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Dictionary

Words, grammatical forms and meanings linked to the ontology.

Mondzahl de · NOUN

Pronunciation

  • [ˈmoːntˌt͡saːl]
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Etymology

Determinativkompositum aus den Substantiven Mond und Zahl

Meanings

  1. (derogatory) Zahlenangabe, die als ganz und gar nicht nachvollziehbar, plausibel oder realistisch angesehen wird
    • „Es geht schlicht Glaubwürdigkeit verloren, wenn bei der Inzidenz aus einer 50 zunächst eine 35, dann plötzlich eine 100 und schließlich irgendeine Mondzahl wird.“ Jens Anker: Krasses Unvermögen. In: finanznachrichten.de. 2. April 2021, abgerufen am 16. September 2021.
    • „Bei einer Überprüfung der Bilanz von Parmalat ist erst das wahre Ausmaß des größten europäischen Bilanzskandals deutlich geworden. Demnach haben die mittlerweile inhaftierten Manager rund 12,5 Milliarden Euro an Schulden unterschlagen und bei Gewinn und Umsatz mit Mondzahlen operiert.“ Gigantischer Bilanzbetrug: Parmalat-Schulden achtmal höher als gemeldet. In: Spiegel Online. 26. Januar 2004, ISSN 0038-7452 (URL, abgerufen am 18. September 2021) .
    • „Fraktionsvize Rainer Brüderle sagte, Clement habe eine ‚Mondzahl‘ in den Raum gestellt, die durch nichts zu belegen sei.“ FAZ.Net mit Material von AFP und ddp: Kritik an Clements Vorstoß zu Ein-Euro-Jobs. In: FAZ.NET. 19. August 2004 (URL, abgerufen am 4. Oktober 2021) .
    • „Die von Kritikern des Bahnprojekts genannten 500 Millionen Euro nannte Mappus eine „Mondzahl“.“ Stuttgart 21: Gönner schließt Scheitern an Mehrkosten aus. In: FOCUS Online. 15. November 2013, ISSN 0943-7576 (URL, abgerufen am 18. September 2021) .
    • „Doch die Rechnung operiert natürlich mit Mondzahlen, denn wer sitzt schon 24, acht oder auch nur eine Stunde nonstop vor dem Rechner und schaut sich eine Konzertübertragung an?“ Frank Patalong: Ruckel'n'Roll. Web-Event "Life Earth". In: Spiegel Online. 9. Juli 2007, ISSN 0038-7452 (URL, abgerufen am 18. September 2021) .
    • „Beide Seiten bringen eine Mondzahl ins Gespräch, von der sie nienieniemals abrücken wollen - und dann beginnt die Annäherung.“ Deportivo verärgert über Bayern-Offensive. In: merkur.de. 28. Februar 2010, ISSN 2510-4179 (URL, abgerufen am 19. September 2021) .
  2. (Esoterik, Numerologie) Zahl, die in Beziehung zur jeweiligen Erscheinungsform oder/und zum Lauf des Mondes der Erde steht
    • „Die ältere lunare Sieben zeigt sich in den Mythen um Proserpina, Medaia und Hera. Sieben Körner des Granatapfels, die Proserpina nach Ovids Schilderung in der Unterwelt pflückt, binden sie an den Hades. Als ausgesprochene Mondzahlen erscheinen Sieben und Vierzehn im Medaiamythos.“ Werner Danckert: Tonreich und Symbolzahl in Hochkulturen und in der Primitivenwelt. In: Abhandlungen zur Kunst-, Musik- und Literaturwissenschaft. 35, Bouvier, Bonn 1966, Seite 308, DNB 456312463 . — Zitiert nach: Max Haas: Zum Verhältnis von musikalischer Propädeutik und Philosophie im Mittelalter. In: Christoph Asmuth (Herausgeber): Philosophischer Gedanke und musikalischer Klang: zum Wechselverhältnis von Musik und Philosophie. Campus Verlag, Frankfurt/Main, New York 1999, ISBN 3-593-36342-9, Seite 23, DNB 957371373 (Anmerkung 17, online auf christoph-asmuth.de, abgerufen am 16. September 2021) .
    • „Das Aufleben des Sinnes für Zahlenordnung, Schauen mystischer Zahlengruppen […] schuf gestaltete Zusammenhänge, Tageszahl der Mondphasen, Zahl der Klimawechsel, deren Summe das ›Jahr‹ ist, Mondzahl eingeordnet in die Jahresphasen usw.“ Oswald Spengler; Anton Mirko Koktanek (Herausgeber): Frühzeit der Weltgeschichte. Fragmente aus dem Nachlass. Beck, München 1966, Die alten Südkulturen, Seite 262, DNB 458185663 (online bei zeno.org, abgerufen am 16. September 2021) .
    • „Hier wurden die Zahl der Mondtage und die Zahlenwerthe des Namens des Kranken nicht addirt, sondern jede dieser Grössen wurde für sich besonders in dem Schema aufgesucht. Fand sich dabei die Mondzahl am unteren, die Namenszahl aber am oberen Ende der Vertikalen, […] so kam der betreffende Mensch zwar in Gefahr, entging ihr aber, resp. genas.“ Hugo Magnus: Der Aberglauben in der Medicin. In: Hugo Magnus et al. (Herausgeber): Abhandlungen zur Geschichte der Medicin. Heft VI, J. U. Kern’s Verlag, Breslau 1903, Seite 82 (Online auf archive.org, abgerufen am 19. September 2021) .
    • „Die Zahl Fünfzehn ist eine Mondzahl. Sie stellt den Höhepunkt der Mondmacht dar.“ Adventskalender am 15. Dezember. In: onlinekunst.de. Abgerufen am 19. September 2021.
    • „Im Schnitt von Jahreszahl und Geburtsmonat steht seine Monatszahl, die Sie am besten gleich aufschreiben. Beispiel: Ist er 1947 im Juni geboren, ist die Mondzahl 225.“ Mauretania Gregor: Sonne, Mond und Liebe: Der geheime Liebes-Code der Astrologie. Ullstein eBooks, 2011 (Zitiert nach Google Books)

Forms

SpellingFeaturesLabelsSource
Mondzahl Case=Acc, Gender=Fem, Number=Sing lexicographic
Mondzahl Case=Gen, Gender=Fem, Number=Sing lexicographic
Mondzahl Case=Nom, Gender=Fem, Number=Sing lexicographic
Mondzahl Case=Dat, Gender=Fem, Number=Sing lexicographic
Mondzahlen Case=Dat, Gender=Fem, Number=Plur lexicographic
Mondzahlen Case=Nom, Gender=Fem, Number=Plur lexicographic
Mondzahlen Case=Acc, Gender=Fem, Number=Plur lexicographic
Mondzahlen Case=Gen, Gender=Fem, Number=Plur lexicographic

Coordinates

Mondpreis

Synonyms

Horrorzahl · Phantomzahl · Phantasiezahl · Schreckenszahl

Translations (5)

fr nombre lunaire (Zahl, die in Beziehung zur jeweiligen Erscheinungsform oder/und zum Lauf des Mondes der Erde steht) · fr nombre de la lune (Zahl, die in Beziehung zur jeweiligen Erscheinungsform oder/und zum Lauf des Mondes der Erde steht) · en lunar number (Zahl, die in Beziehung zur jeweiligen Erscheinungsform oder/und zum Lauf des Mondes der Erde steht) · sv fantasisiffra (Zahlenangabe, die als ganz und gar nicht nachvollziehbar, plausibel oder realistisch angesehen wird) · en improper number (Zahlenangabe, die als ganz und gar nicht nachvollziehbar, plausibel oder realistisch angesehen wird)