Knebel de · NOUN
Pronunciation
- [ˈkneːbl̩]
- audio
- rhymes eːbl̩
Etymology
seit dem 11. Jahrhundert bezeugt; mittelhochdeutsch: knebel; althochdeutsch: knebil; altsächsisch: knevil; altisländisch: knefill; zu germanisch *knab- = Stock, Klotz gebildet, vergleiche Knabe
Meanings
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Gegenstand, der jemandem vor oder in den Mund gezwängt wird, um Schreie zu ersticken oder dämpfen
„Wieder stemmte sich der Elende gegen seine festen Banden, wieder knirschte er in den Knebel und strengte sich an, bis ihm das Blut die Adern zu zersprengen drohte.“
Friedrich Gerstäcker: Die Regulatoren in Arkansas. Ein Roman aus dem amerikanischen Pflanzerleben. Fischer Taschenbuch Verlag, Frankfurt am Main 1975, Seite 303. Zuerst 1845 erschienen.„Sie konnten es hören, obwohl auch das Mädchen trotz des Knebels wilde Laute ausstieß.“
Marc Steadman: Schwarze Chronik. Ein Südstaaten-Dekameron. Fischer Taschenbuch Verlag, Frankfurt am Main 1980 (übersetzt von Elisabeth Schnack), ISBN 3-596-22489-6, Seite 38 . Englisches Original 1970.„Der alte Mann zuckte zusammen, aber sein Flehen erstickte im Knebel.“
David Whitehouse: Die Reise mit der gestohlenen Bibliothek. Tropen, Stuttgart 2015 (übersetzt von Dorothee Merkel), ISBN 978-3-608-50148-3 , Zitat Seite 205.Die Geiseln versuchten, durch ihre Knebel zu sprechen, aber niemand konnte sie verstehen.
„Inzwischen hatte er zwei von ihnen ein paar gehörige Kinnhaken verabreicht und dem dritten einen Tritt in den Bauch gegeben; doch endlich übermannten sie ihn, steckten ihm einen Knebel in den Mund und banden ihn.“
Halldór Laxness: Islandglocke. Roman. Suhrkamp Taschenbuch Verlag, Frankfurt/Main 1975, ISBN 3-518-06728-1, Seite 119. Isländisch 1943-1946.
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Querholz oder Ähnliches zum Festhalten oder Spannen von etwas
Man kann das um den Unterschenkel gelegte Tuch mit einem Knebel anspannen und so zusätzlichen Druck auf der Wunde erzeugen.
„Zwei roh vorgeschnitzte Knebel wurden durch die frischen Wunden gezwängt, die Enden der Riemenschleife an diesen befestigt, die Fesseln an Füßen und Händen durchschnitten.“
Friedrich von Gagern: Der Marterpfahl. Novelle. Reclam, Stuttgart 1985, ISBN 3-15-006533-X, Seite 53. Zuerst 1925.
Forms
| Spelling | Features | Labels | Source |
|---|---|---|---|
| Knebels | Case=Gen, Gender=Masc, Number=Sing | lexicographic | |
| Knebeln | Case=Dat, Gender=Masc, Number=Plur | lexicographic | |
| Knebel | Case=Acc, Gender=Masc, Number=Sing | lexicographic | |
| Knebel | Case=Gen, Gender=Masc, Number=Plur | lexicographic | |
| Knebel | Case=Dat, Gender=Masc, Number=Sing | lexicographic | |
| Knebel | Case=Nom, Gender=Masc, Number=Sing | lexicographic | |
| Knebel | Case=Acc, Gender=Masc, Number=Plur | lexicographic | |
| Knebel | Case=Nom, Gender=Masc, Number=Plur | lexicographic |
Coordinates
Deriveds
knebeln · Knebelvertrag · Knebelung · Knebelbart
Synonyms
Translations (7)
ru кляп (Gegenstand, der jemandem vor oder in den Mund gezwängt wird, um Schreie zu ersticken oder dämpfen) · pl knebel (Gegenstand, der jemandem vor oder in den Mund gezwängt wird, um Schreie zu ersticken oder dämpfen) · fr bâillon (Gegenstand, der jemandem vor oder in den Mund gezwängt wird, um Schreie zu ersticken oder dämpfen) · sv munkavle (Gegenstand, der jemandem vor oder in den Mund gezwängt wird, um Schreie zu ersticken oder dämpfen) · es mordaza (Gegenstand, der jemandem vor oder in den Mund gezwängt wird, um Schreie zu ersticken oder dämpfen) · sv handtag (Querholz oder Ähnliches zum Festhalten oder Spannen von etwas) · en gag (Gegenstand, der jemandem vor oder in den Mund gezwängt wird, um Schreie zu ersticken oder dämpfen)