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Dictionary

Words, grammatical forms and meanings linked to the ontology.

Reflexionsabbruch de · NOUN

Pronunciation

  • [ʁeflɛˈksi̯oːnsˌʔapbʁʊx]
  • audio

Etymology

[1] Determinativkompositum aus Reflexion, Fugenelement -s und Abbruch

Meanings

  1. das Aufhören an einer gewissen Stelle über etwas nachzudenken
    • „Wie auch immer, Wagners unverwechselbare Mixtur aus Kulturkritik und Propaganda, enthüllendem und verhüllendem Denken, rationaler Reflexion und ekstatischem Reflexionsabbruch, hat sein Werk – noch vor aller konkreten Auseinandersetzung mit kompositorischen Details – mit dem Diskurs der Kulturindustrie sachlich in Verbindung bringen müssen.“ Claus-Steffen Mahnkopf (Herausgeber): Richard Wagner, Konstrukteur der Moderne. Klett-Cotta Verlag, Stuttgart 1999, ISBN 978-3608919790, Seite 206 f.
    • „Das perspektivische Schreiben notiert den Reflexionsprozeß als Bewegung, es notiert nicht feste Ergebnisse; es repräsentiert den Zustand chronischer Reflexion, die nicht zur Ruhe und zu keinem sicheren Resultat kommt – es sei denn durch einen Gewaltakt: den Reflexionsabbruch.“ Martin Menges: Abstrakte Welt und Eigenschaftslosigkeit. Eine Interpretation von Robert Musils Roman Der Mann ohne Eigenschaften unter dem Leitbegriff der Abstraktion. Peter Lang, Frankfurt/Main, Bern 1982, ISBN 978-3820462388, Seite 214
    • „Die unweigerliche Folge solchen Reflexionsabbruchs ist – wie Hirsch es später genannt hat – ‘Prämissetheologie’.“ Ulrich Barth: Die Christologie Emanuel Hirschs. Eine systematische und problemgeschichtliche Darstellung ihrer geschichtsmethodologischen, erkenntniskritischen und subjektivitätstheoretischen Grundlagen. Walter de Gruyter, Berlin 1991, ISBN 978-3110128949, Seite 374
    • „Wo diese kategoriale Differenz verwischt und empirisch gegebene Ursache/Wirkungs-Zusammenhänge unmittelbar als ‚zwingende‘ Gründe ausgegeben werden, liegt ein Reflexionsabbruch vor stillschweigend vorausgesetzten, nicht zur Disposition gestellten Intentionen vor.“ Peter Ulrich: Integrative Wirtschaftsethik. Grundlagen einer lebensdienlichen Ökonomie. 3. Auflage. Haupt Verlag, Bern 2001, ISBN 978-3258062761, Seite 131

Forms

SpellingFeaturesLabelsSource
Reflexionsabbruchs Case=Gen, Gender=Masc, Number=Sing lexicographic
Reflexionsabbruch Case=Acc, Gender=Masc, Number=Sing lexicographic
Reflexionsabbruch Case=Dat, Gender=Masc, Number=Sing lexicographic
Reflexionsabbruch Case=Nom, Gender=Masc, Number=Sing lexicographic