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Privatorthographie de · NOUN
Pronunciation
- [pʁiˈvaːtʔɔʁtoɡʁaˌfiː]
- audio
Meanings
-
(rare) dem Autor eigene Rechtschreibung, die die gängigen orthographischen Regeln nicht beachtet
„Seltene Adjektive oder gewagte Metaphernkonstruktionen gibt es [in Jirgls erstem Roman] zu bestaunen. Des Weiteren sprang sofort die ungewöhnliche Privatorthographie und -interpunktion ins Auge, die so manchen Unvorbereiteten schnell wieder versprengten.“
Stephan Landshuter: Die Welt als Hölle und Nachstellung: Reinhard Jirgl fügt seinem Œuvre mit "Die Unvollendeten" ein weiteres Meisterwerk hinzu. 1. September 2003, abgerufen am 21. Mai 2025.„Einige gingen so weit wie Arno Schmidt, der eine Privatorthographie pflegte, deren Grundzüge auf Rechtschreibreformvorschläge Klopstocks im späten 18. Jahrhundert zurückgehen.“
Matthias Heine: Rechtschreibrat - Schule und Behörden müssen sich an die Rechtschreibung halten. Das hat Konsequenzen fürs Gendern. Abgerufen am 21. Mai 2025.„Gemeinsam ist beiden Erzählebenen der Tagebuchcharakter und eine aufdringliche, jeweils unterschiedliche Privatorthographie - wobei Roes es darauf angelegt zu haben scheint, einen Vorgeschmack auf das sich anbahnende Chaos der Rechtschreibreform zu geben.“
Volker Hage: Sprachlos in der Wüste. In: DER SPIEGEL. Nummer 48, 24. November 1996, ISSN 0038-7452 (DER SPIEGEL Archiv-URL) .„In seinem 1929 erschienenen Roman O.S. benutzte der Schriftsteller Arnolt Bronnen eine Privatorthographie, zu der auch die Getrenntschreibung von Komposita gehörte.“
Wikipedia-Artikel „Leerzeichen in Komposita“ (Stabilversion)„Alſo, ſelbſt wenn wir eine Reichsorthographie oder eine allgemeine germaniſche Orthographie einführen, dann werden gewiſſe Leute ſich ihre Privatorthographie immer noch nicht nehmen laſſen.“
Verhandlungen des Reichstages. Stenographische Berichte. 180. 1900/03. 31.01.1901, Berlin, Seite 1046. (Online)
Forms
Hypernyms
Orthographie