capek: Krakatit. In: Projekt Gutenberg-DE. (URL, abgerufen am 26. Januar 2022) . Alte Version im Internet-Archiv abrufbar. *„Die ersten zwei Jahre im Internat hatte man ihn an einem Bettrahmen gekettet, so wie man Hofhunde an Bäume kettete. Aber er war ein kräftiges Kind mit breiten Schultern und trotziger Entschlossenheit. Nach sieben Monaten hatte er es geschafft, den Bettrahmen aufzubiegen, die Kette herauszuziehen und Reißaus zu nehmen.“
Tom Rob Smith: Kind 44. 8. Auflage. Wilhelm Goldmann Verlag, München 2010 (übersetzt von Armin Gontermann), ISBN 978-3-442-47207-9, Seite 203.
Forms
| Spelling | Features | Labels | Source |
|---|---|---|---|
| Reissaus nehmen | Liechtenstein, Switzerland, alternative | lexicographic |
Coordinates
weglaufen · fortrennen · fortlaufen · davonlaufen · stiften gehen · wegrasen · davonrennen · fortrasen · wegrennen · davonrasen
Translations (3)
en tear off (umgangssprachlich: sich schnell von irgendwo entfernen (aus Furcht)) · en hightail (umgangssprachlich: sich schnell von irgendwo entfernen (aus Furcht)) · en run away (umgangssprachlich: sich schnell von irgendwo entfernen (aus Furcht))