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Dictionary

Words, grammatical forms and meanings linked to the ontology.

Nebensilbe de · NOUN

Pronunciation

Etymology

Determinativkompositum aus der Präposition neben und dem Substantiv Silbe

Meanings

  1. Silbe, die keinen Akzent trägt
    • „Die Vokale der Nebensilben werden zum tonlosen e abgeschwächt, soweit es sich nicht um Ableitungssilben handelt, die aber auch nicht ausnahmslos die vollen Vokale bewahren.“ Hans Eggers: Deutsche Sprachgeschichte. Band 1: Das Althochdeutsche und das Mittelhochdeutsche. Rowohlt, Reinbek 1986, ISBN 3-499-55425-9, Seite 299 Kursiv gedruckt: e.
    • „Auch verkürzte Sätze, lautliche Verschleifungen von Silben und Wörtern, der Wegfall unbetonter Nebensilben, Proklisen und Enklisen belegen diese Entwicklungstendenz.“ Karl-Ernst Sommerfeldt (Hrsg.): Entwicklungstendenzen in der deutschen Gegenwartssprache. VEB Bibliographisches Institut, Leipzig 1988, ISBN 3-323-00169-9., Seite 80.
    • „Die Nebensilben … erliegen im 9./10. Jahrhundert der normalalthochdeutschen Vorsilbenangleichung…sowie spurenweise in der Sprechsprache seit dem 8./9. Jahrhundert in den Denkmälern i.a. seit dem 10./11. Jahrhundert der gemeinalthochdeutschen Nebensilbenabschwächung, die bei Notker von St. Gallen im Sinne eines Auslautgesetzes nach Voll- oder Schwachton und Positionen streng geregelt erscheint…und sich ins Frühmittelhochdeutsche weiterzieht.“ Stefan Sonderegger: Althochdeutsch. In: Lexikon der germanistischen Linguistik. 2., vollständig neu bearbeitete und erweiterte Auflage. Hrsg. v. Hans Peter Althaus, Helmut Henne, Herbert Ernst Wiegand. Niemeyer, Tübingen 1980, Seite 569–576, Zitat Seite 572. ISBN 3-484-10391-4. Abkürzungen aufgelöst: i.a.: keine Auflösung angegeben, vermutlich im allgemeinen.
    • „Der Verlust solcher Endungen, die durch eine Schwächung der Nebensilben ausgelöst wurde, hat die Tendenz zum analytischen Sprachbau verstärkt.“ Horst Dieter Schlosser: Wenn Sprachgebrauch auf Sprachnorm trifft: Vom täglichen Umgang mit Ideal und Wirklichkeit. In: Der Sprachdienst. Nummer Heft 1, 2018 , Seite 19–30, Zitat Seite 24.
  2. Silbe, in deren Silbenrand eine zusätzliche Öffnungsbewegung bei ihrer Artikulation stattfindet
    • „Ein vergleichbarer Begriff dieser Art ist der schon von Sievers verwendete der Nebensilbe (…).“ Peter Eisenberg: Grundriss der deutschen Grammatik. Band 1: Das Wort. Metzler, Stuttgart/Weimar 1998, ISBN 3-476-01639-0, Seite 119.
    • „Die Berechtigung dieses Terminus leuchtet einerseits sofort ein, wenn man daran denkt, daß solche Nebensilben sich durchaus in »richtige« Silben entwickeln können, nämlich sprachgeschichtlich, z.B. in den romanischen Sprachen (…); daß Nebensilben als wenig bevorzugt auch eliminiert werden können, so in der heutigen französischen Umgangssprache, …; daß Nebensilben aber auch zur Erleichterung komplizierter Ränder erst gebildet oder »verbessert« werden können, … Schließlich unterstreicht die Behandlung in Lehnvorgängen den quasisyllabischen Charakter der Nebensilben …“ Theo Vennemann: Zur Silbenstruktur der deutschen Standardsprache. In: Theo Vennemann (Herausgeber): Silben, Segmente, Akzente. Referate zur Wort-, Satz- und Versphonologie anläßlich der vierten Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Sprachwissenschaft, Köln, 2. – 4. März 1982. Niemeyer, Tübingen 1982, Seite 261–305, Zitat Seite 297 f. ISBN 978-3-484-30126-9.

Forms

SpellingFeaturesLabelsSource
Nebensilben Case=Dat, Gender=Fem, Number=Plur lexicographic
Nebensilben Case=Nom, Gender=Fem, Number=Plur lexicographic
Nebensilben Case=Acc, Gender=Fem, Number=Plur lexicographic
Nebensilben Case=Gen, Gender=Fem, Number=Plur lexicographic
Nebensilbe Case=Acc, Gender=Fem, Number=Sing lexicographic
Nebensilbe Case=Gen, Gender=Fem, Number=Sing lexicographic
Nebensilbe Case=Nom, Gender=Fem, Number=Sing lexicographic
Nebensilbe Case=Dat, Gender=Fem, Number=Sing lexicographic

Deriveds

Nebensilbenabschwächung

Hypernyms

Silbe