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Dictionary

Words, grammatical forms and meanings linked to the ontology.

Reduplikation de · NOUN

Pronunciation

  • [ʁeduplikaˈt͡si̯oːn]
  • audio
  • rhymes oːn

Etymology

im 19. Jahrhundert von lateinisch reduplicātio ^(→ la) „Verdoppelung“ entlehnt

Meanings

  1. Flexion oder Wortbildung durch Wiederholung eines Wortes oder Wortteils
    • Reduplikationen einiger Präfixe können nahezu beliebig erweitert werden, wie die folgenden Beispiele zeigen: „Zwei von ihnen sind Urururururururururururururgroßneffen einer Hexe.“ „Legendär ist etwa die Moskauvisite von Söders Vorvorvorvorvorgänger Franz Josef Strauß, der 1987 mit einer Cessna die russische Radarüberwachung unterflog, direkt vor dem Kreml auf dem Roten Platz landete und den verdutzten Michail Gorbatschow von der deutschen Wiedervereinigung überzeugte sowie zur Auflösung der Sowjetunion überredete.“ Stefan Kuzmany: Mia san hier. Die unberechenbare Macht der bayerischen Ostpolitik. In: DER SPIEGEL 6, 2020, Seite 22. Kein Abschreibfehler. Es handelt sich um eine Aneinanderreihung von 5-mal vor-.
    • Reduplikationen kommen in mehreren Formen vor: einfache Doppelung (Wiederholung gleicher Teile: Wiederholung von Affixen: ur- in Ururoma, von Silben: Kuckuck, von Lexemen Wehweh (dieser letzte Fall ist ein Autokompositum/Selbstkompositum)), Ablautdoppelung (Wiederholung mit Ablaut: Singsang), Reimdoppelung (Wiederholung mit gleichem Auslaut/ gleicher Auslautgruppe: Kuddelmuddel) und Kombination von Ablaut- und Reimdoppelung: Dingsbums). Jinyang Zhu, Christine Culp, Karl-Heinz Best: Formen und Funktionen der Doppelungen im Chinesischen im Vergleich zum Deutschen. In: Oriens Extremus 38, 1995, Seite 183-208; Bezug: Seite 200-201.
    • Die Wortbildungen "klein-klein", "Kuckuck", "zackzack" sind Reduplikationen. Im Gotischen zeigen reduplizierende Verben im Präteritum Reduplikation: haihald (ich) "hielt" zu halda "halten".
    • „Immerhin gilt es festzuhalten, daß im Vorgermanischen nicht ausschließlich der Ablaut oder die Reduplikation tempustragend sind, sondern eine zumindest doppelte Tempuskennzeichnung vorliegt, im Stamm (beziehungsweise einer Vorsilbe) und in der Endung.“ Peter Chr. Kern, Herta Zutt: Geschichte des deutschen Flexionssystems. Niemeyer, Tübingen 1977, ISBN 3-484-25026-7, Seite 29. Abkürzungen aufgelöst.
    • „Wie Infigierung so ist auch Reduplikation nicht notwendig auf eine Konstituente bezogen.“ Jörg Keller, Helen Leuninger: Grammatische Strukturen – Kognitive Prozesse. Ein Arbeitsbuch. Narr, Tübingen 1993, ISBN 3-8233-4954-6, Seite 84.

Forms

SpellingFeaturesLabelsSource
Reduplikationen Case=Dat, Gender=Fem, Number=Plur lexicographic
Reduplikationen Case=Nom, Gender=Fem, Number=Plur lexicographic
Reduplikationen Case=Acc, Gender=Fem, Number=Plur lexicographic
Reduplikationen Case=Gen, Gender=Fem, Number=Plur lexicographic
Reduplikation Case=Acc, Gender=Fem, Number=Sing lexicographic
Reduplikation Case=Gen, Gender=Fem, Number=Sing lexicographic
Reduplikation Case=Nom, Gender=Fem, Number=Sing lexicographic
Reduplikation Case=Dat, Gender=Fem, Number=Sing lexicographic

Antonyms

Iteration · Triplikation

Coordinates

Echowort

Deriveds

reduplizieren

Hypernyms

Wortbildung · Morphologie · Flexion · Grammatik

Hyponyms

Selbstkompositum · Autokompositum · Reimdoppelung · Ablautdoppelung

Translations (5)

ia reduplication (Linguistik: Flexion oder Wortbildung durch Wiederholung eines Wortes oder Wortteils) · en reduplication (Linguistik: Flexion oder Wortbildung durch Wiederholung eines Wortes oder Wortteils) · ru редупликация (Linguistik: Flexion oder Wortbildung durch Wiederholung eines Wortes oder Wortteils) · nds Redublikatschoon (Linguistik: Flexion oder Wortbildung durch Wiederholung eines Wortes oder Wortteils) · fr réduplication (Linguistik: Flexion oder Wortbildung durch Wiederholung eines Wortes oder Wortteils)